Prager Frühling, Magazin für Freiheit und Sozialismus (www.prager-fruehling-magazin.de)

Wie Europa gerade noch einmal davon kam

Ein Blick in die Vergangenheit der Zukunft

Katja Kipping

„Die Fortschritte von Robotik und Computertechnologie haben die Arbeitswelt vollständig verändert. An Stelle von JuristInnen, prüfen komplexe Algorhytmen ob Angeklagte durch ihr Handeln gegen Gesetze verstoßen haben. Sie prüfen ohne Ermüdung und Vorurteil. In der Pflege haben sogenannte CarebotsTM die Arbeit übernommen. Sie füttern, windeln und waschen. Sie brauchen keine Pausen und kennen keinen Ekel. Sie erkennen die Mimik ihres Gegenübers und richten ihre eigene danach aus.“

Lan hört auf zu lesen und schüttelt den Kopf. Sie legt meinen uralten E-Reader mit Zeitungsartikeln aus Focusspiegelwirtschaftswoche und verschiedenen Zukunftsstudien aus dem Jahre 2014 beiseite. „Ich versuche ja den damaligen Zeitgeist zu verstehen und nicht aus meiner heutigen Perspektive zu verurteilen. Trotzdem frage ich mich: Wieso waren die Zukunftsvisionen so beschränkt und geradezu brutal?“

Wie erkläre ich diese mir selbst fern gewordene damalige Gegenwart Europas einer angehenden Historikerin, die 2014 geboren wurde, also gerade mal Anfang Zwanzig ist. „Zukunftsvisionen projizieren oft die gesellschaftlichen Widersprüche ihrer Zeit in die Zukunft“, setze ich an. „Die durch diese Widersprüche hervorgerufenen existenziellen Ängste, versuchen AutorInnen von futurologischen Texten mit der Fortschreibung existierender Technologien im Zaum zu halten. Paradoxerweise lösen sie den Widerspruch damit nicht auf, sondern verschärfen ihn noch.“

Beschränkte Phantasien - Zukunft der Vergangenheit

Meine Gedanken sind jetzt zurück im Jahr 2014. Die Regierungserklärungen waren damals eigentlich immer gleich. Die Gesichter, die sie verlasen, waren mit den Jahren verblasst. Der Text hatte sich mir aber eingeprägt. „WIR müssen die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands sichern!“, donnerte es schmerzhaft in meinem Kopf. Ausbuchstabiert hieß das: Arbeitskraft sollte weniger kosten als bei den europäischen Nachbarn. Alte, Kranke, Erwerbsarbeitslose sollten weniger Geld kosten. Lan hatte recht. Besonders kreativ war das wirklich nicht.

„Aber der Text wurde doch von zwei Männern geschrieben, die nicht krank, arm oder alt waren“, Lan reißt mich aus meinen Gedanken. „Menschliche Arbeit wurde als Kostenfaktor gedacht. Auch die damaligen Mittelschichten wie die angesprochenen JuristInnen hatten Furcht, ihre Arbeitskraft sei bald ersetzbar. Daran hing aber nicht nur das materielle, sondern auch das soziale Überleben: Status, Selbstbilder, soziale Anerkennung, gesellschaftliche Integration — solche Dinge halt. Das Ziel war nicht das Nachdenken über eine lebenswerte Zukunft, sondern wie optimiert man sich selbst, damit man auf dem Markt nicht ‚überflüssig‘ wird. Die Idee der CarebotsTM ist die Kehrseite. Hast Du die Abscheu vor dem menschlichen Leib, dieser ‚Ekel‘ vor dem Körperlichen bemerkt, der diese Texte durchdringt? Das ist die schiere Angst vor dem ‚Überflüssigwerden‘, dass niemand da ist, der sich um einen kümmert, wenn man es braucht. Weil die Gesellschaft keine Infrastruktur mehr bereitstellt, die Pflegekassen leergespart sind. Es zeichnete sich damals bereits ab, dass verbreitete ‚Lösungen‘ — Au-Pairs oder gering bezahlte Pflegerinnen aus anderen europäischen Ländern — kein Ausweg aus der Misere waren. Der Text sagt: Hauptsache es ist überhaupt noch jemand da und wenn es ein Roboter ist.“ „Aber diese Maschinen sind doch auch heute noch aufwendig herzustellen. Ohne kollektive Verfügung sind sie doch nach wie vor nur für sehr Wohlhabende erschwinglich. Zeit und Zuwendung vermögen sie ohnehin nicht zu ersetzen“, wendet Lan ein. „Deswegen ist es ja auch nur Ideologie“, erwidere ich und muss unwillkürlich lächeln. „Mit Logik kannst Du ihr nur schwer beikommen.“ Außerdem ging es bei solchen Visionen immer auch um das Einwerben von Kapital oder Fördergeldern. Das sagte ich nicht laut. Es hätte meine ohnehin schon komplizierten Erklärungen für Lan noch unverständlicher gemacht.

