Prager Frühling, Magazin für Freiheit und Sozialismus (www.prager-fruehling-magazin.de)

Redaktionsblog

  • In der Pandemie allein zu Haus

    12.03.2021, Lena Saniye Güngör
    In Pandemiezeiten ist jeder physische Kontakt potentiell gefährdend. Soziale Mobilität muss auf ein Minimum beschränkt werden, um sich und andere zu schützen. Damit ist der Rückbezug auf den eigenen Haushalt eine der zentralen Einschränkungen im privaten Bereich. Für 42% der in Deutschland lebenden Menschen bedeutet das: Mit sich selbst sein ...
  • Für die Freiheit.

    04.03.2021, Kerstin Wolter und Katja Kipping
    Heute ist der Wunsch nach Freiheit wieder besonders virulent. Doch nicht die Freiheit von Krieg, Ausbeutung oder physischer Gewalt ist der Grund, sondern eine weltweite Pandemie, die uns zwingt, unsere gewohnten Freiheiten, allen voran unsere Bewegungsfreiheit, massiv einzuschränken. Auch Rosa Luxemburg hatte dem Wunsch nach Freiheit ihr Leben gewidmet ...
  • Assistenzhunde, Türenknallen und Glücksmomente

    03.03.2021, Katja Kipping
    In Interviews musste ich in diesen Zeiten so manches Mal auf die Frage antworten, wie ich es mit dem Thema Schulöffnungen halte. Ich muss gestehen, bei dem Thema schlagen zwei Herzen in meiner Brust. Aus Infektionsschutzgründen ist die Öffnung der Schulen riskant. Andererseits verschärft Homeschooling die bestehenden sozialen Unterschiede ...
  • Die neue Zeit und die Zukunft des demokratischen Sozialismus

    01.03.2021
    „Die Menschen machen ihre eigene Geschichte, aber sie machen sie nicht aus freien Stücken, nicht unter selbstgewählten, sondern unter unmittelbar vorgefundenen, gegebenen und überlieferten Umständen“ (Marx 1972, 115). Wir leben in einer neuen Zeit ...
  • Die biodeutsche Ideologie – eine Nachlese

    16.07.2020, Stefan Gerbing
    Landesjustizminister*innen haben normalerweise in der öffentlichen Erregungsökonomie keinen herausgehobenen Platz. Während Verkehrsminister*innen Flatterbändchen bei Einweihungen von Umgehungsstraßen durchschneiden und sich Innenminister[1] vor neu angeschafften Wasserwerfern im Blitzlicht sonnen, können Justitias oberste Hüter*innen einem erheblichen Teil der Beamt*innen in ihrem Geschäftsbereich noch nicht mal Anweisungen erteilen ...
  • Vernaldi fehlt

    10.03.2020
    Matthias Vernaldi ist in der Nacht auf Montag gestorben. Vor acht Jahren schrieb er in einem kurzen Text im *prager frühling davon wie der Tod bei ihm schon einmal kurz bei ihm im Raum stand .... und warum er damals unbedingt weiterleben wollte. Schwere Krankenheiten und medizinische Notfälle gab es danach noch viele ...
  • Man müsste Franz Beckenbauer aus dem DFB ausschließen

    19.03.2019
    Um den Fall Özil zu verstehen, muss man erstens wissen, dass Mesut Özils Entscheidung für Deutschland zu spielen ein Novum war. Wie andere Spieler mit türkischem Migrationshintergrund war er vom türkischen Fußballverband begehrt. Aber selbst vor zehn Jahren war es noch keineswegs üblich, dass sich Fußballtalente mit türkischem Migrationshintergrund, die hier aufgewachsen sind, dem DFB anschließen. Die Entscheidung fiel ihm nicht leicht, aber - so man seiner Autobiografie glauben schenkt - war er stolz auf die Entscheidung für die deutsche Nationalmannschaft.
  • Unterwerfung

    18.02.2019, Dietrich Schulze-Marmeling
    „Man legt die Füße nicht auf den Tisch, man rülpst nicht beim Essen, und man nennt die zwölf schlimmsten Jahre der deutschen Geschichte nicht einen ‚Vogelschiss‘. Das ist nicht nur aus der Sicht der Nazi-Opfer – der Juden, der Zigeuner, der Homosexuellen, der Widerstandskämpfer, der Deserteure – eine schwere Sünde ...
  • Umschalten, Genoss*innen!

