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Geralt
30. Jan 2011 22:20
Bitte keinen "neuen" Kommunismus
Ich verstehe nicht was dies mit Kommunismus zu tun hat. Wo ist hier das tatsächlich Neue? Ich verstehe auch nicht, was Kommunismus mit Staatseigentum zu tun hat und wieso privates Eigentum, Privateigentum an Produktionsmitteln und Gemeinschaftseigentum neu definiert werden muss. Wieso benötigen wir Staatseigentum im Kommunismus? Ist tatsächlich Kommunismus möglich, wenn es Staaten mit unterschiedlichen Produktionsverhältnissen gibt? – Wenn aber, dann wäre wohl das Eigentumsverhältnis zu den Produktionsmitteln gemeint. Wenn einige, für die Menschheit lebenswichtige, „Gemeingüter“ gleichzeitig als Produktionsmittel verwendbar und vielleicht sogar notwendig sind, so werden sie im Kapitalismus auch privatisiert werden bzw. ihr Anteil an der Wertschöpfung ungerecht verteilt werden. Unter dieser Voraussetzung (Kommunismus und Kapitalismus existieren zur gleichen Zeit) wäre somit auch Staatseigentum notwendig, da diese Gemeingüter (im kommunistischen Teil) der möglichst gerechten Nutzung durch die Gemeinschaft zuführt werden müssen. Aber das setzt erst mal voraus, dass tatsächlich diese beiden Gesellschaftsordnungen nebeneinander existieren können – und dafür fehlt mir die Überzeugung. Ich denke, wir sollten den Kommunismus nicht tagesaktuell interpretieren sondern uns zum Einen theoretisch der Definition des Kommunismus und seiner allgemeinverständlichen und volksnahen Interpretation widmen und zum Anderen Gedanken über Wege zu diesem humanitären und doch noch so fernem Ziel machen.
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