Prager Frühling, Magazin für Freiheit und Sozialismus (www.prager-fruehling-magazin.de)

Burn-out den Verhältnissen

… oder die Revolution kommt immer zu spät

Nein, ihr habt’s wieder falsch verstanden! Entschleunigung heißt nicht Breitbandrossel, liebe Telekom. Und Du, Frankfurter Polizei: Die Entdeckung der Langsamkeit meint nicht, zehn Stunden Zwangsentschleunigung im Kessel. In der Stress-Ausgabe prager frühling geht’s, darum wie man es richtig macht: analytisch, alltagspraktisch und politisch!

Wir fragen nach den Handlungszumutungen, die den neoliberalen Kapitalismus so stressig machen und nach den demokratietheoretischen Problemen, die mit der sozialen Beschleunigung verbunden sind. Unsere AutorInnen analysieren, warum es der Kampf um Arbeitszeitverkürzung derzeit so schwer hat und wie sich das Schlafen seit der Industriealisierung gewandelt hat.

In Feminismen und Europa geht es um queeres Beziehungsrecht und die queere Szene auf den Färöern. Uwe Schaarschmidt hängt gebannt an den Lippen der trinkenden Klassen und Caren Lay lauscht den Gesängen der Eule.

Auch übrigens: Spät kommt sie, doch sie kommt ... und um so größer wird die Freude.

  • Editorial

    wie wir es als Redaktion mit dem Prokrastinieren halten? Nun ja, letztendlich habt ihr die neue Ausgabe unseres Magazins noch pünktlich in den Händen. Und diesem Editorial sieht man zudem nicht an, dass es in einem ähnlich prokrastinativen Prozess entstanden ist wie wohl die Mehrzahl der Beiträge dieser Ausgabe ...
  • Willkommen im biopolitischen Kapitalismus

    Von Lanz bis Illner, von GEW bis Sportbund — alle reden vom Burn-out. Der Diskurs über soziale Erschöpfung ist gleichzeitig Modethema und Ausdruck des Unbehagens an der Gesellschaft. Die neoliberale Idee ist angetreten, das ganze Leben zu verwerten. Der Kapitalismus weitet sich auf die Gesamtheit der Lebensverhältnisse aus ...
  • Gretchenfrage

    „Es mag manchmal nötig sein, Dinge zu tun, die einem nicht gefallen, aber erstens ist das noch unbewiesen, und zweitens lebt man glücklicher, wenn man den Anteil dieser Tätigkeiten so gering wie möglich hält“, schreiben Kathrin Passig und Sascha Lobo. Hätte ich einen beschissenen Job, wäre ich Profi-Prokrastiniererin ...
  • Wie die Demokratie dem Markt geopfert wird

    Von Dr. Fritz Reheis
    Es war kein „Glanzstück“, so Norbert Lammert über die Arbeit jenes Verfassungsorgans, dessen Präsident er ist. (1) Der Anlass dieser ungewöhnlichen Selbstkritik: Im Herbst 2010 hatte der Bundestag in wenigen Tagen das Gesetz zur Verlängerung der AKW-Laufzeiten, das Gesetz zur Einrichtung eines Energie- und Klimafonds und die Haushaltsbegleitgesetze durchgepeitscht ...
  • Beschleunigte Leben

    Von Katharina Gröning
    Im Mittelpunkt von Hartmut Rosas Theorie des „Wandels der Temporalstrukturen“ stand die durch technischen Wandel bedingte Verdichtung von Handlungsketten. Die Menschen sind mit einer Technologie konfrontiert, die das menschliche Vermögen, Zeit zu beherrschen, faktisch außer Kraft setzt. Seit den 1980er Jahren haben sich die Temporalstrukturen des Arbeitslebens im Sinne der Beschleunigung verändert ...
  • Die Ohnmacht der Getriebenen

    Von Claus Leggewie
    Burn-out ist zur Volkskrankheit geworden. Betroffenen hilft das Beispiel bekannter Sportler, Politiker und TV-Prominenter, ihr Leiden bekannt zu machen und sich in Behandlung zu begeben. Und Ärzte trauen sich eher eine psychiatrische Diagnose zu; in den 1990er-Jahren haben Hausärzte nur jeden zweiten Depressiven erkannt, mittlerweile sind es 60 bis 70 Prozent ...
  • „Stress“ und „Ruhe“