In dem Maße wie es Deutschland damals gelang seine Nachbarn niederzukonkurrieren, desto unkalkulierbarer wurden die Folgen. Ganze Staaten begannen im Süden Europas zu kollabieren. Anfangs profitierten einige in Deutschland davon. Aus den neuverarmten Regionen strömten gut ausgebildete junge Menschen nach Norden. Die Regierung in Deutschland musste weniger Zinsen für Kredite zahlen und der Finanzminister freute sich über Zinsen aus den „Hilfs“krediten für südeuropäische Länder. Bis die europäische Krise permanent geworden war.

Die nächste Frage von Lan hatte ich bereits geahnt. „Aber wieso haben sich die EuropäerInnen nicht dagegen gewehrt?“ Wie sollte man das jungen Menschen erklären. „‚Die Europäer‘ gab es damals nicht. Höchstens in Abgrenzung gegen Nichteuropäer. Europa war ein Europa der Eliten. Das Parlament war noch schwach, an eine europäische Sozialpolitik war nicht zu denken. Dinge, die heute selbstverständlich sind, ein europäischer Mindestlohn, europäische Mindestnormen für die Grundversorgung mit Wohnraum, Energie und Netzzugang, waren damals Zukunftsmusik. Diese Dinge standen zwar als Forderungen in unserem Wahlprogramm[1], aber auch unter uns Linken hielten das viele für Träumerei. Europa war Vielen nur ein Wirrwarr von Verträgen. Oft war selbst ExpertInnen unklar, wer was, wann, wie entschieden hatte. Nicht zu vergessen: Brüssel war damals eine große Spielwiese für LobbyistInnen. Viel Energie floss in Abwehrkämpfe, denn es gab nicht nur uns, sondern auch noch andere ‚Alternativen‘. Zum Beispiel jene, die in der heutigen Forschung als „Nationalisten“ bezeichnet werden. Sie waren noch radikaler als die Futurologen. Sie projizierten die Vergangenheit in die Zukunft. Ihre ‚Alternative‘ hieß Deutschland. Auf ihre Art waren sie konsequent. Sie glaubten: Wenn man die europäischen Nachbarn niederkonkurrieren will, muss man das entschlossener machen. Statt Kooperation wollten sie Abschottung, Grenzen, eine nationale Währung. Sie kämpften gleichermaßen leidenschaftlich gegen die gemeinsame europäische Politik wie gegen den Sozialstaat.“ Lan schüttelt ungläubig den Kopf.

