Prager Frühling - Magazin für Freiheit und Sozialismus

Parteipolitiken

    28.01.2013: So isses.
    Weder Regierungs- noch Wahrheitsfetisch: Die Kärrnerarbeit beginnt.
    Das Ergebnis der LINKEN mit 3,1 % in Niedersachsen ist wahrlich kein Grund zur Freude und auch nicht schönzureden. Aber es ist auch nicht überraschend. DIE LINKE ist eine Partei links von der Sozialdemokratie. Sie hat von der Rechtsentwicklung bei Rot-Grün in der Zeit um die Agenda 2010 profitiert und war das Medium, in dem sich Protest gegen die neoliberale Politik artikulierte. Sie hatte prominente ÜberläuferInnen aus SPD und Gewerkschaften gewonnen und konnte glaubhaft suggerieren: Wer links wählt, wählt eigentlich die SPD. Christoph Spehr hat das schön zusammengefasst, indem er die Parteistrategie so beschrieben hat, das sie eine “imaginäre SPD” errichtet. Text lesen
    Thomas Lohmeier und Jörg Schindler
    21.11.2012: DER UNHEILIGE
    Eine Beschimpfung
    Jürgen Trittin, diese optische Schnittmenge – schauen Sie mal genau hin – aus Willy Brandt und Heiner Geißler, steht breitbeinig hinterm Rednerpult auf dem Grünen-Parteitag in Hannover. Unübersehbar: auf diesen grünen Schultern lastet was. Und was die Schultern nicht mehr zu tragen vermögen, reiben die Hände zum Sieg: fünfundzwanzig Minuten lang ein großes Händereiben. Psychologen schreiben diese große Geste gerne Sündern als „Waschen in Unschuld“ ins Stammbuch ... Text lesen
    Alexander Wallasch
    21.06.2012: Auswertung des 3.Bundesparteitages
    Pierre Bourdieu entwarf in seiner Arbeit „Die feinen Unterschiede“ eine Theorie über die soziale Konstruktion von Raum und deren Abbild. Dazu gehört auch die Verteilung der Einwohner_innen im städtischen Raum entsprechend ihrer jeweiligen Klassenlage und –zugehörigkeit ... Text lesen
    Katalin Gennburg
    13.05.2012: Nach dem Neoliberalismus geht´s weiter
    Die LINKE im Postneoliberalismus braucht eine neue soziale Idee.
    Die Geschichte der LINKEN war von politischen Erfolgen geprägt. Das Thema Mindestlohn hat sie auf die Tagesordnung gesetzt. Die Finanztransaktionssteuer steht auf der politischen Agenda – wenn auch nur als Light-Version. Die SPD möchte nicht mehr als Sozialabbaupartei gelten. Von der Rente mit 67 rückt sie zaghaft ab. An ihr wollen Bündnis 90/Die Grünen zwar festhalten, dafür möchten diese aber die demütigenden Hartz-IV-Sanktionen zumindest aussetzen. Selbst beim Rückzug aus Afghanistan geht es nur noch um das Wie, nicht mehr um das Ob. So erfolgreich wie die DIE LINKE beim politischen Agenda-Setting waren bisher nur die Grünen, als diese in den 1980er-Jahren die ökologische Frage erfolgreich auf die politische Tagesordnung setzten. Text lesen
    Redaktion prager frühling
    10.10.2011: Wer schweigt, ist vielleicht nur unsicher
    Zur Debatte um Antisemitismus in der Partei DIE LINKE
    Seit dem Frühjahr 2011 schwelt eine medienöffentliche und innerlinke Debatte über Antisemitismus in der Linkspartei. Sie basierte nicht zuletzt auf dem medialen Hype um eine bisher nur vorab veröffentlichte Studie von Samuel Salzborn und Sebastian Voigt, in der der Partei „Die Linke.“ ein konsensualer antizionistischer Antisemitismus vorgeworfen wird ... Text lesen
    Peter Ullrich
    14.09.2011: Würfel Dir deine Rede zusammen!
