Prager Frühling, Magazin für Freiheit und Sozialismus (www.prager-fruehling-magazin.de)

Wo Strom ist, ist Widerstand

Digitaler Protest und elektronische Demokratie

Wir glaubten an die Kraft des gedruckten Wortes, deswegen haben wir vor einem halben Jahrzehnt den prager frühling gegründet. Nach vielen lebhaften Diskussionen und 16 Ausgaben später, glauben wir nur noch ans Wort, genauer: an das geschriebene.

Die linke Publikationslandschaft hat sich verändert. Die berühmten blauen Bände der Marx-Engels-Gesamtausgabe verkleinern den Wohnraum des Lumpenprekariats nicht mehr um volle zwei Regalmeter, sondern passen als PDF auf einen USB-Stick. Mobilisierung für Protest findet mittlerweile nicht mehr über Flugblätter, sondern über’s Web 2.0 statt. Unsere AutorInnen fragen sich, ob die Schwarmintelligenz den Cybersexismus überwinden kann und wo genau die Grenzen des digitalen Medienbaukastens verlaufen. Kai van Eikels analysiert die Ideologie des „Nerds“ und Mathias Schindler erklärt, wie es mit Wikipedia weitergeht. In den Feminismen gibt Dr. Lady Bitch Ray dem Feminismus der ersten Welle einen fetten Zungenkuss, während Stefan Gerbing in der ersten Hurenzeitung der Weimarer Republik geblättert hat.

Unser sächsischer Landeskorrespondent Uwe Schaarschmidt hat dem Grauen tief ins Auge geblickt und dessen Schwingungen tief in seine Gehörgänge gelassen. Wenn Sie schon immer wissen wollten, was Ministerpräsident Stanislaw Rudi Tillich aus Neudörfel bei Kamenz mit „De Randfichtn“ gemein hat, sollte es lesen. (Triggerwarnung!)

Das tolle Coverfoto verdanken wir Mark von den Kameradisten.

  • Slactivists of the world, unite!

    Prager frühling erscheint diesmal als Online-Ausgabe. Das Medium ist die Botschaft: Papier, wir schätzen Dich, aber die Zukunft ist digital. Unsere Botschaft ist allerdings weniger binär als ihr Medium. Unsere Autor_innen erkunden in dieser Ausgabe die Ambivalenzen des digitalen Zeitalters in Hinsicht auf soziale und individuelle Emanzipation, Aktivismus und linke Medienarbeit im Netz und die Redaktion rahmt die Ausgabe wie immer mit den Thesen: diesmal ausnahmsweise mit binärer Nummerierung ...
  • Gretchenfrage:

    Bodo Ramelow, Netzbeauftragter der Partei DIE LINKE: Kurz bevor mich die Anfrage nach diesem Text erreichte, ist etwas geschehen, was als Indiz für das hier behandelte Thema gelten mag: Die „Washington Post“, Qualitätszeitung von Weltruf, die 1974 US-Präsident Nixon zu Fall brachte, ist für gerade 250 Mio ...
  • Im Netz der Kontrollgesellschaft

    Von Carolin Wiedemann
    Bevor das Internet allgegenwärtig wurde, inspirierte es zum Träumen. Einem Traum vom virtuellen Raum ohne Herrschaftsverhältnisse und Kontrolle, in dem sich alle als Freie und Gleiche begegnen. Dieser Traum ist geplatzt: Das Netz wird verstärkt reglementiert und überwacht, hier von totalitären Regimes oder Geheimdiensten, da durch Konzerne, die willigen Anbieter_innen und User_innen von Web 2 ...
  • Zwischen geringer Verpflichtungsintensität und grenzenloser Reichweite?

