Vor dem Hintergrund der Ungarischen Revolution entstand im Herbst 1956 unter den Studenten der westrumänischen Stadt Timișoara (dt. Temeswar) eine Reformbewegung mit dem Ziel der Erneuerung der rumänischen Gesellschaft. 3000 Studenten beteiligten sich am 30./31. Oktober 1956 an Protestkundgebungen; in einer Denkschrift forderten sie u. a. den Abzug der sowjetischen Truppen, das Ende des Personenkults, Meinungs- und Pressefreiheit. Das volksdemokratische Regime stufte die Kritik als konterrevolutionär ein und setzte Armee, Geheimdienst und Miliz ein, um die Bewegung niederzuschlagen. 2000 Studenten wurden verhaftet, die Anführer der Revolte wegen »öffentlicher Aufwiegelung« zu Gefängnisstrafen bis zu acht Jahren verurteilt.