    Für alle die das Augenzwinkern noch nicht verlernt haben
    25.07.2011: Ein grünes Hegemonialprojekt?
    Der GAU im fernen Japan hat auch die deutsche politische Landschaft einigermaßen durcheinander gebracht. Der zeitliche Zusammenfall dieser Katastrophe mit den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ließ eine ungeahnte politische Dynamik entstehen. Die allgemeine Stimmungslage hat den GRÜNEN einen überraschenden Wahlzulauf beschert, während sich die Regierungsparteien gezwungen sahen, ihren noch im letzten Herbst als alternativlos beschworenen Atomkurs zumindest verbal zur Disposition zu stellen. Genützt hat ihnen dieser populistische Schwenk allerdings nichts mehr. Text lesen
    Joachim Hirsch
    22.06.2011: Ja zu klaren Grenzen
    Anmerkungen zur Antisemitismusdebatte in der Linken
    “Antisemitismus hat keinen Platz in der LINKEN, das war immer so und wird immer so bleiben!” beschloss die Linke in Duisburg und NRW, als ohne ihr Wissen ein Flugblatt auf ihrem Webserver landete, das Israel mit dem Nationalsozialismus auf eine Stufe stellte. So erfreulich die eindeutigen und kompromisslosen Distanzierungen waren, so zeigte die Erklärung aber doch auch, wo das Problem lag. Antisemitismus wurde verurteilt. Aber was das denn konkret bedeutet, ob ein (und wenn ja: welcher) Zusammenhang zwischen Antizionismus und Antisemitismus besteht, welche Implikationen das unumstrittene Postulat “Antisemitismus hat keinen Platz in der LINKEN” denn nun für die konkrete Politik, z. B. die konkrete Nahost-Politik hat - davon kein Wort. Text lesen
    Thomas Lohmeier und Jörg Schindler
    11.05.2011: LINKS-Grün? Da gibt es ein ziemliches Problem.
    Kommentar zu unserem Redaktions-Dikussionsbeitrag "Folgt dem Neoliberalismus eine öko-krative Hegemonie?"
    Als überarbeitete Version eines Beitrags aus dem prager frühling ist im Sozialismus 5/2011 der Text „Folgt dem Neoliberalismus eine öko-kreative Hegemonie“ der Redaktion des prager frühling publiziert und zugleich mit einer Antwort von Redakteuren des „Sozialismus“ u. a. versehen worden („Wo wir stehen und wie es weitergehen kann. Zur Strategie der Partei DIE LINKE“). Beide Artikel sind sehr lesenswert, denn sie versuchen eine strategische Option der LINKEN zu fassen: wie kann ein linkes sozialökologisches Hegemonieprojekt entstehen? Aber da gibt es ein ziemliches Problem. Text lesen
    Rainer Rilling (Professor für Soziologie an der Philipps-Universität Marburg)
    09.05.2011: Folgt dem Neoliberalismus eine öko-kreative Hegemonie?