    Thomas Seibert ist Philosoph, seit den 70ern politischer Aktivist und Vorstandssprecher des Instituts Solidarische Moderne. Christoph Bautz ist Geschäftsführer von Campact, die nach seiner Einschätzung „größte politische Internet-Organisation Deutschlands“. Thomas Lohmeier ist Redakteur des prager frühlings und hat vor einigen Jahren seine Diplomarbeit zum Thema partizipative Kampagnenführung geschrieben ...
  • Sexismus im Zeitalter des Avatars

    Von Magda Albrecht
    Als ich 2008 anfing, mit Klarnamen als feministische Bloggerin aktiv zu werden, suchte ich nach spannenden Diskussionen und einem neuen Ort für gesellschaftskritische Ideen. Heute, über fünf Jahre später, nach tausenden Beleidigungen, hunderten kräftezehrenden Diskussionen und dutzenden Drohungen ist meine anfängliche Euphorie ziemlich gedämpft ...
  • Die Grenzen des Medienbaukastens

    Von Dieter Rucht
    Wer Botschaften und Aktivitäten für Massenmedien inszeniert, „bedient“ unausweichlich mediale Erwartungen: Dazu gehören Spektakel, Drama, Konflikt, Vereinfachung, Zitierfähigkeit, Unterhaltungswert. Naiv ist dabei die Vorstellung, Akteure, die weder über institutionelle Macht noch über ökonomisches Gewicht verfügen, könnten ein „symbiotisches“ Verhältnis[1] mit den Medien eingehen („Die brauchen das Spektakel, wir liefern es ...
  • LAN-Party links gepolt?

    Von Jörg Braun
    Es gibt mindestens zwei Erzählungen über das Internet, die gegen diese imperialistisch-kapitalistische Wahnmaschine sprechen. Zum einen: Aus einem ehemaligen Militärforschungsprojekt ist mittlerweile ein weltumspannendes Überwachungsnetz geworden, das den Geheimdiensten dieser Welt und insbesondere des kapitalistischen Blocks (allen voran USA und Großbritannien, aber auch Frankreich, Deutschland oder Schweden) dazu dient, Freiheits- und Menschenrechte mit den Füßen treten ...
  • Digital ist besser für‘s Parteileben?

    Während früher die Mitglieder darauf angewiesen war, nach einem Parteitag das Protokoll zu studieren und den Berichten der entsandten Delegierte zu vertrauen, können heute alle zumindest passiv an Parteitagen teilnehmen. Wenn es die Internetverbindungen am Veranstaltungsort und am heimischen Rechner hergeben, kann man selbst bei jenen Parteien Mäuschen spielen, für die das Internet Neuland ist ...
  • Als das Abendland die letzten Male unterging …

    Von Stefan Gerbing
    Frank Schirrmacher warnt vor dem Ende des Qualitätsjournalismus und der Bedrohung kindlicher Seelen durch Internet und Digitalisierung. Von Moralpanik geplagte Laienprediger sehen Schmutz überall. (… und weisen uns via Spiegel-TV darauf hin.) Dem 3satten Bildungsbürger hingegen wird das gedruckte Wort zur antifaschistischen Tat: Die erste Druckplatte der Süddeutschen Zeitung sei schließlich aus der Gussform von „Mein Kampf“ geschmolzen ...
  • Kritik der Unmittelbarkeit

    Von Philipp Schink
    Eine Kritik an der derzeitigen Verfassung real existierender demokratischer Strukturen ist mehr als angebracht. Das gilt für die unzureichende Kontrolle von Regierung und politischer Entscheidungsfindung sowie für die mangelnde Fähigkeit soziale Machtungleichheiten auf der politischen Ebene nicht einfach nur widerzuspiegeln ...
  • „Veröffentlichen, Vervielfältigen und Bearbeiten für jedermann erlaubt“

    Die Wikipedia gilt als bislang erfolgreichstes und viel gelobtes Projekt einer digitalen Wissensallmende. Viele machen mit, alle profitieren. Gibt es noch Entwicklungspotenzial in technischer, sozialer oder kommunikativer Hinsicht? Oder bleibt sie, wie sie ist? Wenn sie sich nicht weiterentwickelt, wird sie irgendwann von etwas anderem abgelöst werden ...
  • nerdpolitik.org

