Prager Frühling - Magazin für Freiheit und Sozialismus

Redaktionsblog

  • Redaktion, 13. Mai 2011, 15:00

    Jenseits des Wachstums

    Attac-Kongress vom 20.-22. Mai in Berlin

    “Trotz Umwelt- und Klimakonferenzen schreitet die ökologische Zerstörung des Planeten rasant fort. Ebenso rasch wächst die Kluft zwischen Armen und Reichen sowohl innerhalb einzelner Länder als auch weltweit. Immer deutlicher wird, dass das gegenwärtige, auf permanentem Wachstum beruhende Wirtschaftsmodell nicht in der Lage ist, diese Tendenzen umzukehren, sondern vielmehr Teil des Problems ist.”, heißt es im Aufruf von Attac zum Kongreß “Jenseits des Wachstums”, bei dem sich bereits über 1.000 Menschen angemeldet haben. Unterstützt wird der Kongress von den parteinahen Stiftung von SPD, LINKEN und Bündnis 90/Die Grünen, sowie oder Otto-Brenner-Stiftung. Die Liste der ReferentInnen und Workshops ist vielfältig besetzt, u. a. verschiedene AutorInnen des prager frühling, bspw. Alex Demirovic, Frigga Haug, Katja Kipping, Stephan Lessenich oder Hans-Jürgen Urban. Alle wichtigen Informationen zum Kongress gibt es auf der Kongress-Website http://www.jenseits-des-wachstums.de oder im angefügten Kurzprogramm.

    Aus Anlaß des Kongress verweisen wir nochmals auf ein paar spannende Artikel aus dem prager frühling:
     

  • Redaktion, 12. Mai 2011, 13:00

    Geschlecht & Sexualität. Nur ein Nebenwiderspruch?

    Sonderheft von DIE LINKE.queer und *prager frühling erschienen

    Die Tagung „Geschlecht und Sexualität. Nur ein Nebenwiderspruch? Anmerkungen
    zum 1. Parteiprogramm“ von *prager frühling und Bundesarbeitsgemeinschaft DIE LINKE.queer unternahm den Versuch, in die Debatte um die programmatische Gestaltung LINKSPARTEI einzugreifen.
    Eine Dokumentation mit den Beiträgen der Konferenz liegt nun vor. In der *prager frühling - Sondernummer diskutieren Caren Lay, Klaus Lederer, Barbara Höll, Bodo Niendel, Lena Kreck und viele andere über Heteronormativtät im Programmentwurf, postmoderne Geschlechterordnung und Emanzipationsbestrebungen jenseits von Haupt- und Nebenwiderspruchsdenken.


     

  • Redaktion prager frühling, 9. Mai 2011, 20:00

    Folgt dem Neoliberalismus eine öko-kreative Hegemonie?

    Der Red-Green-Deal als linke Antwort auf die »grüne« Herausforderung

    Die Redaktion des prager frühlings hat in Heft 5/2011 der Zeitschrift Sozialismus ihre Thesen zur öko-sozialen Paradoxie nochmals präzisiert und erweitert. Der Beitrag wurde im Rahmen eines Schwerpunkt zur Strategiedebatte der LINKEN in dem Magazin veröffentlicht. Für unsere LeserInnen haben wir unseren Beitrag jetzt auch in der Lesebar auf dieser Website veröffentlicht.

  • Jörg Schindler, 5. Mai 2011, 19:00

    Sein Kampf

    Sarrazins national-sozialdemokratischer Parteitag

    Überraschung. Wer hätte das gedacht? Gerade hat die SPD-Führung das Parteiausschlussverfahren gegen Sarrazin kalkuliert abgeblasen, da kommt er auf seinem ersten (!) darauf folgenden öffentlichen Auftritt mit dem nächsten Kracher aus dem neuen national-sozialdemokratischen Programmkatalog um die Ecke: "Je migrantischer diese Leute eingestellt sind, desto weniger neigen sie dazu, Probleme oder Schwierigkeiten objektiv zu sehen." Und, so zitiert ihn die Süddeutsche: Wer die Erblichkeit von Intelligenz leugne, sei “strohdumm oder auf kriminelle Weise denkfaul”.

