Prager Frühling, Magazin für Freiheit und Sozialismus (www.prager-fruehling-magazin.de)

sarrazin und kein ende.

Oder: Warum sein „Fall“ für die Linke von strategischer Bedeutung ist.

Dr. Thomas Seibert

Für sich genommen ist Thilo Sarrazin ohne jedes Interesse. Wenn sein „Fall“ dennoch unbedingt ernst genommen werden muss, dann weil die Linke nur von ihm her die Alternative formulieren kann, mit deren Wahl oder Abwahl sich die Gesellschaft nach links oder nach rechts entscheiden wird. Relevant sind deshalb auch nicht die Auslassungen des Volks-Wirts, sondern das Versagen der SPD-Führung, ihm angemessen zu antworten. Statt Sarrazin politisch so unmissverständlich zu widersprechen, dass er von sich aus das Weite gesucht hätte, flüchtete die SPD im ersten Zug ins im Kern unpolitische Parteiausschlussverfahren. Verschreckt durch die Deckung, die Sarrazin aus der eigenen Basis gewährt wurde, verzichtete sie im zweiten Zug dann aber noch auf die bloß bürokratische Klarstellung und war sich dabei nicht zu schade, vom Fortschritt auf einem „klugen Weg“ (Andrea Nahles) daherzufaseln. Im dritten Zug setzte der Parteivorstand schließlich den Blinker zur anderen Seite und verordnete den Führungsgremien eine Migrant/innenquote von 15%. Allerdings blieb man auch da unfähig zur politischen Positionierung und sicherte die Mehrheit nur im „Basta!“-Stil Schröders. Sarrazins Kommentar: „Je migrantischer diese Leute eingestellt sind, desto weniger neigen sie dazu, Probleme oder Schwierigkeiten objektiv zu sehen.“ Dabei gab er noch einmal zu Protokoll, dem Parteivorstand gegenüber „kein Wort von den Aussagen seines Buches zurückgenommen“ zu haben (taz, 05.05. 2011).

Der Kern des Problems

So erbärmlich der freie Fall der SPD-Führung in einen kaum weiter zu entleerenden Opportunismus und so widerwärtig jede Wortmeldung des noch-immer-sozialdemokratischen Rassen- und Klassenkämpfers ist: der politische Punkt der peinlichen Posse liegt in dem Faktum, dass laut aktueller Forsa-Umfrage 49% der SPD-Wähler/innen dem Verbleib des Kerls in der Partei aus vollem Herzen zustimmen. Zu ihnen sind dann die Wähler/innen der politischen Rechten, ein vermutlich nicht allzu geringer Teil der Wähler/innen der LINKEN und schließlich eine erhebliche Schar aus der wachsenden Menge der Nicht-Wähler/innen hinzuzurechnen. Zählt man das zusammen, wird deutlich, wie schnell es hier ebenso zugehen kann wie in den europäischen Ländern, in denen offen rassistische Formationen wie die „Wahren Finnen“, Front National, die Freiheitlichen, Fidesz oder die Lega Nord längst zu den stärksten der Parteien gehören. Soweit die Lage.

Sofern im Opportunitätskalkül der SPD jenseits der verzweifelten Sorge um Amt und Gehalt ein politischer Rest verbleibt, liegt dessen Bedeutung in dem Umstand, auch in den Gewerkschaften und von vielen LINKEN und Grünen geteilt zu werden. Leitend ist dabei die Annahme, das Aufkommen eines organisierten Rassismus durch pädagogische Vorab-Einbindung zu verhindern: Man will „die Leute“ nicht verschrecken, sondern durch volks-parteiliches „Abholen“ an der Drift nach rechts hindern. Dem dient dann auch die Teilnahme an der „Integrations“-Debatte – an der sich deshalb auch der Widersinn der ganzen Strategie aufweisen lässt. Denn tatsächlich zielen die Machttechnologien der „Integration“ allein darauf, widerständige Subjekte durch zuletzt auch strafrelevante Identifikation als „nicht-integriert“ oder gar „integrationsunwillig“ vom funktions- und verwertungsfähigen Teil der hier lebenden nicht-deutschen Menschen auszusondern und dann der Sonderbehandlung zuzuführen – wobei der Unterschied zwischen „fordern und fördern“ vom konkreten Verhalten der „Einzeltäter/in“ abhängt und deshalb gern auch unter Mitwirkung ausgesucht wohlintegrierter Einwander/innen entschieden wird.