    Von Kai van Eikels
    Frank Rieger vom Chaos Computer Club erklärte bei einer Diskussion zum Thema „Doing Nerd“, Parteipolitik sei ihm zu viel dummes Herumgezanke und zu wenig Anstrengung, Probleme wirklich zu lösen. Falls das die Haltung eines Nerds ist, erzählt sie davon, wie jemand es vorzieht, zuhause zu bleiben und ins Netz zu gehen, weil ihm der Raum namens ‚die Öffentlichkeit‘ genauso wenig Aussichten auf erfolgreiches Handeln zu bieten scheint wie vielleicht früher der Schulhof mit seinen Kloppereien ...
  • Nen fetten Zungenkuss für den Feminismus der ersten und zweiten Welle

    Von Katja Kipping
    prager frühling: Wie möchtest du von mir angesprochen werden? Reyhan: Für dich als Genossin gerne Reyhan, für alle anderen „Dr. Şahin“. pf: Dein Künstlerinnenname Lady Dr. Bitch Ray besteht ja aus scheinbar gegensätzlichen Bezeichnungen … Reyhan: Mein Künstlername vereint verschiedene Frauenrollen, in die ich schlüpfe: in die Rolle der „Lady“, der „Doktorin” und der „Bitch“ ...
  • Patriarchat am Pranger

    Von Stefan Gerbing
    Aus Sicht der Hamburger Kommunistin Ketty Guttman scheiterte mit der Revolution von 1918/19 auch der Umsturz der patriarchalen Geschlechterordnung des Kaiserreichs. Die Schwäche der neuen Republik zeigte sich aus ihrer Sicht gerade an der Situation der Prostituierten. Resigniert und sarkastisch schrieb sie: „Revolution brachte völlige Freiheit des Menschen ...
  • Vielfalt ist Schönheit!

    Von Hanna Wintour
    Parteitage – wie viele andere Parteiveranstaltungen – sind auf der sozialen Ebene eine bizarre Kreuzung zwischen Klassentreffen und Catwalk. Sehen und gesehen werden, Smalltalk, Gossip, Alkohol und Bratwurst – welch explosive Mischung. Klar machen auch wir uns Gedanken, wie wir auf einem Parteitag auflaufen, selbst wenn wir keine großen Reden halten, sondern geduldig den prager-frühling-Stand hüten ...
  • Freiberuflertum zwischen Selbstbestimmung, Selbstausbeutung und Steuererklärung

    pf: Gemeinsam mit Sascha Lobo hast du den Begriff „digitale Bohème“ geprägt. Ihr beschreibt damit neue Arbeitswelten von Medienschaffenden, die sich selbstbewusst für neue Arbeitsformen entscheiden und sich als Avantgarde verstehen. Was ist seitdem aus dieser Avantgarde geworden? Holm Friebe: Es trifft sie das Schicksal aller Avantgarden, sie sickern in den Mainstream ein ...
  • Kapitalismus leicht gemacht

    Von Uwe Schaarschmidt
    In Amerika haben die Proleten Bruce Springsteen und die Dropkick Murphys – in Deutschland haben sie die Toten Hosen und Helene Fischer. Will sich der amerikanische Malocher musikalisch erbauen und sein eigenes Elend wenigstens in tolle Musik verpackt hören, so kann er auf Weltstars bauen und sie in prominenten Arenen bejubeln ...
  • In & Out

    In: Diaspora – die (daten)sichere Alternative zu Facebook Out: Facebook-Statusmeldungen wie „Guter Mann!“ In: Willkommenskultur und dezentrale Unterbringung Out: Residenzpflicht für Flüchtlinge In: Sich immer wieder neu selbst erfinden Out: Aussagen wie „Das haben wir schon immer so gemacht ...
  • Rasant-raffinierte Gesellschaftskritik

    Von Christina Ujma
    Marie-Noëlle Thibault schreibt unter dem Pseudonym Dominique Manotti Wirtschafts- und Politkrimis, die deutsche und europäische Feuilletons regelmäßig zu Begeisterungschören veranlassen. In Frankreich, Deutschland oder Italien landen ihre Thriller häufig auf Bestsellerlisten und sind vielfach mit Krimi- bzw ...
Artikel aus der Ausgabe Oktober 2013
Prager Frühling Oktober 2013

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Bevor die nächste Blase platzt

In EU und Euroraum erleben wir wie der neoliberale, finanzgetriebene Kapitalismus einfach so weitermacht wie bisher. Was eine linke Antwort ist, kann als umstritten gelten: Rückzug in den nationalstaatlich organisierten Kapitalismus oder eine solidarische und demokratisierte Wirtschaftsordnung in Europa?

