Prager Frühling, Magazin für Freiheit und Sozialismus (www.prager-fruehling-magazin.de)

Die Gegenwart des autoritären Charakters

Selana Tzschiesche

Vor rund 70 Jahren, noch bevor der Sieg gegen den Faschismus gewonnen war, stellte sich eine Gruppe von Sozialpsycholog*innen um Theodor W. Adorno und das im amerikanischen Exil befindliche Institut für Sozialforschung dem Rätsel, was Menschen motiviert sich faschistischen Bewegungen anzuschließen. Dabei richteten sie ihren Blick weniger auf Organisierung und Vorgehen derselben, als auf das, was sie den ‚subjektiven Faktor‘ nannten: die psychologische Disposition oder affektive Struktur derjenigen, die unter bestimmten Bedingungen mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Anhänger*innen der Rechten werden könnten. The Authoritarian Personality[1] gilt als Meilenstein der Vorurteilsforschung, aber auch (besonders wegen des psychoanalytischen Ansatzes) als veraltet. Sie eins zu eins auf unsere Gegenwart anzuwenden widerspräche sicher auch der Absicht der Autor*innen. Aber ein politisch motivierter Blick auf die zentralen Thesen scheint mir fruchtbar.

Ökonomische Lage und politische Einstellung

Brandaktuell erscheint mir zunächst die Debatte, aus der die Fragestellung der Studien hervorgegangen ist: Ein wichtiger Vorläufer wurde von Erich Fromm unter dem Titel ‚Arbeiter und Angestellte am Vorabend des dritten Reiches‘ konzipiert. Warum gerade traditionell linke Milieus zu Wähler*innen der NSDAP wurden, quälte die Autor*innen ähnlich wie uns heute das Thema, ob die AfD die soziale Frage von rechts beantwortet. Hegt man Zweifel an der Ernsthaftigkeit, mit der das Thema Umverteilung dort bearbeitet wird, muss man die rechte Wähler*innenschaft entweder für schier dumm erklären oder sich eingestehen, dass ihr das Minarettverbot wichtiger ist als der soziale Wohnungsbau. So oder so: der Zusammenhang von ökonomischer Lage und politischer Einstellung entpuppt(e) sich als komplizierter als erwartet.

Aus aktuellem Anlass spannend erscheint mir auch der zentrale Forschungsgegenstand der Authoritarian Personality: Gesucht wurde nach einem bestimmten Charaktertyp, beschrieben auch als Bündel verschiedener Merkmale, die nicht zusammen auftreten müssen, aber auf einen gemeinsamen Kern zurückführbar sind. Denn nicht nur das Verhältnis von materiellen Interessen und politischen Überzeugungen verwundert bei den Rechten, auch ihr Erscheinungsbild gibt Rätsel auf: Was haben Alu-Hüte mit rassistischen Übergriffen zu tun? Wie passt die Opposition zu politischer und medialer Elite mit der Glorifizierung Putins zusammen? Wie Burka-Verbot und Anti-Feminismus? Und warum können wir uns so gut vorstellen, dass der rechte Nachbar Sätze wie „Wenn die Menschen weniger reden und mehr arbeiten würden, könnte es uns allen besser gehen.“[2] sofort unterschreiben würde? Charaktertypen zu untersuchen heißt in politischen Haltungen mehr zu sehen als einzelne Überzeugungen.

Charakter als System von Narben

Adorno schreibt über den Charakter, er sei ein ‚System von Narben‘[3]. Sozialisation sei nicht als kontinuierliches Einschreibungsgeschehen vorzustellen, sondern als punktuell wirkende Gewalt. Die Studien arbeiten mit einem neomarxistisch gewendeten Freud und verstehen mit diesem soziale Anpassung als psychische Fortführung gesellschaftlicher Konflikte; ein Prozess, der Umwege über Verdrängungen macht, wo Bedürfnisse Ersatzbefriedigungen finden, welche logisch nicht nachvollziehbar sind, aber dynamisch eine Funktion erfüllen. In dieser Adaption Freuds dient das Verhältnis des Kindes zu einem traditionell gedachten Vater als Modell für eine Situation, in der Erwachsene sich anonymen Autoritäten gegenüber ohnmächtig fühlen, weil sie deren Regeln weder verstehen noch sich trauen, sie zu hinterfragen. Zwei Affekte werden dabei sehr wahrscheinlich bestimmend sein: die Wut über ein unbegründetes Verbot und die Angst vor den möglichen Konsequenzen dieser Wut. Entscheidend ist, dass nicht primär körperliche oder materielle Sanktionen gefürchtet werden: Ambivalent wird die Situation gerade dadurch, dass es die Beziehung zur Autorität selbst ist, die auf dem Spiel steht. Autorität ist der Name für eine Form der Gefolgschaft, in der Liebe und Angst, Freiwilligkeit und Zwang ein seltsames Mischverhältnis eingehen. Der Clou des Freudschen Ödipuskomplexes besteht darin, dass der Konflikt aus Begehren, Wut und Angst zugunsten der Stabilisierung der äußeren Beziehung verinnerlicht wird. Er wird fortgeführt als Konflikt zwischen dem eigenen Gewissen, das zum inneren Repräsentanten der äußeren Autoritäten geworden ist und all jenen Persönlichkeitsanteilen, die den hohen Ansprüchen dieses Gewissens nicht nachkommen können oder wollen. (Unbewusste) Schuldgefühle und Scham sind Ausdruck dieses inneren Konfliktes, verlängerte Angst vor dem Abbruch der Beziehung zu den Eltern. Die Wut über die Versagung wendet sich so zur Auto-Aggression. Es geht also um die fatalen psychischen Konsequenzen von einer Art der sozialen Integration, die nicht von Zustimmung zu bestimmten Verhaltensnormen motiviert wird, sondern von existenziellen Ängsten vor dem Ausgeschlossen-werden oder Nicht-mitkommen.