Was tun?

Wenn die „Integrations“-Debatte im „Fall Sarrazin“ ihr Geheimnis offen legt, dann deshalb, weil sie nicht nur die eigensinnige Logik rassistischer Ausgrenzung anzeigt, sondern auch deren Einpassung in das allgemeine Funktionieren neoliberaler Disziplin und Kontrolle. Denn tatsächlich wird an den „nicht-integrierten“ und „integrationsunwillen“ Migrant/innen eingeübt, was in selbstverständlich gradueller Abstufung allen drohen wird, die nicht verwertet werden können: Wer gar nicht passt, fällt raus, alle anderen werden je nach Dienstbarkeit gefördert und/oder gefordert. Für die allgemeine Zustimmung zu diesem Verfahren sorgt der neoliberalisierte Nationalismus, der die Zugehörigkeit zur Nation primär am Leistungswillen festmacht und arbeitsfähige Einwander/innen deshalb ebenso einschließen kann wie er sozialschmarotzerische Blutsdeutsche nötigenfalls ausschließen wird. Schon von daher wurden Sarrazins Ausflüge in die Genetik von der breiten Anerkennung seines „Problembewusstseins“ ausdrücklich ausgenommen.

Von links her kann das Ko-Funktionieren von neoliberaler Kontroll- und rassistischer Ausgrenzungsgesellschaft nur im solidarischen Bezug auf die migrantische Erfahrung zurückgewiesen werden: Nicht, um Migrant/innen zum emanzipatorischen Subjekt oder auch nur zu „besseren Menschen“ zu romantisieren, sondern weil die Verteidigung und mehr noch die Durchsetzung ihrer Rechte der strategische Ausgangspunkt wie die strategische Probe einer Demokratisierung der zunehmend autoritären Verhältnisse sind. Dies ist so, weil sich in der Zurückweisung des „Integrations“-Zwangs der Zusammenschluss von Demokratie- und sozialer Frage zum Zusammenschluss des Kampfs um bedingungslose Bürger/innenrechte mit dem Kampf um bedingungslose soziale Rechte konkretisiert: Allein der freie und gleiche Zugang zur Bürger/innenschaft garantiert die Allgemeinheit der sozialen Rechte. Wenn über die migrantische Erfahrung zugleich gezeigt werden kann, dass der Bogen zu erkämpfender sozialer Rechte vom bedingungslosen Existenzgeld für definitiv alle Bürger/innen über den allgemeinen Mindestlohn und die progressive Arbeitszeitverkürzung bis zur gesellschaftlichen Verfügung über die öffentlichen Güter reichen muss, dann ist auch das kein Zufall, sondern in neoliberaler Lage der einzige Abzweig nach links.

Dr. Thomas Seibert ist Philosoph und Vorstandssprecher des Instituts Solidarische Moderne.


  • Mögen

  • Versenden
  • Ausdrucken

Artikel versenden

Absender

Empfänger

Nutzungsbedingungen*

Ich verpflichte mich zur wahrheitsgemäßen Angabe meiner Daten. Ich weiß sicher, dass der/die Empfänger/in mit dem Empfang der E-Mail einverstanden ist. Ich übernehme die Verantwortung, wenn dies nicht der Fall ist. Zur Entlastung des Websitebetreibers gestatte ich, dass Datum, Uhrzeit, beide E-Mail-Adressen und meine IP-Adresse gespeichert werden. Nicht gespeichert wird die Nachricht an den Empfänger.