    Von Lars Bretthauer
    „Ich schlaf grad schlecht.“ – „Es ist grad nur viel zu tun.“ – „Ich muss erstmal das eine Projekt fertigmachen. Dann wird’s besser…“ – „Ich schaffs grad nicht zu putzen. Wir holen uns wahrscheinlich bald eine Putzfrau. A. kennt eine Frau aus der Ukraine, die auch schon bei ihr putzt.“ – „Ich geh schon seit Jahren nicht mehr auf Parties ...
  • Streiten für bessere Zeiten

    Von Ingrid Kurz-Scherf
    Dem ehemaligen DGB-Vorsitzenden Heinz Oskar Vetter wird nachgesagt, er habe seine Antipathie gegen die 35-Stunden-Woche scherzhaft damit begründet, dass ihn seine Frau verstärkt zur Hausarbeit heranziehen werde. Diesem Scherz unterlag auch vor der Mobilisierung für die 35-Stunden-Woche in den späten 1970er und frühen 1980er Jahren ein ernsthaftes Problem, nämlich das eines verhaltenen Interesses der männlichen Kernbelegschaften an kürzeren Arbeitszeiten ...
  • Die entdeckung der Langsamkeit

    Tempo 120 Entschleunigung kann man auch wörtlich nehmen. Im Straßenverkehr sorgt die Raserei für gehörigen Stress bei der Fahrt. „Kann ich den LKW jetzt überholen oder nicht?“ Ständig muss man achtgeben, ob nicht eine RaserIn mit Tempo 200 von hinten angeflogen kommt. Wer schon einmal in Nordamerika ...
  • Ökonomie der Zeit

    Von Frigga Haug
    In Wikipedia erfährt man: „Ökonomie ist die Gesamtheit aller Einrichtungen und Handlungen, die der planvollen Deckung des menschlichen Bedarfs dienen.“ Bleibt die Frage, was menschlicher Bedarf ist und wer plant. Fragt man ergänzend nach der Ökonomie der Zeit, wird man sogleich ins marxistische Vokabular eingeweiht, allerdings mit dem Zusatz, Ökonomie der Zeit bedeute Zeiteinsparung ...
  • Streitend schreiten wir voran?

    pf: Was macht der Arbeitskreis Konfliktunterstützung - AkKu? Katja: Wir bieten linken Gruppen an, sie bei der Lösung von internen Konflikten zu begleiten. Unsere Angebote sind Mediation, Moderation, Konfliktberatung, längerfristige Prozessbegleitungen sowie Workshops zu den Themen Kommunikation und Umgang mit Konflikten ...
  • Der Stress der Anderen

    Eleonora macht Mut „Jeder Termin im JobCenter kann existenziell sein“, sagt Eleonora. „Immer droht eine Sanktion, oder ein Einzug in die Wohnung die Mensch sich gesucht hat, wird trotz drohender oder bestehender Obdachlosigkeit von Amts wegen verboten.“ In praktischer Solidarität und auf Basis gegenseitiger Hilfe berät Eleonora Erwerbslose und Arme ...
  • Eine revolutionäre Zelle

    Von Tobias Schulze
    prager frühling: In Ihrer Performance in den Berliner Sophiensälen haben Sie Interessierte in ein Schlaf- und Müdigkeitslabor eingeladen. Hundert Menschen, so schrieben Sie, die sich zum Schlafen versammeln, seien eine widerständige Zelle. Hat sich ihr schlafendes Publikum als Teil einer solchen Zelle gefühlt? Turbo Pascal (TP): Nö, die Zuschauer wahrscheinlich weniger, da sie ja zum Teil geschlafen haben ...
  • Menschenskinder!