    22.01.2018, Redaktion *prager frühling
    Eine Linke, die für Gleichheit, Freiheit, Gerechtigkeit und eine solidarische Transformation streitet, muss sich zwangsläufig auch zum Faktum der Migration verhalten. Die wachsende globale Ungleichheit führt dazu, dass der Lebensort mittlerweile signifikantester Indikator für die Höhe des Einkommens eines Menschen — entscheidender noch als Klassenzugehörigkeit — ist ...
  • Nachruf: Christina Ujma

    05.07.2016
    Am 28.5.2016 verstarb in ihrem 56. Lebensjahr unsere Autorin und Genossin Christina Ujma. Während ihres Studiums in Marburg engagierte sich Christina bei den Jungsozialisten in der SPD, von 1986 bis 1988 gehörte sie dem Juso-Bundesvorstand an, und von 1987 bis 1992 war sie Mitglied der Redaktion des »Sozialist«, den der Göttinger Kreis marxistischer Sozialdemokraten herausgab ...
  • Macht und Ohnmacht des transnationalen Proletariats

    23.05.2016, Kolja Möller
    Die Geflüchteten sind das Proletariat unseres Zeitalters. Sie setzen die Systemfrage auf die Tagesordnung: Das Verdrängte des globalisierten Kapitalismus, seine katastrophalen ökonomischen, geopolitischen und ökologischen Folgen schlagen zurück. Wie in einem Brennglas verdichten sich diese Zusammenhänge am Schicksal der Geflüchteten ...
  • Election-Day

    20.04.2016, Judith Kainer und Thomas Lohmeier
    Große Betriebssamkeit im Headquarter der WFP. Jeder Arbeitsplatz, jeder Stuhl, jedes Sofa ist besetzt. Unablässig läuten Telefone. Überall wird gesprochen, sich beraten, freiwillige Helfer*innen werden für die letzten Stunden dieses Wahlkampfes in ihre Tätigkeit eingewiesen.
  • Feel the strike

    19.04.2016, Judith Kainer und Thomas Lohmeier
    Die Politisierung der US-amerikanischen Gesellschaft zeigt sich nicht nur angesichts der Bernie-Kampagne. In New York und vielen anderen Orten im Nordosten der USA streiken seit einer Woche die Arbeiter des Telekommunikationsunternehmens Verizon. Mit rund 40.000 Streikenden, ist der Ausstand einer der größeren in der jüngeren US-Geschichte.
  • Welcome to the political revolution?

    18.04.2016, Judith Kainer und Thomas Lohmeier
    Es ist das Event, auf das viele Bernie-Unterstützer*innen in New York hinfiebern: die Bernie-Rally im Prospect Park in Brooklyn.
  • 5:1 für Bernie

    17.04.2016, Judith Kainer und Thomas Lohmeier
    Punktsieg für Bernie Fünf klare Bekenntnisse für ihn, nur eines für Hillary bei den registrierten Wähler*innen im Süden Brooklyns. Ein überzeugendes Ergebnis - nur ist es leider nicht repräsentativ.
  • Bernie makes it easy

    16.04.2016, Judtih Kainer und Thomas Lohmeier
    Die Aktivist*innen der Working Families Party (WFP) rechnen nicht wirklich damit, dass Bernie die Primaries in New York gewinnen kann. Ein Rückstand in den meisten Umfragen von über 10% ist in wenigen Tagen auch kaum aufzuholen. Dabei muss er New York am kommenden Dienstag gewinnen, soll die sowieso nur theoretische Chance zur Nominierung der Präsidentschaft bestehen bleiben.
  • Kann man Flüchtlinge unterstützen UND den Kapitalismus kritisieren?

    17.09.2015, Tobias Schulze
    Harald Martenstein hat eine Kolumne unter der Überschrift „Ohne Reiche gäbe es keinen Sozialstaat“ nach einem bewährten Muster verfasst: Pappkameraden aufbauen und dann mit scharfen Schüssen zerlegen. In diesem Fall stellte er die These auf, dass manche derjenigen, die sich für Flüchtlinge engagieren, gleichzeitig auch Kritiker des Kapitalismus seien. Er belegt das zwar nicht, aber ein Beleg würde den Pappkameraden ja auch nur unnötig belasten.
  • Der Eindimensionale wird 50.

    26.10.2014, Thomas Lohmeier
    Der “Eindimensionale Mensch” wird fünfzig. Gefeiert wird hier kein besonders einfältiges Exemplar der Gattung, die sich eine gesellschaftliche Ordnung mit systematischer Umweltzerstörung, Krieg und Ausbeutung eingerichtet hat, sondern ein Buch. Ein Buch, das vor eben diesen fünfzig Jahren eine Generation ergriff, die angeregt durch seine Lektüre gegen Entfremdung, Ausbeutung und den Krieg in Vietnam zu rebellieren begann und deren Marsch, der irgendwann durch die Institutionen führen sollte, auch dort endete, wogegen er sich richtete: in der verwalteten Welt.
  • Linke Parteien leben nicht vom Protest

    11.04.2014, Horst Kahrs
    Die „Thesen zur Dialektik von Renitenz und Regierung“ der Ausgabe #18 wurden im Netz heiß diskutiert. Verschiedene Autor_innen haben begonnen die Thesen mal kritisch, mal zustimmend zu kommentieren. Die entstandenen Texte werden hier in loser Folge veröffentlicht. Den ersten Aufschlag machte Jasmini Siri mit ihrem Beitrag „Die (Un-)Möglichkeit kritischer Organisation“. Ihr folgte Mario Candeias mit „Linksparteien – multiple Persönlichkeiten oder lebendige Organismen?“ und Joachim Bischoff und Björn Radke mit Parteien links der Sozialdemokratie. Im aktuellen Beitrag reagiert Horst Karhs, Mitarbeiter am Institut für Gesellschaftsanalyse der RLS, auf die fortlaufende Diskussion.
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