„Dann gab es die, die wir in der Rückschau als „Fossilisten“ bezeichnen. Auch die projizierten die Vergangenheit in die Zukunft. Anders als den „Nationalisten“ waren ihnen soziale Fragen wichtig. Aber sie versuchten sie mit den Mitteln des 20. Jahrhunderts zu lösen. Die technischen Umbrüche und ihre sozialen Folgen wollten sie durch die Konservierung historischer Technologien wie der Kohleverfeuerung abmildern. Sie gingen in ihren Prognosen damals sogar davon aus, dass wir heute noch mehr Kohle als 2010 für die Energiegewinnung verwenden würden. Der Schock für die ArbeiterInnen im Kohlebergbau kam dann ein paar Jahre später. Mit den ökologischen Folgen kämpfen wir ja noch heute.“ „Schrecklich! Und wer waren diese ‚Transparenzler‘ über dich neulich gelesen habe?“ „Das ist aber kein Quellenbegriff“, bemerke ich. „In Fragen von Demokratisierung und Transparenz gab es sogar einige Überschneidungen. Aber viele von ihnen hatten ein sehr naives Technikvertrauen. Sie glaubten, wenn man mit den richtigen Technologien alles nur gut und rational organisieren würde, wäre die Gesellschaft schon lebenswert. Eigentum und Verteilung interessierte sie nur in Bezug auf immaterielle Güter, Musik, Filme, Software … Reproduktion interessierte sie gar nicht. Wo die Geräte herkamen, die wir heute so selbstverständlich nutzen, 4D-Drucker, Zeitstrecker, Neo-Extelopädien wussten sie oft nicht. Die Bedingungen unter denen sie produziert wurden, die Herkunft der Rohstoffe, der Energieverbrauch, all das war ihnen nicht bewusst.“

„Eigentlich erstaunlich, dass dann doch alles ganz anders gekommen ist.“ Ich muss lächeln „‚Gekommen‘ ist etwas vereinfacht. Aber Du hast Recht. Wenn man sich vorstellt, was alles hätte passieren können. Gut, dass Europa noch einmal so davon gekommen ist.“

Katja Kipping ist sozialpolitische Sprecherin der LINKSFRAKTION und eine der Vorsitzenden von DIE LINKE.

[1] http://www.die-linke.de/wahlen/europawahlen-2014/europawahlprogramm/langfassung

  • Mögen

  • Versenden
  • Ausdrucken

Artikel versenden

Absender

Empfänger

Nutzungsbedingungen*

Ich verpflichte mich zur wahrheitsgemäßen Angabe meiner Daten. Ich weiß sicher, dass der/die Empfänger/in mit dem Empfang der E-Mail einverstanden ist. Ich übernehme die Verantwortung, wenn dies nicht der Fall ist. Zur Entlastung des Websitebetreibers gestatte ich, dass Datum, Uhrzeit, beide E-Mail-Adressen und meine IP-Adresse gespeichert werden. Nicht gespeichert wird die Nachricht an den Empfänger.

Schließen
Artikel aus der Ausgabe Oktober 2014
Prager Frühling Oktober 2014

Kommentar abgeben

Schlagworte:

Bevor die nächste Blase platzt

In EU und Euroraum erleben wir wie der neoliberale, finanzgetriebene Kapitalismus einfach so weitermacht wie bisher. Was eine linke Antwort ist, kann als umstritten gelten: Rückzug in den nationalstaatlich organisierten Kapitalismus oder eine solidarische und demokratisierte Wirtschaftsordnung in Europa?

Wer ist das Volk?

Populismus als Kommunikationsform und Strategie

Wer ist das Volk in „Wir sind das Volk“? — Wir haben uns in Europa und den Amerikas auf die Suche nach dem Volk der rechten Wutbürger und dem Volk des Linkspopulismus begeben. Gefunden haben unsere AutorInnen populistische Elemente in der repräsentativen Demokratie und einen radikaldemokratische Impetus des Linkspopulismus. In den Beiträgen werden Fragen nach der (Un)Möglichkeit des Pluralismus innerhalb linkspopulistischer Strategien und nach der Realpolitik des Populismus an der Macht gestellt.

Angst essen Seele auf

Terror, Gewalt, Kriminalität — SicherheitspolitikerInnen behaupten darauf eine Antwort zu haben. Aber was war eigentlich noch mal die Frage? Unsere AutorInnen haben versucht herauszufinden, was das eigentlich ist: Sicherheit. Sie haben sich an Antworten darauf versucht, ob es eine linke und emanzipatorische Sicherheitspolitik geben kann und worin diese eigentlich bestehen sollte.