    Von Danny Butter und Lena Kreck
    Bei Facebook haben viele unserer Freund_innen in den vergangenen Wochen ihr Profilbild in ein rosa Gleichheitszeichen auf rotem Grund geändert. Die Botschaft: Homos sollen die gleichen Rechte wie Heten erhalten. Zunächst geht es dabei um die „Homo-Ehe“, die die gleichen Privilegien wie die traditionelle Ehe erhalten soll ...
  • Queeres Beziehungsrecht fragt nicht nach Geschlecht

    Von Christian Schenk
    prager frühling: Als damalige lesben- und schwulenpolitischer SprecherIn der PDS im Bundestag hast du gegen die Einführung der sogenannten „Homo-Ehe“ von Rot-Grün gestimmt. Würdest du, rückblickend, noch einmal so entscheiden? Christian Schenk: Absolut! Dafür gab es drei zentrale Gründe. Die Eingetragene Lebenspartnerschaft brachte damals lediglich mehr Pflichten, aber kaum einen Zuwachs an Rechten ...
  • Inseln im Klimawandel

    Von Stephan Lücke
    Noch vor wenigen Jahren flohen wegen der aggressiv homophoben Stimmung auf den Färöer Inseln hunderte Schwule und Lesben nach Dänemark, wozu der entlegene Archipel trotz eigener Sprache und Regierung gehört. Doch das einst homophobe Land verändert sich. „Uns gibt es!“ – Dieser Slogan in Großbuchstaben fiel sofort ins Auge ...
  • Zwei von Millionen

    Georgios und ich sind eine griechisch-deutsche Lebensgemeinschaft. Wir haben uns gefunden weil für für ähnliche politische Ziele kämpften. Vor zwei Jahren war das. Es war die Zeit, in der die Spanier ihre ersten großen Demonstrationen und Besetzungen abhielten. Im damaligen Irc-channel #greekrevolution vernetzten sich Georgios und ich für Protest und Informationsaustausch ...
  • „We are fighting for ourselves, to be free”

    Von Maximilian Jablonowski
    Letztes Jahr war es dreißig Jahre her, dass mit dem Asylverfahrensgesetz eine Reihe von Maßnahmen kodifiziert wurden, die zur Beschleunigung der Asylverfahren sowie der Verschlechterung der Lebensbedingungen von Flüchtlingen in Deutschland dienen sollten. Ziel war es, Flüchtlinge mit repressiver Politik davon abzuhalten nach, Deutschland zu kommen ...
  • Hoffnung im geistigen Permafrost

    Von Uwe Schaarschmidt
    Vor einigen Jahren erlitt der Frontman der britischen Rockband Jethro Tull, Ian Anderson, während einer Flugreise eine Thrombose der tieferen Beinvenen, welche ihn fast umgebracht hätte. Seither wirbt er auf seiner Website und in anderen Öffentlichkeiten für das Tragen von Stützstrümpfen auf Langstreckenflügen ...
  • Gesang der Eule

    Von Caren Lay
    „Wir brauchen keine Bildungsreform, sondern eine Bildungsrevolution“, fordert Deutschlands Populärphilosoph Richard David Precht auf dem Klappentext seines neuen Buches. Wer wie ich als eines von wenigen Mädchen ein altsprachliches Jungengymnasium besucht hat, braucht das Buch nicht zu lesen, um zu wissen, dass der Mann recht hat ...
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Artikel aus der Ausgabe Juni 2013
Prager Frühling Juni 2013

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Tod der alten Dame?

Ob PASOK in Griechenland oder die Parti Socialiste in Frankreich, in vielen Ländern sind die Sozialdemokraten zu Kleinstparteien geworden. Auch hierzulande geht’s der SPD alles andere als gut. Was bedeutet die Schwäche der SPD für die Linke? Was für eine sozialistische Europapolitik? Eine Ausgabe über Glanz und Elend der realexistierenden Sozialdemokratie.

Versteckte Gemeinsamkeit

Sie hassen und sie brauchen sich. Die völkische Rechte nutzt islamistischen Terror und neo-salafistische Ideologie zur Selbstermächtigung und zur geistigen Aufrüstung beim Kampf um die Straße. Unsere Autor*innen gehen der Frage nach, woher sich diese „autoritären Revolten” speisen, wie ihnen zu begegnen ist und welche Rolle eine emanzipatorische Linke dabei spielen sollte.

Bevor die nächste Blase platzt

In EU und Euroraum erleben wir wie der neoliberale, finanzgetriebene Kapitalismus einfach so weitermacht wie bisher. Was eine linke Antwort ist, kann als umstritten gelten: Rückzug in den nationalstaatlich organisierten Kapitalismus oder eine solidarische und demokratisierte Wirtschaftsordnung in Europa?