    Der Red-Green-Deal als linke Antwort auf die „grüne“ Herausforderung
    Die Ergebnisse der Wahlen in Baden-Württemberg sind Blitzlichter einer aktuellen Stimmung – ihre Tendenzen nicht nur der Tagespolitik zuzuordnen. Der Wahlerfolg der Grünen, die Möglichkeit, den ersten grünen Ministerpräsidenten in einem industriell geprägten Flächenbundesland zu stellen, ist sicher das augenfälligste Ergebnis. Die Krise letztendlich aller anderen politischen Strömungen, existenziell für die FDP, gefährlich für DIE LINKE, verunsichernd für die CDU und ernüchternd dauerzweitklassig für die Sozialdemokratie, verweist jedoch auch auf hintergründigere Verschiebungen als sie dem typischen Auf-und-Ab der Parteienwahldemokratie entsprächen. Auch wenn mit dem Fukushima-GAU und den Auseinandersetzungen um „Stuttgart 21“ der Humus für den Wahlerfolg der Grünen besonders gut war, so verdient die Entwicklung der Grünen, aber auch DER LINKEN in den letzten Jahren besondere Beachtung. Text lesen
    Redaktion prager frühling
    18.04.2011: Freiheit, Gleichheit, Ökologie für die LINKE
    Fukushima: Katalysator für den Green New Deal
    Die Reaktorkatastrophe von Fukushima beschleunigte einen Wandel, der in der öffentlichen Meinung und in den Köpfen der politischen Klasse der bundesdeutschen Gesellschaft ohnehin längst vorangeschritten war. Zwar gibt es aktuell noch durchaus starke Gegenkräfte und mächtige alte Kapitalfraktionen, die Idee einer Energiewende hin zu Erneuerbaren aber ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen, gestritten wird nur noch über Zeiträume und Übergangsszenarien. Nicht nur die Energieversorgung, ein grundlegender technologischer Wandel, eine vierte industrielle Revolution hin zu besserer Ressourcenausnutzung (Effizienz), hin zu Kreislaufwirtschaften und damit zu mehr Verträglichkeit technischer mit natürlichen Kreisläufen (Konsistenz) soll einen riesigen Innovations- und Investitionsschub auslösen. Text lesen
    Ulrich Schachtschneider
    15.04.2011: Es reicht nicht, wenn Linke nur eine Antwort auf die soziale Frage geben
    Einige Anmerkungen zum Redaktionspapier "Die grüne Herausforderung: Für eine öko-soziale Paradoxie."
    Mit großem Interesse habe ich Eurer Redaktionspapier „Die grüne Herausforderung: Für eine öko-soziale Paradoxie“ gelesen. Es hebt sich intellektuell deutlich von so manchem Murks ab, der derzeit in der Linkspartei fabriziert wird. Besonders schlimm finde ich das aktuelle und äußerst geschwätzige „Reformer/-innen-Papier“, das vollgestopft ist mit dämlichen Phrasen wie dieser: „Wir plädieren dafür, die LINKE stärker zu machen, damit ein Politikwechsel und nicht nur ein Regierungswechsel zu Stande kommt.“ Gibt es jemanden in Eurer Partei, der für etwas anderes plädiert? Aber die „Antikapitalistische Linke“ ist ja auch nicht besser, hat sie doch als einzige Konsequenz aus den jüngsten Wahldesastern in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen die Losung ausgegeben: „Weiterkämpfen! Jetzt erst recht!“ Wie das gesamte FdS-Papier vom Geist der Sozialdemokratie durchströmt ist, ist der AKL-Text von einem befremdlichen K-Gruppen-Slang durchzogen - hilfreich für die Linkspartei, einen Ausweg aus ihrer schweren Krise zu finden, sind beide nicht. Denn es fehlt ihnen an auch nur einem einzigen originellen, neuen Gedanken. Text lesen
    Pascal Beucker
    11.04.2011: Das eigene politische Lager formieren – den sozial-ökologischen Umbau vorantreiben
    Thesen zu den Konsequenzen aus dem besorgniserregenden Rückgang des Einflusses unserer Partei DIE LINKE.
    Andreas Hallbauer und Sascha Schlenzig
    07.02.2011: Wann wir schreiten Seit an Seit …
    DIE LINKE will sich ein Programm geben
    Vorabdruck des im März erscheinenden Buches zur Programmdebatte. Text lesen
    Wolfgang Gehrcke
    11.01.2011: Gib mir Deine Daten!
    Der pf-Ratgeber: Datencheck bei Polizei und Geheimdiensten.
