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Hans-Hermann Hirschelmann
09. Nov 2011 14:38
Damit Kommunismus den Menschen weniger fern liegt ...
... benötigen sie (wir!) womöglich Vorstellungen, wie, bzw. in wie weit sich Kommunismus als Idee einer fernen (?) Weltgemeinde, die ihren Stoff(bedeutungs)austausch in einer weltgemeinschaftlichen Weise regelt, in der "wirklichen Bewegung, die den jetzigen Zustand aufhebt" (Marx: MEW 3:35) anbahnt. In nachvollziehbaren sozialen Prozessen, in denen sich die Menschen ein hinreichendes Wissen darüber verschaffen (wollen und können), in wie weit eine solche Bewegung /Ausrichtung in Richtung Weltgemeinde notwendig ist und was diese "Zwischenschritte" am Ende auch möglich bzw, erfolgreich machen könnten. (Und wie das dann alles konkret aussehen soll). Es geht also erst einmal (immer noch) um Übergänge, die sich aus der heutigen, halt (leider) weitgehend privateigentümlichen und deshalb notwendigerweise (zwischen-) staatlich vermittelten - Globalisierung HERAUS entwickeln. Was die vielschichtigen (und oft widersprüchlichen, sich immer auch verändernden) Rollen staatlicher Institutionen angeht, gilt es natürlich, sich vor Dogmatismus zu hüten, und alles immer wieder neu, d.h. anhand der realen Bewegung(spotenzialen) zu betrachten. Im Vordergrund sollte stets die Frage stehen: Geht da was IN RICHTUNG einer neuen (halt "kommunistischen") "Teilung" von Arbeitsmühen, Genuss, Verantwortung und Steuerungsvermögen. Was bringt diese oder jene staatliche oder nichtstaatliche Sache WOMÖGLICH ein im Hinblick auf die Schaffung (weltweit) GEMEINSAMER Verantwortung usw.? Was kann zum Beispiel (akut und perspektivisch) getan werden, um die pivateigentümliche Aneignung (bzw. Enteignung) von lokalem Wissen (geistigen Produktivkräften von Gemeinschaften) über im Amazonaswald wachsende Medizinalflanzen in Richtung einer weltweit gemeinsamen Verantwortlichkeit zu verwandeln, in der die Interessen der indigenen Gemeinden auch wirklich gut aufgehoben sind. Auch wenn das ersteinmal bedeutet, Staatsgesetze zum Schutz des geistigen Eigentums von indigenen Gemeinschaften durchzusetzen, die vor deren Privatisierung schützen. Am Ende werden wir allerdings nicht um ein weltgemeinschaftliches Nachhaltigkeitsmanagement auf Basis sich kontinuierlich weiter entwickelnder Nachhaltigkeitsstrategien (globale, regionale und lokale) nicht herum kommen. Und das bräuchte dann im Zuge seiner Entwicklung gewiss immer weniger Staat. Gruß hh
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