Wer ist das Volk?

Populismus als Kommunikationsform und Strategie

Wer ist das Volk in „Wir sind das Volk“? — Wir haben uns in Europa und den Amerikas auf die Suche nach dem Volk der rechten Wutbürger und dem Volk des Linkspopulismus begeben. Gefunden haben unsere AutorInnen populistische Elemente in der repräsentativen Demokratie und einen radikaldemokratische Impetus des Linkspopulismus. In den Beiträgen werden Fragen nach der (Un)Möglichkeit des Pluralismus innerhalb linkspopulistischer Strategien und nach der Realpolitik des Populismus an der Macht gestellt.

Angst essen Seele auf

Terror, Gewalt, Kriminalität — SicherheitspolitikerInnen behaupten darauf eine Antwort zu haben. Aber was war eigentlich noch mal die Frage? Unsere AutorInnen haben versucht herauszufinden, was das eigentlich ist: Sicherheit. Sie haben sich an Antworten darauf versucht, ob es eine linke und emanzipatorische Sicherheitspolitik geben kann und worin diese eigentlich bestehen sollte.

This is a movement

Die Neuaushandlung von Bewegungsfreiheit und Grenzregimen

Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen. … oder höchstens eine ganz kleine vielleicht oder einen Zaun aus Natodraht. Die selektive Abschottung des „Raums der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts“ nach außen ist in seiner bisherigen Form gescheitert. Unsere AutorInnen intervenieren in diese Neuaushandlung zentraler Fragen von Nationalstaatlichkeit, globalen Rechten und Demokratie ...

Krieg und Frieden

Weltinnenpolitik und die Zukunft ziviler Konfliktbearbeitung

Putinversteherin und Faschistenfreund – in Diskussionen über den Umgang mit bewaffneten Konflikten, wird schnell auch rhetorisch scharf geschossen. In seiner neuen Ausgabe fragt prager frühling wie eigentlich linke Weltinnenpolitik geht und wie eine Neuerfindung des politischen Pazifismus ins Werk zu setzen wäre.

So nicht!

Demokratie als Praxis

Griechenland hat die Austeritätspolitik abgewählt - durchgesetzt hat dies eine linke soziale Bewegung auf den Straßen und Plätzen. Ohne die enge Verzahnung mit Syriza als parlamentarischer Verlängerung wäre dies nicht möglich gewesen. In Dresden hingegen marschiert mit Pegida eine neue APO von rechts und mit der AfD rückt eine neue Rechtspartei in die Parlamente ein. Genügend Gründe also sich mit den Formatierungen parlamentarischer Demokratie zu beschäftigen. Spielräume für emanzipatorische Kämpfe zu ergründen und Beschränkungen einer Politik im Zählverein zu analysieren.

No Future?!

Not this Future!

Elendig lange scheint es her, dass Francis Fukuyama en passant mit dem Ende der Geschichte auch das Ende des Zukunftsdenkens ausgerufen hat. Elendig ist das gegenwärtige Zukunftsdenken auch nach dem Ende dieses „Endes der Geschichte“. In Politik, Wissenschaft und Literatur ist der Bedeutungshorizont von Zukunft auf die Begrifflichkeiten der Versicherungsmathematik zusammengeschrumpft. Der Versuch einer Rettung

Common Sense?!

Von Sinn und Eigensinn der Commons

Emanzipatorische Alternative jenseits von Markt und Staat oder nur Lückenbüßer für vormals staatlich organisierte Aufgaben? Unsere Autor*innen haben sich auf die Suche nach heutigen Commons gemacht. Im ersten Teil der Ausgabe haben sie die Kontaktzonen zum Markt, Staat und Care-Ökonomien besichtigt und theoretisch vermessen. Im zweiten Teil der Ausgabe haben sie Gemeinschaftsgärten durchstreift sowie an „Energietischen“ gesessen, um Kämpfe um Commons zu dokumentieren.

Feiern, wie sie fallen?!?

Über das Verhältnis von Opponieren, Regieren und Protestieren

Die heilige Dreifaltigkeit der Linken ist die Trinität aus Protestieren, Opponieren, Mitregieren. Bei der Frage, in welcher Beziehung die drei stehen, gerät die Gemeinde oft ins Stammeln und die politischen Theologen antworten mit dürren Dogmen. Unsere AutorInnen haben zunächst gefragt, wo er ist, der ominöse Ort der Macht und sind ihm dann mit steilen Thesen auf den Leib gerückt.