Wendet sich diese Wut über Versagung auch zur Auto-Aggression?

Teufelskreis von Angst, Wut und Schuld

Oliver Nachtwey entwirft in seiner soziologischen Zeitdiagnose[4] das Bild einer Gesellschaft, die eine Rolltreppe entgegen der Fahrtrichtung hinauf läuft. Schon um nicht abzusteigen ist ein erheblicher Energieaufwand nötig. Eine solche Situation scheint mir symptomatisch für den skizzierten Teufelskreis aus Angst, Wut und Schuld. Das Gefühl des selbstverschuldeten Scheiterns ist Treibstoff einer inneren Spannung, die selbst-destruktive, depressive Züge annehmen kann, aber auch andere Kanäle findet: Beim autoritären Charakter wird der innere Konflikt wieder zu einem äußeren. Scham und Wut werden projiziert auf Gruppen, die schwach erscheinen (Geflüchtete, Erwerbslose) und in denen man so das als eigene Schwäche empfundene Scheitern wieder ‚entdeckt‘. In der Gewalt gegen solche Gruppen nimmt die Gesellschaft als Ganze schizoide Tendenzen an, Rassismus als soziale Struktur des Wahnsinns. Die Dynamik funktioniert nach oben wie nach unten: Wenn dem eigenen Gewissen zu folgen eine permanente Überforderung ist, können Unterwerfung und Gehorsam als narzisstische Befriedigung empfunden werden. Die innere Autorität wird ersetzt durch eine äußere und diese Rolle kann sowohl von einem ‚starken Führer‘, als auch von abstrakten Größen wie Nation, Schicksal oder starren Konventionen (was ‚man‘ tut) übernommen werden. Auch die verdrängten rebellischen Impulse finden den Studien zufolge ihren Ausdruck in Verhaltensweisen, die wir nur zu gut wieder erkennen: Die Allgegenwart feindlich gegen ihn gerichteter Absichten entspricht demnach den tiefsten Sehnsüchten des Verschwörungstheoretikers. Zynismus wiederum diene als Rationalisierung von Schuldgefühlen: Wenn alle Menschen schlecht sind, ist das eigene Versagen nichts Außergewöhnliches mehr.

Die Umwege des Rassismus

Was können wir daraus politisch lernen? Dass wir immer richtig lagen im Kampf gegen Leistungsdruck, Arbeitsmarkt-Konkurrenz und Erniedrigung durch das Jobcenter und dieser Kampf weiter gehen muss. Auf die Unterstützung der AfD Wähler*innen sollten wir dabei nicht hoffen, obwohl sie von unseren Erfolgen profitieren würden. Da ihr Rassismus erst über Umwege durch die ökonomische Situation evoziert wurde, wird die  Verbesserung derselben wohl auch erst langfristig rückwirken. Kurzfristig gilt ‚Kein Fußbreit den Rassisten!‘ in der Hoffnung, ihre Haltung nicht gesellschaftliche Normalität werden zu lassen. Auch kritische Wissenschaft lässt sich nicht immer direkt in politische Praxis umsetzen. Aber ein besseres Verständnis unserer zunehmend polarisierten Gesellschaft ist langfristig ein unersetzlicher Kompass im Kampf gegen die Angst und für eine Situation, in der alle nach ihren Bedürfnissen und Fähigkeiten leben können. Im Interesse an einer solchen Situation steht die Aktualität der Studien zum autoritären Charakter außer Frage.

Selana Tzschiesche beendet gerade ihr Philosophiestudium in Berlin mit einer Abschlussarbeit über die Studien zum autoritären Charakter - was sie schon viel zu lang von interventionistischer Politik abhält.

 

[1] Volltext online verfügbar unter: http://www.ajcarchives.org/main.php?GroupingId=6490; von Adorno (mit)verfasste Kapitel erschienen in deutscher Übersetzung bei Suhrkamp unter dem Titel Studien zum autoritären Charakter.

[2] Satz aus der F(aschismus)-Skala, dem Instrument der Studien zur quantitativen Analyse protofaschistischer Charaktere.

[3] Theodor W. Adorno: »Die revidierte Psychoanalyse«. in: ders.: Soziologische Schriften I, hg. v. Rolf Tiedemann, Frankfurt am Main 2003 (20–41).

[4] Oliver Nachtwey: Die Abstiegsgesellschaft. Über das Aufbegehren in der regressiven Moderne, Berlin 2016.

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Artikel aus der Ausgabe April 2017
Prager Frühling April 2017

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