Schließen
Artikel aus der Ausgabe Juni 2011
Prager Frühling Juni 2011

Kommentar abgeben

Kommentare

  • ich bin krank

    Kommentar von christo herdelovıce
    geschrieben am 16. Sep 2011 21:56

    geworden nach Lektüre dieses Doktorartikels. Mein lieber Herr Seibertdoktor. Dein Geschreibsel ist reine Abstraktion gemischt mit standardisierten Emotiönchen gemischt mit nicht sehr originellen Hassgefühlen gegen diesen armen Sarrazin den ich nun kurz mal verteidige. 1.Parteiausschlussverfahren erscheint mir ein faschistoides Mittel zum Totschlagen von anderen Meinungen. Diese erste Reaktion der SPDkasper zeigt wie tief die İntoleranz bei deutschen "Linken" sitzt. Der Schwenk dieser "S"partei zeigt welch schwache Führung die SPD hat.
    2.Sarrazin hat sich ein Eigentor mit der genetischen Begründung seiner İmmigrationsskepsis geschossen. Ob das İmmigrantenproblem genetischer oder anderer natur ist bleibt voellig BioWurst.
    3.Hier hat er ja explizit klargestellt dass nicht alle İmmigrantengruppen gleich sind: Asiaten seien keine Problemgruppen
    4.Eine Schuldirektorin aus dem berliner Problemviertel Neukolln hat mir berichtet dass die İntegrationsmassnahmen dort überwiegend gescheitert seien. Eltern kamen nicht zur Sprechstunde usw. İst also was an der Kritik Sarrazins dran, oder?
    5. WARUM bitte sollen alle möglichen Leute in Deutschlannd einwandern können? Um der İndustrie als Arbeiter zu dienen? Dann ist der Fürsprecher des MultiKultizirkus der Sprecher für einen reibungslosen Ausbeutungsmechanismus des sog. Neoliberalismus. MultiKulti ist die kulturelle Basis für das downgraden von Alteuropa auf Entwicklungslandebene. Wenn die İndustrie Leute sucht kann man doch z.B. Ent-beamten. Das würde u a die Schuldensituation entspannen.
    6.was ist nochmal der Vorteil für die indigenes von der grenzenlosen İmmigrationsflut? Mehr Kebabbuden anstatt Currywurst?
    7.İst die Türkei genauso weltoffen wie deutschland? İch sag dir: nein weil ich da lebe. Hier lauft ein Nationalismus von dem selbst die NPD noch was lernen kann.
    8.Dein Artikelchen ist inhaltlich und stilistisch weit unter Niveau von dem was man zB in den Yahooblogs lesen kann.
    Die Linke schafft sich selbst ab mit solchen schwachen Beitragen.
    Gruss aus der türkei, Christo

Stadion, Serien, Sozialismus

Welche Serien sehen Linke, und warum? Warum gehört Beckenbauer aus dem DFB geschmissen und was machen Feine Sahne Fischfilet in Paris? Was haben Soccer und Sozialismus miteinander zu tun und welche Musik würde der klassische Pianist Igor Levit gern bei einer Demo hören? Diese Fragen beantwortet die neue Ausgabe des Magazins für Freiheit und Sozialismus.

Verteidigung des Unabgegoltenen

Die Gegenwart ist reich an Mythen: Die Linke interessiere sich nicht mehr für die Arbeiterklasse und der globale Aufbruch von `68 sei ein Aufstand der ohnehin Privilegierten. Dieser grassierenden Geschichtslosigkeit entgegen rekonstruieren wir das Unabgegoltene des Aufstands im Mai `68 und fragen nach den Folgen der Niederschlagung des Prager Frühling für die Linke in Ost- und Westeuropa ...

Klasse mit Gedöns!

Die politische Linke habe sich die letzten Jahrzehnte zu viel mit Gedöns und zu wenig mit Klassenpolitik beschäftigt, so ist im politischen Feuilleton derzeit häufiger zu lesen. Nur: Stimmt das überhaupt? Und was hieße Klassenpolitik auf der Höhe der Zeit?

Tod der alten Dame?

Ob PASOK in Griechenland oder die Parti Socialiste in Frankreich, in vielen Ländern sind die Sozialdemokraten zu Kleinstparteien geworden. Auch hierzulande geht’s der SPD alles andere als gut. Was bedeutet die Schwäche der SPD für die Linke? Was für eine sozialistische Europapolitik? Eine Ausgabe über Glanz und Elend der realexistierenden Sozialdemokratie.

Versteckte Gemeinsamkeit

Sie hassen und sie brauchen sich. Die völkische Rechte nutzt islamistischen Terror und neo-salafistische Ideologie zur Selbstermächtigung und zur geistigen Aufrüstung beim Kampf um die Straße. Unsere Autor*innen gehen der Frage nach, woher sich diese „autoritären Revolten” speisen, wie ihnen zu begegnen ist und welche Rolle eine emanzipatorische Linke dabei spielen sollte.

