Seit einiger Zeit gibt es eine Debatte darüber, in welchem Verhältnis die linken Parteien und Bewegungen zur Freiheit stehen. Hier ist der von Robert Zion initiierte Aufruf „Links-libertär“ zu nennen. Zuletzt hat auch Klaus Lederer einen Beitrag in der Zeitschrift „Blätter für deutsche und internationale Politik“ dem Verhältnis von der Linken und der Freiheit gewidmet: Das Zeitalter des Zwangskollektivismus, der Fixierung auf Klassengegensätze und des Anti-Individualismus sei vorbei und es nun Zeit, die linken Parteien und Bewegungen mit dem Freiheitsbegriff auszusöhnen. Wolfgang Strengmann-Kuhn antwortet ihm und kritisiert, dass die von Lederer aufgeworfene Perspektive erstaunlich allgemein und blass bleibt. Diese fehlende Konkretisierung eines links-emanzipatorischen Aufbruchs möchte Strengmann-Kuhn aus einer grünen Perspektive nachholen und den Versuch unternehmen das Begriffspaar „links-libertär“ bzw. „sozial-libertär“ zu definieren.
