Prager Frühling - Magazin für Freiheit und Sozialismus

Kulturelle Politiken

    10.06.2013: queeres beziehungsrecht fragt nicht nach geschlecht
    Interview mit Christian Schenk über „Homo-Ehe“ und Wahlverwandtschaft
    Christian Schenk über queeres Beziehungsrecht und Wahlverwandtschaften ... Text lesen
    Caren Lay
    06.10.2011: Badbye Facebook
    Ich bin jetzt profillos. Ich bin abgemeldet. Bei Facebook. Ich bekomme jetzt Facebook second-hand: Die angeblich spannendsten Facebook-Postings und Kommentare via E-Mail von Ex-„FB-Freunden.“. E-Mails als Methadon vom Facebook-Entzug. Denn klar, den gibt es natürlich. Als ich zum Ausstieg aufrief lautete die verzweifelte Antwort: „Aber wohin sollen wir dann?“ Wie tief sitzt die Sucht? Ich bin mal ehrlich: Ich erinnere mich daran, sogar nachts aufgestanden zu sein, um etwas zu posten, zu kommentieren oder einfach nur um Reaktionen auf meine Postings oder Kommentare nachzuschauen ... Text lesen
    Alexander Wallasch
    22.09.2011: für ein neues zeitregime!
    Irrwege und Auswege im zeitgenössischen Feminismus
    Öffentlich sichtbar sind gegenwärtig Fragen der Geschlechtergerechtigkeit vor allem dadurch, dass erfolgreiche Frauen auf Blockaden stoßen. Sei es auf die Männerbünde in den Vorständen der DAX-Konzerne oder auf Probleme in der Vereinbarung von Karriere und Kindererziehung. Um diese Problemlagen entstehen in den Medien Role-Models, also Vorbilder, die sich seit einigen Jahren im Feuilleton im Begriff der Alpha-Mädchen kristallisieren. Den Männerbünden setzten die Alpha-Mädchen Frauennetzwerke entgegen. Auf die klassische Frauenbewegung jedoch guckt die Erfolgsfrau skeptisch. Zwar wurde viel erreicht, aber mit den klassischen Sujets sowie mit strukturellen Lösungsansätzen will man nichts zu schaffen haben. Text lesen
    Katja Kipping und Kolja Möller
    26.07.2010: Robuste Öffentlichkeit
    Linke zwischen Kommunikation und Verweigerung
    Es gibt Begegnungen, die niemals stattgefunden haben, die aber spekulativ nachzuholen sich lohnt. Ein solches Gedankenexperiment erhellt vergangene Möglichkeiten und mit ihnen die Geschichte, die ja dann doch anders kam. Der Reiz solcher Spekulationen steigt, wenn es sich um Begegnungen handelt, die in einer spezifischen historischen Situation geradezu in der Luft lagen. Eine solche Begegnung hätte sich im Jahre 1916 in der Züricher Spiegelgasse ereignen können, zwischen zwei exponierten Vertretern der politischen und der künstlerischer Avantgarde. Text lesen
    Holger Schmidt
    04.06.2010: Wer wird Fussball-Weltmeister?
    Das prager Frühling LeserInnen-Forum
    Bald beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft. prager frühling bleibt natürlich am Ball und hat seine LeserInnen gefragt: Wer wird Fussballweltmeister? Hier die ultimativen Prognosen. Mit dabei Parteiprominenz (Lötzsch, Wawzyniak, Maurer, Klinger), Publizistik (Schmidt, Strzoda, Shahyar!) Vereinsfussball (Spieler von FSV Hansa O7).... Text lesen
    Redaktion
    22.12.2009: Blaue Haut, weiße Masken
    Filmrezension zu "Avatar"
    Ein neuer Blockbuster von Regisseur James Cameron, der über 200 Millionen Dollar gekostet hat und in 3D aufgeführt wird – entsprechend hoch sind die Erwartungen. Und tatsächlich: das Science-Fiction-Spektakel „Avatar“ funktioniert als unterhaltsamer Actionfilm weitestgehend. Trotz der deutlichen Überlänge von 160 Minuten kommt erst im letzten Drittel des Films das Gefühl auf, das Werk hätte auch ohne Abstriche zwanzig Minuten kurzer ausfallen können. Aber wenn wir die in vielen Kritiken euphorisch bejubelte Verwendung eines genialen Verfahrens zur Darstellung digitaler Charaktere beiseite lassen, bleibt ein Film, der in Inhalt und Ausführung nicht origineller ist als die meisten Michael Bay-Actionkracher, und dabei noch viele ärgerliche Klischees transportiert... Text lesen
    Alban Werner
    19.12.2009: Die Technik des Weihnachtens
    Tante Erna und Onkel Hubert schicken keinen Scheck. Sie bringen ihr Geschenk. Sie wollen das Leuchten in den Augen sehen, den freudigen Dank hören, wenn die Beschenkten das Papier beiseite schieben und jene Liebesgabe entnehmen, die nie ohne pädagogische Absicht ausgewählt wurde. Jedenfalls verkörpert das Präsent etwas, wovon Erna und Hubert glauben, dass die Beschenkten es dringend brauchen. Text lesen
    Christoph Spehr