Bevor die nächste Blase platzt

In EU und Euroraum erleben wir wie der neoliberale, finanzgetriebene Kapitalismus einfach so weitermacht wie bisher. Was eine linke Antwort ist, kann als umstritten gelten: Rückzug in den nationalstaatlich organisierten Kapitalismus oder eine solidarische und demokratisierte Wirtschaftsordnung in Europa?

Wer ist das Volk?

Populismus als Kommunikationsform und Strategie

Wer ist das Volk in „Wir sind das Volk“? — Wir haben uns in Europa und den Amerikas auf die Suche nach dem Volk der rechten Wutbürger und dem Volk des Linkspopulismus begeben. Gefunden haben unsere AutorInnen populistische Elemente in der repräsentativen Demokratie und einen radikaldemokratische Impetus des Linkspopulismus. In den Beiträgen werden Fragen nach der (Un)Möglichkeit des Pluralismus innerhalb linkspopulistischer Strategien und nach der Realpolitik des Populismus an der Macht gestellt.

Angst essen Seele auf

Terror, Gewalt, Kriminalität — SicherheitspolitikerInnen behaupten darauf eine Antwort zu haben. Aber was war eigentlich noch mal die Frage? Unsere AutorInnen haben versucht herauszufinden, was das eigentlich ist: Sicherheit. Sie haben sich an Antworten darauf versucht, ob es eine linke und emanzipatorische Sicherheitspolitik geben kann und worin diese eigentlich bestehen sollte.

This is a movement

Die Neuaushandlung von Bewegungsfreiheit und Grenzregimen

Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen. … oder höchstens eine ganz kleine vielleicht oder einen Zaun aus Natodraht. Die selektive Abschottung des „Raums der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts“ nach außen ist in seiner bisherigen Form gescheitert. Unsere AutorInnen intervenieren in diese Neuaushandlung zentraler Fragen von Nationalstaatlichkeit, globalen Rechten und Demokratie ...

Krieg und Frieden

Weltinnenpolitik und die Zukunft ziviler Konfliktbearbeitung

Putinversteherin und Faschistenfreund – in Diskussionen über den Umgang mit bewaffneten Konflikten, wird schnell auch rhetorisch scharf geschossen. In seiner neuen Ausgabe fragt prager frühling wie eigentlich linke Weltinnenpolitik geht und wie eine Neuerfindung des politischen Pazifismus ins Werk zu setzen wäre.

So nicht!

Demokratie als Praxis

Griechenland hat die Austeritätspolitik abgewählt - durchgesetzt hat dies eine linke soziale Bewegung auf den Straßen und Plätzen. Ohne die enge Verzahnung mit Syriza als parlamentarischer Verlängerung wäre dies nicht möglich gewesen. In Dresden hingegen marschiert mit Pegida eine neue APO von rechts und mit der AfD rückt eine neue Rechtspartei in die Parlamente ein. Genügend Gründe also sich mit den Formatierungen parlamentarischer Demokratie zu beschäftigen. Spielräume für emanzipatorische Kämpfe zu ergründen und Beschränkungen einer Politik im Zählverein zu analysieren.

No Future?!

Not this Future!

Elendig lange scheint es her, dass Francis Fukuyama en passant mit dem Ende der Geschichte auch das Ende des Zukunftsdenkens ausgerufen hat. Elendig ist das gegenwärtige Zukunftsdenken auch nach dem Ende dieses „Endes der Geschichte“. In Politik, Wissenschaft und Literatur ist der Bedeutungshorizont von Zukunft auf die Begrifflichkeiten der Versicherungsmathematik zusammengeschrumpft. Der Versuch einer Rettung

Common Sense?!

Von Sinn und Eigensinn der Commons

Emanzipatorische Alternative jenseits von Markt und Staat oder nur Lückenbüßer für vormals staatlich organisierte Aufgaben? Unsere Autor*innen haben sich auf die Suche nach heutigen Commons gemacht. Im ersten Teil der Ausgabe haben sie die Kontaktzonen zum Markt, Staat und Care-Ökonomien besichtigt und theoretisch vermessen. Im zweiten Teil der Ausgabe haben sie Gemeinschaftsgärten durchstreift sowie an „Energietischen“ gesessen, um Kämpfe um Commons zu dokumentieren.

Feiern, wie sie fallen?!?