This is a movement

Die Neuaushandlung von Bewegungsfreiheit und Grenzregimen

Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen. … oder höchstens eine ganz kleine vielleicht oder einen Zaun aus Natodraht. Die selektive Abschottung des „Raums der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts“ nach außen ist in seiner bisherigen Form gescheitert. Unsere AutorInnen intervenieren in diese Neuaushandlung zentraler Fragen von Nationalstaatlichkeit, globalen Rechten und Demokratie ...

Krieg und Frieden

Weltinnenpolitik und die Zukunft ziviler Konfliktbearbeitung

Putinversteherin und Faschistenfreund – in Diskussionen über den Umgang mit bewaffneten Konflikten, wird schnell auch rhetorisch scharf geschossen. In seiner neuen Ausgabe fragt prager frühling wie eigentlich linke Weltinnenpolitik geht und wie eine Neuerfindung des politischen Pazifismus ins Werk zu setzen wäre.

So nicht!

Demokratie als Praxis

Griechenland hat die Austeritätspolitik abgewählt - durchgesetzt hat dies eine linke soziale Bewegung auf den Straßen und Plätzen. Ohne die enge Verzahnung mit Syriza als parlamentarischer Verlängerung wäre dies nicht möglich gewesen. In Dresden hingegen marschiert mit Pegida eine neue APO von rechts und mit der AfD rückt eine neue Rechtspartei in die Parlamente ein. Genügend Gründe also sich mit den Formatierungen parlamentarischer Demokratie zu beschäftigen. Spielräume für emanzipatorische Kämpfe zu ergründen und Beschränkungen einer Politik im Zählverein zu analysieren.

No Future?!

Not this Future!

Elendig lange scheint es her, dass Francis Fukuyama en passant mit dem Ende der Geschichte auch das Ende des Zukunftsdenkens ausgerufen hat. Elendig ist das gegenwärtige Zukunftsdenken auch nach dem Ende dieses „Endes der Geschichte“. In Politik, Wissenschaft und Literatur ist der Bedeutungshorizont von Zukunft auf die Begrifflichkeiten der Versicherungsmathematik zusammengeschrumpft. Der Versuch einer Rettung

Common Sense?!

Von Sinn und Eigensinn der Commons

Emanzipatorische Alternative jenseits von Markt und Staat oder nur Lückenbüßer für vormals staatlich organisierte Aufgaben? Unsere Autor*innen haben sich auf die Suche nach heutigen Commons gemacht. Im ersten Teil der Ausgabe haben sie die Kontaktzonen zum Markt, Staat und Care-Ökonomien besichtigt und theoretisch vermessen. Im zweiten Teil der Ausgabe haben sie Gemeinschaftsgärten durchstreift sowie an „Energietischen“ gesessen, um Kämpfe um Commons zu dokumentieren.

Feiern, wie sie fallen?!?

Über das Verhältnis von Opponieren, Regieren und Protestieren

Die heilige Dreifaltigkeit der Linken ist die Trinität aus Protestieren, Opponieren, Mitregieren. Bei der Frage, in welcher Beziehung die drei stehen, gerät die Gemeinde oft ins Stammeln und die politischen Theologen antworten mit dürren Dogmen. Unsere AutorInnen haben zunächst gefragt, wo er ist, der ominöse Ort der Macht und sind ihm dann mit steilen Thesen auf den Leib gerückt.

Wo Strom ist, ist Widerstand

Digitaler Protest und elektronische Demokratie

Unsere AutorInnen fragen sich, ob die Schwarmintelligenz den Cybersexismus überwinden kann und wo genau die Grenzen des digitalen Medienbaukastens verlaufen. Kai van Eikels analysiert die Ideologie des „Nerds“ und Mathias Schindler erklärt, wie es mit Wikipedia weitergeht. In den Feminismen gibt Dr. Lady Bitch Ray dem Feminismus der ersten Welle einen fetten Zungenkuss, während Stefan Gerbing in der ersten Hurenzeitung der Weimarer Republik geblättert hat.