    Triumpf des Wählerwillens

    Es geht in diesem Blog nicht darum darzustellen, weshalb diese Intelligenz-ist-vererblich-These Sarrazins so bodenlos blöd ist, dass die Spucke förmlich wegbleibt. Dass es sich bei Intelligenz nicht um einen biologischen, sondern wesentlich sozialen Zusammenhang handelt, wird man spätestens dann bemerken, wenn man den Ex-Bundesbanker für eine Woche z.B. auf eine Südsee-Insel aussetzen würde und ihn dann mit seinem VWL-Abschluss alleine ließe.

    Vielmehr geht es um folgendes: Als der Verfasser dieses Blogs vor einigen Tagen hier schrieb, dass die Rücknahme des Parteiausschlussverfahrens eiskaltem sozialdemokratischen Kalkül folge, um am faschistoiden Rand der Gesellschaft zu fischen und so Stimmen für die Sozialdemokratie zu fangen, damit also faktisch eine neue Rechts-Partei entstehe, kommentierten LeserInnen dies als Polemik. Die jüngsten Äußerungen Sarrazins zeigen aber: Nein, war es nicht. Denn zu Recht lässt Sarrazin uns wissen: In seiner Erklärung vor der SPD-Spitze habe er von den Aussagen seines Buches kein Wort zurückgenommen. Dies habe auch niemand von ihm verlangt.

    Niemand aus der SPD verlangt Rücknahme

    Jedenfalls letzteres ist ihm aufs Wort zu glauben, denn anders macht das Verhalten von Nahles & Konsorten auch keinerlei Sinn. Nur durch die weitere gezielt-geduldete nazionale Provokation ist Sarrazin für die SPD und die SPD für Sarrazin wertvoll. Wir dürfen uns also in den kommenden Monaten auf weitere derartige Ein- und Ausfälle einrichten.

    von Bremen über Berlin nach Nürnberg

    Der neuen national-sozialdemokratischen Partei Deutschlands ist wiederum herzlich zu diesem Coup zu gratulieren. Immerhin bewerten etwa die Hälfte der SPD-AnhängerInnen die Rücknahme des Parteiausschlusses als richtig, nur 38% wären für einen Ausschluss gewesen. Man mag sich gut vorstellen, wie die Stimmungslage in der konservativen Wählerschaft insgesamt ist. Abzurunden wäre der anstehende Wahlkampf in Bremen und Berlin durch einen schönen Programmparteitag der neuen NSPD. Als Ort erschiene dafür Nürnberg ganz geeignet.


  • 26. April 2011, 15:00

    Save the date: 12. Mai, 19.30

    Perfect Strangers: Grüne und Linke - Wie passt das zusammen?

    Die soziale und ökologische Linke in der BRD ist tief gespalten. Ihr Verhältnis ist von Misstrauen und lebensweltlicher Fremdheit geprägt. Beispielhaft ist das Verhältnis von Linkspartei und der Partei der Grünen: Die einen rümpfen die Nase über Bionade und Wellness-Lifestyle im sozialliberalen Bürgertum, die anderen erheben „Linkspopulismus“ zum Schimpfwort und wollen mit den Exkludierten und Enttäuschten nichts zu tun haben. Spätestens seit den Wahlen in Baden-Württemberg, der starken Anti-Atom-Bewegung und den Protesten gegen Stuttgart 21 steht fest: Es gibt eine grüne Herausforderung, an der die soziale Linke in der BRD und insbesondere die Linkspartei nur zum Preis des eigenen Bedeutungsverlusts ignorant vorbeiziehen kann. Nur ein konstruktiv-kritischer Dialog mit dem grünen Milieu wird den Boden für ein mögliches linkes Reformprojekt bereiten. Perspektivisch geht es um die Alternative von einem Mitte-Unten-Bündnis, das seinen politischen Ausdruck in der Kooperation von Linkspartei und Grünen findet oder einem Mitte-Oben-Bündnis, das politisch auf eine schwarz-grüne Option hinausläuft.

    Es diskutieren: Katja Kipping (Vize-Vorsitzende der Partei Die Linke) und Steffi Lemke (Bundesgeschäftführerin Bündnis 90/Die Grünen)

    Moderation: Stefan Reinecke (taz)

    Im TAZ-Cafe

    12. Mai

    19.30 Uhr


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