Über das Verhältnis von Opponieren, Regieren und Protestieren

Die heilige Dreifaltigkeit der Linken ist die Trinität aus Protestieren, Opponieren, Mitregieren. Bei der Frage, in welcher Beziehung die drei stehen, gerät die Gemeinde oft ins Stammeln und die politischen Theologen antworten mit dürren Dogmen. Unsere AutorInnen haben zunächst gefragt, wo er ist, der ominöse Ort der Macht und sind ihm dann mit steilen Thesen auf den Leib gerückt.

Wo Strom ist, ist Widerstand

Digitaler Protest und elektronische Demokratie

Unsere AutorInnen fragen sich, ob die Schwarmintelligenz den Cybersexismus überwinden kann und wo genau die Grenzen des digitalen Medienbaukastens verlaufen. Kai van Eikels analysiert die Ideologie des „Nerds“ und Mathias Schindler erklärt, wie es mit Wikipedia weitergeht. In den Feminismen gibt Dr. Lady Bitch Ray dem Feminismus der ersten Welle einen fetten Zungenkuss, während Stefan Gerbing in der ersten Hurenzeitung der Weimarer Republik geblättert hat.

Burn-out den Verhältnissen

… oder die Revolution kommt immer zu spät

Nein, ihr habt’s wieder falsch verstanden! Entschleunigung heißt nicht Breitbandrossel, liebe Telekom. Und Du, Frankfurter Polizei: Die Entdeckung der Langsamkeit meint nicht, zehn Stunden Zwangsentschleunigung im Kessel. In der Stress-Ausgabe prager frühling geht’s, darum wie man es richtig macht.

Essen und gegessen werden

Erst so ein Fressen und dann auch noch Moral!

Der Realsozialismus ist auch auf der Speisekarte gescheitert: Als Diktatur des schlechten Geschmacks. Die Verhältnisse an kapitalistischen Tafel sind nicht weniger ungenießbar. Tausch von ökonomischem und sozialem Kapital geht vor. Wenn Renate Künast eine Flasche fairen Bio-Orangensaft kauft, geht locker das Tagesbudget eines Hartz-IV beziehenden Kindes über die Theke ...

Battlen statt Betteln.

prager frühling entwickelt die neue soziale Idee!

Die neue Ausgabe des prager frühling erscheint am 26.10.2012 und kann hier bestellt werden.Im Schwerpunkt geht es diesmal um die „Neue soziale Idee“ und damit die Frage nach emanzipatorischen Potentialen, aber auch den Grenzen einer linken Sozialpolitik.

Autoritäres Krisenregime

Deutsche Euros rollen wieder …

Und in Berlin singen die Ultras von der FDP gemeinsam mit den Polithools vom rechten Rand: „Protektorat statt Europarat!“ Wird in Griechenland bald mehr als nur Deutsch gesprochen? Unsere AutorInnen stellen sich dem Einmarsch entgegen. Lucas Oberndorfer analysiert den autoritären Wettbewerbsetatismus als Krisenbearbeitungsstrategie ...

Sex! Sex! Sex!

Über die schönsten Nebenwidersprüche der Welt

Von wegen „schönste Nebensache“ der Welt. Sex ist diesmal der Schwerpunkt unseres Heftes. Während uns die Starsoziologin Eva Illouz über den Zusammenhang von Kapitalismus und Partnerwahl aufklärt, analysiert Kathy Meßmer Intimchirurgie als widersprüchliche Praxis. Außerdem im Schwerpunkt: ...

Affentanz um Nahost

Nichts sehen, nichts hören, laut brüllen — geht die Linke über den Jordan?

Ach diese Linken! Sie wissen genau, wie es Frieden zwischen Ramallah und Tel Aviv geben kann und sie brüllen es heraus – in Düsseldorf und Frankfurt. Während die Einen schreien: „Straßenschlacht in Ramallah, die Panzer sind die Antifa“, brüllen die Anderen: „Intifada bis zum Sieg ...

Reinheitsverbot

Parallel sind immer die Anderen!

prager frühling stößt an: ein Prosit den Parallelgesellschaften! Schon klar, Integration fordert immer die Anderen. Deshalben sagen wir: "Erst wenn Efes sich ins deutsche Biersortiment eingegliedert hat und ein Hefeweizen anbietet, werdet ihr merken, dass man so etwas nicht trinken kann." Wie aber geht sozialistischer Antirassismus? Etienne Balibar, Nichi Vendola und viele andere versuchen sich in Antworten ...

Im Zweifel Dagegen!