Burn-out den Verhältnissen

… oder die Revolution kommt immer zu spät

Nein, ihr habt’s wieder falsch verstanden! Entschleunigung heißt nicht Breitbandrossel, liebe Telekom. Und Du, Frankfurter Polizei: Die Entdeckung der Langsamkeit meint nicht, zehn Stunden Zwangsentschleunigung im Kessel. In der Stress-Ausgabe prager frühling geht’s, darum wie man es richtig macht.

Essen und gegessen werden

Erst so ein Fressen und dann auch noch Moral!

Der Realsozialismus ist auch auf der Speisekarte gescheitert: Als Diktatur des schlechten Geschmacks. Die Verhältnisse an kapitalistischen Tafel sind nicht weniger ungenießbar. Tausch von ökonomischem und sozialem Kapital geht vor. Wenn Renate Künast eine Flasche fairen Bio-Orangensaft kauft, geht locker das Tagesbudget eines Hartz-IV beziehenden Kindes über die Theke ...

Battlen statt Betteln.

prager frühling entwickelt die neue soziale Idee!

Die neue Ausgabe des prager frühling erscheint am 26.10.2012 und kann hier bestellt werden.Im Schwerpunkt geht es diesmal um die „Neue soziale Idee“ und damit die Frage nach emanzipatorischen Potentialen, aber auch den Grenzen einer linken Sozialpolitik.

Autoritäres Krisenregime

Deutsche Euros rollen wieder …

Und in Berlin singen die Ultras von der FDP gemeinsam mit den Polithools vom rechten Rand: „Protektorat statt Europarat!“ Wird in Griechenland bald mehr als nur Deutsch gesprochen? Unsere AutorInnen stellen sich dem Einmarsch entgegen. Lucas Oberndorfer analysiert den autoritären Wettbewerbsetatismus als Krisenbearbeitungsstrategie ...

Sex! Sex! Sex!

Über die schönsten Nebenwidersprüche der Welt

Von wegen „schönste Nebensache“ der Welt. Sex ist diesmal der Schwerpunkt unseres Heftes. Während uns die Starsoziologin Eva Illouz über den Zusammenhang von Kapitalismus und Partnerwahl aufklärt, analysiert Kathy Meßmer Intimchirurgie als widersprüchliche Praxis. Außerdem im Schwerpunkt: ...

Affentanz um Nahost

Nichts sehen, nichts hören, laut brüllen — geht die Linke über den Jordan?

Ach diese Linken! Sie wissen genau, wie es Frieden zwischen Ramallah und Tel Aviv geben kann und sie brüllen es heraus – in Düsseldorf und Frankfurt. Während die Einen schreien: „Straßenschlacht in Ramallah, die Panzer sind die Antifa“, brüllen die Anderen: „Intifada bis zum Sieg ...

Reinheitsverbot

Parallel sind immer die Anderen!

prager frühling stößt an: ein Prosit den Parallelgesellschaften! Schon klar, Integration fordert immer die Anderen. Deshalben sagen wir: "Erst wenn Efes sich ins deutsche Biersortiment eingegliedert hat und ein Hefeweizen anbietet, werdet ihr merken, dass man so etwas nicht trinken kann." Wie aber geht sozialistischer Antirassismus? Etienne Balibar, Nichi Vendola und viele andere versuchen sich in Antworten ...

Im Zweifel Dagegen!

Schwerpunktheft Dissidenz und ziviler Ungehorsam

Dissidenz und ziviler Ungehorsam sind die Hefe linker Politik. Kann Sie auch Schmiermittel des Kapitalismus sein? Wo schlägt Subversion in unpolitischen Abweichungsfetisch um? Unsere Autor_innen schauen nach, diskutieren und polemisieren.

com.munismus. komm!