    Geheimdienste sind schwer im Kommen. Die CSU fordert die flächendeckende Überwachung der LINKSPARTEI, ein hessischer CDU-Abgeordneter legt gleich Hand an und fertig selbst Dossiers über seine LINKEN Parlamentskolleginnen und -kollegen an. Manche versuchen sich im Revanchefoul und fordern die CSU zu überwachen. Sicher: Alles nur Geplänkel, das seine Halbwertszeit spätestens mit den anstehenden Landtagswahlen überschritten haben dürfte. Trotzdem ein Anlass sich einmal Gedanken darüber zu machen, wer politisches Engagement überwacht und wie man dem möglicherweise das Schlimmste verhindern kann. Text lesen
    Redaktion
    11.01.2011: Überzogen
    Zum Arbeitsbegriff und der Kritik der Bundesfrauenkonferenz am Programmentwurf der LINKEN
    In der lesbar führen wir die Diskussion zum Parteiprogramm weiter. Nachdem Cornelia Möhring und Caren Lay in Artikeln den vorliegenden Programmentwurf jeweils aus feministischer Perspektive kritisierten, erreichte die Redaktion ein Beitrag von Ralf Krämer, der diese zurückweist und der hier zur Verfügung gestellt wird. Text lesen
    Ralf Krämer
    17.12.2010: Eine linke Geschichte
    „Die 4. Revolution“ – ausgerechnet in Bayern?
    Im Sommer war ich wieder in Bayern, konkret im Allgäu, auch in der „Hut-Stadt“ Lindenberg. DIE LINKE hatte auf dem Marktplatz einen Stand aufgebaut. Ich kam ein Stündchen dazu. Am Rande gab es die üblichen Schaukästen: der Feuerwehr, des Heimatvereins, der örtlichen Parteien. „Wir laden Sie zu einer Filmvorführung mit anschließender Diskussion ein!“, stand in einem. Der Film, für den geworben wurde, heißt: „Die 4. Revolution!“ Text lesen
    Petra Pau
    09.11.2010: Digitale Skelette oder lebendige Diskussion
    Die LINKE probiert liquid democracy. Ob die Diskussionen wirklich flüssig werden oder doch relativ zäh bleiben, ist abzuwarten. Text lesen
    Redaktion
    05.11.2010: „It’s the internet, stupid“
    DIE LINKE sollte mit ihrem Programm nicht im 20. Jahrhundert stehen bleiben Diskussionsbeitrag zum Programmentwurf
    DIE LINKE muss in ihrem Programmentwurf die Herausforderungen einer internetbasierten Informationsgesellschaft und Ökonomie berücksichtigen und sich Positionen zur entstehenden digitalen Gesellschaft erarbeiten. Dieses Papier soll auf drängende politische Probleme und Herausforderungen im Zusammenhang mit der Digitalisierung unserer Lebenswelt hinweisen. Wir betrachten es als Aufruf zu einer fundierten programmatischen Debatte. Text lesen
    Bodo Ramelow, Petra Sitte u.a.
    07.07.2010: Staatliche Herrschaft – ein blinder Fleck im Programmentwurf
    „Die Linke“ handelt politisch in der Spannung, daß sie als parlamentarische Partei an Wahlen, an der öffentlichen Willensbildung und parlamentarischen Entscheidungen, also an der repräsentativ-demokratisch verfassten Staatsgewalt teilnimmt. Gleichzeitig zielt sie, dem neuen Programmentwurf zufolge, darauf, mittels Politik, gesetzlichen Regelungen und administrativen Maßnahmen alle gesellschaftlichen Verhältnisse zu überwinden, in denen Menschen ausgebeutet, entrechtet und entmündigt werden; grundlegende Veränderungen der herrschenden Eigentums-, Verfügungs- und Machtverhältnisse, Demokratie und Freiheit ohne Ausbeutung und Unterdrückung sind Ziel. Zu recht wird auf dem demokratischen Weg bestanden, dieses Ziel zu erreichen. Obwohl der Einschätzung des Staates durchaus eine wichtige Rolle zukäme, bleibt er im Programmentwurf eine Blindstelle. Das birgt zwei Gefahren für die Linke: die der Überschätzung, da der Staat überschätzt wird hinsichtlich dessen, was mit ihm erreichbar ist; die der Unterschätzung hinsichtlich seiner Gefährlichkeit. Text lesen
    Alex Demirović
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