Schwerpunktheft Dissidenz und ziviler Ungehorsam

Dissidenz und ziviler Ungehorsam sind die Hefe linker Politik. Kann Sie auch Schmiermittel des Kapitalismus sein? Wo schlägt Subversion in unpolitischen Abweichungsfetisch um? Unsere Autor_innen schauen nach, diskutieren und polemisieren.

com.munismus. komm!

Auf dem Weg zum Wissenskommunismus

Ist geistiges Eigentum Diebstahl? Stellen Raubkopien das Ergebnis von Aneignung oder eine besonders perfide Ausbeutung des Kreativproletariats dar? Darüber diskutieren in unserem Heft u.a. Michael Hardt, Cornelia Koppetsch, Sabine Nuss und Stefan Meretz. Digital Natives diskutieren die Implikationen der Digitalisierung von Demokratie ...

Crossover

Gegenmacht oder gegen Macht?

„Crossover“ ist der Versuch, eine Diskussion über politische Kooperation von sozialistischen, grünen und sozialdemokratischen Positionen in Gang zu setzen, deren Ergebnis hegemoniefähige progressive Reformprojekte werden sollen. So nahe liegend dies angesichts des Niedergangs der neoliberalen Ära ist, so blockiert ist diese Perspektive dennoch ...

Klimawandel und Gesellschaftsveränderung

System change not climate change!

Den politischen Gemütszustand unserer Welt beschreibt nichts besser als der alte Kalauer: „Öko? Logisch.“ Niemand schmunzelt mehr drüber, aber alle nehmen den Schenkelklopfer für sich in Anspruch. Dass alles irgendwie auch „öko“ sein müsse, also die Sache mit der Umwelt halt ein Problem sei, ist – logisch – Allgemeinplatz geworden ...

Die Linke und die Nation.

Hattu Nation, muttu entgrenzen

Die Linke und die Nation ist der Schwerpunkt der fünften Ausgabe des prager frühlings. Außerdem beschäftigen wir uns unter dem Motto "balkan beats" mit der Linken in Post-Jugoslawien. Mit dabei sind Thomas Seibert, Julia Bonk, Klaus Höpcke, Michel Albert, Christin Löchner, Lothar Bisky, Ringo Bischoff, Katja Kipping, Andreas Fischer-Lescano und die Band Ego-Tronic ...

Her mit dem schönen Leben!

Infrastruktursozialismus statt Hartz IV

Original sanktionsfrei: Weg mit Hartz IV! Her mit dem schönen Leben! Neben vielen investigativen und weniger investigativen Beiträgen zum Hartz IV-Regime, wollen wir Euch in dieser Ausgabe auch unseren Vorschlag vorstellen, dem Hartz IV-Regime die Forderung nach einem Infrastruktursozialismus entgegen zu setzen ...

Democracy against the machine

Radikaldemokratie statt FdGO

Februar 2009 erschien die dritte Ausgabe des prager frühling. Das Schwerpunktthema ist "Demokratie und Herrschaft" mit Beiträgen und Artikeln von Chantal Mouffe (University of Westminster, London), Jürgen Peters (IG Metall), Colin Crouch, Franziska Drohsel (Juso-Vorsitzende), die Gruppe Soziale Kämpfe, Sonja Buckel (Universität Frankfurt) und viele andere mehr ...

Auf der Suche nach der Ästhetik des Widerstandes

Alles Politur? Zum Verhältnis von Politik und Kultur

Mitte Oktober 2008 kam die zweite Ausgabe von prager frühling, dem neuem Magazin für Freiheit und Sozialismus. Das nächste Heft widmet sich schwerpunktmäßig dem Verhältnis von Politik und Kultur. Ziel der Redaktion ist es, politisches Engagement und Kultur einander näher zu bringen. Dabei geht es nicht um eine Kolonisierung des einen Bereichs durch den anderen ...

Neue Linke: Alles beim Alten?

NeuBegründung als Bruch nach vorn

Der Schwerpunkt der ersten Ausgabe des Magazins prager frühling heißt "Refound: NeuBegründung". Unsere Autorinnen erklären was der "Bruch nach vorn" ist. Mit dabei Frigga Haug, Thomas Seibert, Hans Jürgen Urban, Daniela Dahn und Michel Friedmann.

Sprungmarken: Zum Seitenanfang, Zur Navigation, Zum Inhalt.