Auf dem Weg zum Wissenskommunismus

Ist geistiges Eigentum Diebstahl? Stellen Raubkopien das Ergebnis von Aneignung oder eine besonders perfide Ausbeutung des Kreativproletariats dar? Darüber diskutieren in unserem Heft u.a. Michael Hardt, Cornelia Koppetsch, Sabine Nuss und Stefan Meretz. Digital Natives diskutieren die Implikationen der Digitalisierung von Demokratie ...

Crossover

Gegenmacht oder gegen Macht?

„Crossover“ ist der Versuch, eine Diskussion über politische Kooperation von sozialistischen, grünen und sozialdemokratischen Positionen in Gang zu setzen, deren Ergebnis hegemoniefähige progressive Reformprojekte werden sollen. So nahe liegend dies angesichts des Niedergangs der neoliberalen Ära ist, so blockiert ist diese Perspektive dennoch ...

Klimawandel und Gesellschaftsveränderung

System change not climate change!

Den politischen Gemütszustand unserer Welt beschreibt nichts besser als der alte Kalauer: „Öko? Logisch.“ Niemand schmunzelt mehr drüber, aber alle nehmen den Schenkelklopfer für sich in Anspruch. Dass alles irgendwie auch „öko“ sein müsse, also die Sache mit der Umwelt halt ein Problem sei, ist – logisch – Allgemeinplatz geworden ...

Die Linke und die Nation.

Hattu Nation, muttu entgrenzen

Die Linke und die Nation ist der Schwerpunkt der fünften Ausgabe des prager frühlings. Außerdem beschäftigen wir uns unter dem Motto "balkan beats" mit der Linken in Post-Jugoslawien. Mit dabei sind Thomas Seibert, Julia Bonk, Klaus Höpcke, Michel Albert, Christin Löchner, Lothar Bisky, Ringo Bischoff, Katja Kipping, Andreas Fischer-Lescano und die Band Ego-Tronic ...

Her mit dem schönen Leben!

Infrastruktursozialismus statt Hartz IV

Original sanktionsfrei: Weg mit Hartz IV! Her mit dem schönen Leben! Neben vielen investigativen und weniger investigativen Beiträgen zum Hartz IV-Regime, wollen wir Euch in dieser Ausgabe auch unseren Vorschlag vorstellen, dem Hartz IV-Regime die Forderung nach einem Infrastruktursozialismus entgegen zu setzen ...

Democracy against the machine

Radikaldemokratie statt FdGO

Februar 2009 erschien die dritte Ausgabe des prager frühling. Das Schwerpunktthema ist "Demokratie und Herrschaft" mit Beiträgen und Artikeln von Chantal Mouffe (University of Westminster, London), Jürgen Peters (IG Metall), Colin Crouch, Franziska Drohsel (Juso-Vorsitzende), die Gruppe Soziale Kämpfe, Sonja Buckel (Universität Frankfurt) und viele andere mehr ...

Auf der Suche nach der Ästhetik des Widerstandes

Alles Politur? Zum Verhältnis von Politik und Kultur

Mitte Oktober 2008 kam die zweite Ausgabe von prager frühling, dem neuem Magazin für Freiheit und Sozialismus. Das nächste Heft widmet sich schwerpunktmäßig dem Verhältnis von Politik und Kultur. Ziel der Redaktion ist es, politisches Engagement und Kultur einander näher zu bringen. Dabei geht es nicht um eine Kolonisierung des einen Bereichs durch den anderen ...

Neue Linke: Alles beim Alten?

NeuBegründung als Bruch nach vorn

Der Schwerpunkt der ersten Ausgabe des Magazins prager frühling heißt "Refound: NeuBegründung". Unsere Autorinnen erklären was der "Bruch nach vorn" ist. Mit dabei Frigga Haug, Thomas Seibert, Hans Jürgen Urban, Daniela Dahn und Michel Friedmann.

Sprungmarken: Zum Seitenanfang, Zur Navigation, Zum Inhalt.