Wo Strom ist, ist Widerstand

Digitaler Protest und elektronische Demokratie

Unsere AutorInnen fragen sich, ob die Schwarmintelligenz den Cybersexismus überwinden kann und wo genau die Grenzen des digitalen Medienbaukastens verlaufen. Kai van Eikels analysiert die Ideologie des „Nerds“ und Mathias Schindler erklärt, wie es mit Wikipedia weitergeht. In den Feminismen gibt Dr. Lady Bitch Ray dem Feminismus der ersten Welle einen fetten Zungenkuss, während Stefan Gerbing in der ersten Hurenzeitung der Weimarer Republik geblättert hat.

Burn-out den Verhältnissen

… oder die Revolution kommt immer zu spät

Nein, ihr habt’s wieder falsch verstanden! Entschleunigung heißt nicht Breitbandrossel, liebe Telekom. Und Du, Frankfurter Polizei: Die Entdeckung der Langsamkeit meint nicht, zehn Stunden Zwangsentschleunigung im Kessel. In der Stress-Ausgabe prager frühling geht’s, darum wie man es richtig macht.

Essen und gegessen werden

Erst so ein Fressen und dann auch noch Moral!

Der Realsozialismus ist auch auf der Speisekarte gescheitert: Als Diktatur des schlechten Geschmacks. Die Verhältnisse an kapitalistischen Tafel sind nicht weniger ungenießbar. Tausch von ökonomischem und sozialem Kapital geht vor. Wenn Renate Künast eine Flasche fairen Bio-Orangensaft kauft, geht locker das Tagesbudget eines Hartz-IV beziehenden Kindes über die Theke ...

Battlen statt Betteln.

prager frühling entwickelt die neue soziale Idee!

Die neue Ausgabe des prager frühling erscheint am 26.10.2012 und kann hier bestellt werden.Im Schwerpunkt geht es diesmal um die „Neue soziale Idee“ und damit die Frage nach emanzipatorischen Potentialen, aber auch den Grenzen einer linken Sozialpolitik.

Autoritäres Krisenregime

Deutsche Euros rollen wieder …

Und in Berlin singen die Ultras von der FDP gemeinsam mit den Polithools vom rechten Rand: „Protektorat statt Europarat!“ Wird in Griechenland bald mehr als nur Deutsch gesprochen? Unsere AutorInnen stellen sich dem Einmarsch entgegen. Lucas Oberndorfer analysiert den autoritären Wettbewerbsetatismus als Krisenbearbeitungsstrategie ...

Sex! Sex! Sex!

Über die schönsten Nebenwidersprüche der Welt

Von wegen „schönste Nebensache“ der Welt. Sex ist diesmal der Schwerpunkt unseres Heftes. Während uns die Starsoziologin Eva Illouz über den Zusammenhang von Kapitalismus und Partnerwahl aufklärt, analysiert Kathy Meßmer Intimchirurgie als widersprüchliche Praxis. Außerdem im Schwerpunkt: ...

Affentanz um Nahost

Nichts sehen, nichts hören, laut brüllen — geht die Linke über den Jordan?

Ach diese Linken! Sie wissen genau, wie es Frieden zwischen Ramallah und Tel Aviv geben kann und sie brüllen es heraus – in Düsseldorf und Frankfurt. Während die Einen schreien: „Straßenschlacht in Ramallah, die Panzer sind die Antifa“, brüllen die Anderen: „Intifada bis zum Sieg ...

Reinheitsverbot

Parallel sind immer die Anderen!

prager frühling stößt an: ein Prosit den Parallelgesellschaften! Schon klar, Integration fordert immer die Anderen. Deshalben sagen wir: "Erst wenn Efes sich ins deutsche Biersortiment eingegliedert hat und ein Hefeweizen anbietet, werdet ihr merken, dass man so etwas nicht trinken kann." Wie aber geht sozialistischer Antirassismus? Etienne Balibar, Nichi Vendola und viele andere versuchen sich in Antworten ...

Im Zweifel Dagegen!