    03.11.2009: Another Glorious Day
    eine Film-Rezension
    Mit der Wiederaufnahme des 1963 uraufgeführten Stückes "The Brig" von Kenneth H. Brown setzt das Living Theatre aus New York ein Zeichen gegen jede Form gewalttätiger Machtausübung. Das unter die Haut gehende Drama über das brüllend unmenschliche Innenleben eines US-Marines-Gefängnisses hat nichts von seiner erschreckenden Aktualität eingebüßt. "The Brig" kommt nun in die Kinos – aber nicht als ausschließlich gefilmtes Theaterstück, sondern in einer Mischung aus Dokumentation, Straßenszenen und Interviews. Karin Kaper und Dirk Szuszies aus Berlin haben diesen Film produziert. Und um es vorwegzunehmen: Sie muten uns 95 Minuten Terror zu. Zumutungskino statt Unterhaltungskino. Nicht jeder "steht" auf so etwas. Aber ich empfehle auch denen, die solche Filme eher meiden, sich diesen zuzumuten. Text lesen
    Ulrich Behrens
    11.07.2009: Tschetschenien, Afghanistan und Dresden
    Wie der Krieg vom Kaukasus und Hindukusch zu uns kommt
    Vor einigen Jahren sorgte ein Buch für großes Aufsehen: Der renommierte amerikanische Autor Philip Roth hatte sich der Identitätsfrage besonders intensiv in seinem Buch „Der menschliche Makel“ angenommen. Kriegsrückkehrer: Es leuchtet den ehemaligen Kampfmaschinen einfach nicht ein, dass das Töten im Staatsauftrag zwar okay ist, dass Killen in privater Sache zu Hause aber verurteilt wird. Die Knarre ist immer noch schnell zur Hand und wie man Probleme „endgültig löst“ hat man da unten ja gelernt. Ist der Dresdner Amtsgerichtsmörder nun also Tschetschenienkriegsveteran? Text lesen
    Ralf Richter
    09.12.2008: Nicht ganz Kärnten tickt wie Haider
    Protest gegen Haider-Geist und faktische Zensur
    Das österreichisch-deutsche Satiriker-Duo Grissemann und Stermann (in Berlin bekannt durch die "Show Royale" auf Radio Eins) scherzte in seiner ORF-Sendung "Willkommen Österreich" über die Weinkrämpfe von Ex-BZÖ-Obmann Stefan Petzner und die verordnete Trauer über den Tod Jörg Haiders. Morddrohungen sowie Forderungen nach einem Auftrittsverbot gegen die beiden Satiriker und ein mutmaßlicher Anschlag gegen ihren Manager sind einige der Folgen. Für den 11. Dezember 2008 wurde eine Veranstaltung mit Grissemann und Stermann an der Universität Klagenfurt abgesagt. In Kärnten regt sich aber auch Widerstand gegen diesen fortdauernden "Geist von Haider". Text lesen
    Katharina Weise
    18.11.2008: Jeder für sich oder miteinander lernen?
    Der gemeinsame Ethikunterricht als eine Antwort auf die multikulturelle Realität Berlins
    Ein Wahlpflichtfach Ethik/Religion, bei dem die Klassen nach der Religionszugehörigkeit aufgeteilt lernen, ist gerade im multikulturellen und multireligiösen Berlin der absolut falsche Weg. Wir brauchen das gemeinsame Fach Ethik, wir brauchen die gemeinsamen Erfahrungen und den produktiven Streit, der das Miteinander stärkt und die individuellen sozialen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler befördert. – Vortrag beim Forum für Interkulturellen Dialog Berlin am 27.10.2008. Text lesen
    Klaus Lederer
    04.11.2008: Linke Politik an Halloween
    “Süßes oder Saueres?” – Am 31.10.2008 in der Braunschweiger Stadthalle
    Braunschweig. Bahnhofsnähe. Stadthalle. Geduckt gedrungenes Stahlbeton-Ensemble aus den 70er Jahren. Erwartet werden Norbert Blüm, Oskar Lafontaine, Ottmar Schreiner u.a. Politprominenz, die sich hier an der Oker sonst nur selten sehen lässt. Zusammengeführt hat die unterschiedlichen politischen Charaktere die der Partei DIE LINKE nahe stehende Rosa-Luxenburg-Stiftung und das Motto der Veranstaltung: „WÜRDE IM ALTER, Nein zur Rente ab 67!“. Text lesen
    Alexander Wallasch
    26.06.2008: Funkenaustausch zwischen Kultur und Politik
    Zum 40. Jahrestag des Manifestes der 2000 Worte
    Ein wichtiger Meilenstein im Zuge des Prager Frühlings war die Veröffentlichung des "Manifestes der 2000 Worte - Zwei Tausend Worte, die an Arbeiter, Landwirte, Beamte, Künstler und alle gerichtet sind" am 27. Juni 1868 vor 40 Jahren. Verfasst von dem Schriftsteller Ludvík Vaculík wurde es von 69 bekannten WissenschaftlerInnen, KünstlerInnen und SportlerInnen unterzeichnet und in der Zeitschrift Literární Listy sowie verschiedenen Zeitungen veröffentlicht. Text lesen
    Redaktion »prager frühling«
Anzeige Jungle World