Schwerpunktheft Dissidenz und ziviler Ungehorsam

Dissidenz und ziviler Ungehorsam sind die Hefe linker Politik. Kann Sie auch Schmiermittel des Kapitalismus sein? Wo schlägt Subversion in unpolitischen Abweichungsfetisch um? Unsere Autor_innen schauen nach, diskutieren und polemisieren.

com.munismus. komm!

Auf dem Weg zum Wissenskommunismus

Ist geistiges Eigentum Diebstahl? Stellen Raubkopien das Ergebnis von Aneignung oder eine besonders perfide Ausbeutung des Kreativproletariats dar? Darüber diskutieren in unserem Heft u.a. Michael Hardt, Cornelia Koppetsch, Sabine Nuss und Stefan Meretz. Digital Natives diskutieren die Implikationen der Digitalisierung von Demokratie ...

Crossover

Gegenmacht oder gegen Macht?

„Crossover“ ist der Versuch, eine Diskussion über politische Kooperation von sozialistischen, grünen und sozialdemokratischen Positionen in Gang zu setzen, deren Ergebnis hegemoniefähige progressive Reformprojekte werden sollen. So nahe liegend dies angesichts des Niedergangs der neoliberalen Ära ist, so blockiert ist diese Perspektive dennoch ...

Klimawandel und Gesellschaftsveränderung

System change not climate change!

Den politischen Gemütszustand unserer Welt beschreibt nichts besser als der alte Kalauer: „Öko? Logisch.“ Niemand schmunzelt mehr drüber, aber alle nehmen den Schenkelklopfer für sich in Anspruch. Dass alles irgendwie auch „öko“ sein müsse, also die Sache mit der Umwelt halt ein Problem sei, ist – logisch – Allgemeinplatz geworden ...

Die Linke und die Nation.

Hattu Nation, muttu entgrenzen

Die Linke und die Nation ist der Schwerpunkt der fünften Ausgabe des prager frühlings. Außerdem beschäftigen wir uns unter dem Motto "balkan beats" mit der Linken in Post-Jugoslawien. Mit dabei sind Thomas Seibert, Julia Bonk, Klaus Höpcke, Michel Albert, Christin Löchner, Lothar Bisky, Ringo Bischoff, Katja Kipping, Andreas Fischer-Lescano und die Band Ego-Tronic ...

Her mit dem schönen Leben!

Infrastruktursozialismus statt Hartz IV

Original sanktionsfrei: Weg mit Hartz IV! Her mit dem schönen Leben! Neben vielen investigativen und weniger investigativen Beiträgen zum Hartz IV-Regime, wollen wir Euch in dieser Ausgabe auch unseren Vorschlag vorstellen, dem Hartz IV-Regime die Forderung nach einem Infrastruktursozialismus entgegen zu setzen ...

Democracy against the machine

Radikaldemokratie statt FdGO

Februar 2009 erschien die dritte Ausgabe des prager frühling. Das Schwerpunktthema ist "Demokratie und Herrschaft" mit Beiträgen und Artikeln von Chantal Mouffe (University of Westminster, London), Jürgen Peters (IG Metall), Colin Crouch, Franziska Drohsel (Juso-Vorsitzende), die Gruppe Soziale Kämpfe, Sonja Buckel (Universität Frankfurt) und viele andere mehr ...

Auf der Suche nach der Ästhetik des Widerstandes

Alles Politur? Zum Verhältnis von Politik und Kultur

Mitte Oktober 2008 kam die zweite Ausgabe von prager frühling, dem neuem Magazin für Freiheit und Sozialismus. Das nächste Heft widmet sich schwerpunktmäßig dem Verhältnis von Politik und Kultur. Ziel der Redaktion ist es, politisches Engagement und Kultur einander näher zu bringen. Dabei geht es nicht um eine Kolonisierung des einen Bereichs durch den anderen ...

Neue Linke: Alles beim Alten?

NeuBegründung als Bruch nach vorn

Der Schwerpunkt der ersten Ausgabe des Magazins prager frühling heißt "Refound: NeuBegründung". Unsere Autorinnen erklären was der "Bruch nach vorn" ist. Mit dabei Frigga Haug, Thomas Seibert, Hans Jürgen Urban, Daniela Dahn und Michel Friedmann.

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