Wer ist das Volk?

Populismus als Kommunikationsform und Strategie

Wer ist das Volk in „Wir sind das Volk“? — Wir haben uns in Europa und den Amerikas auf die Suche nach dem Volk der rechten Wutbürger und dem Volk des Linkspopulismus begeben. Gefunden haben unsere AutorInnen populistische Elemente in der repräsentativen Demokratie und einen radikaldemokratische Impetus des Linkspopulismus. In den Beiträgen werden Fragen nach der (Un)Möglichkeit des Pluralismus innerhalb linkspopulistischer Strategien und nach der Realpolitik des Populismus an der Macht gestellt.

Angst essen Seele auf

Terror, Gewalt, Kriminalität — SicherheitspolitikerInnen behaupten darauf eine Antwort zu haben. Aber was war eigentlich noch mal die Frage? Unsere AutorInnen haben versucht herauszufinden, was das eigentlich ist: Sicherheit. Sie haben sich an Antworten darauf versucht, ob es eine linke und emanzipatorische Sicherheitspolitik geben kann und worin diese eigentlich bestehen sollte.

This is a movement

Die Neuaushandlung von Bewegungsfreiheit und Grenzregimen

Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen. … oder höchstens eine ganz kleine vielleicht oder einen Zaun aus Natodraht. Die selektive Abschottung des „Raums der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts“ nach außen ist in seiner bisherigen Form gescheitert. Unsere AutorInnen intervenieren in diese Neuaushandlung zentraler Fragen von Nationalstaatlichkeit, globalen Rechten und Demokratie ...

Krieg und Frieden

Weltinnenpolitik und die Zukunft ziviler Konfliktbearbeitung

Putinversteherin und Faschistenfreund – in Diskussionen über den Umgang mit bewaffneten Konflikten, wird schnell auch rhetorisch scharf geschossen. In seiner neuen Ausgabe fragt prager frühling wie eigentlich linke Weltinnenpolitik geht und wie eine Neuerfindung des politischen Pazifismus ins Werk zu setzen wäre.

So nicht!

Demokratie als Praxis

Griechenland hat die Austeritätspolitik abgewählt - durchgesetzt hat dies eine linke soziale Bewegung auf den Straßen und Plätzen. Ohne die enge Verzahnung mit Syriza als parlamentarischer Verlängerung wäre dies nicht möglich gewesen. In Dresden hingegen marschiert mit Pegida eine neue APO von rechts und mit der AfD rückt eine neue Rechtspartei in die Parlamente ein. Genügend Gründe also sich mit den Formatierungen parlamentarischer Demokratie zu beschäftigen. Spielräume für emanzipatorische Kämpfe zu ergründen und Beschränkungen einer Politik im Zählverein zu analysieren.

No Future?!

Not this Future!

Elendig lange scheint es her, dass Francis Fukuyama en passant mit dem Ende der Geschichte auch das Ende des Zukunftsdenkens ausgerufen hat. Elendig ist das gegenwärtige Zukunftsdenken auch nach dem Ende dieses „Endes der Geschichte“. In Politik, Wissenschaft und Literatur ist der Bedeutungshorizont von Zukunft auf die Begrifflichkeiten der Versicherungsmathematik zusammengeschrumpft. Der Versuch einer Rettung

Common Sense?!

Von Sinn und Eigensinn der Commons

Emanzipatorische Alternative jenseits von Markt und Staat oder nur Lückenbüßer für vormals staatlich organisierte Aufgaben? Unsere Autor*innen haben sich auf die Suche nach heutigen Commons gemacht. Im ersten Teil der Ausgabe haben sie die Kontaktzonen zum Markt, Staat und Care-Ökonomien besichtigt und theoretisch vermessen. Im zweiten Teil der Ausgabe haben sie Gemeinschaftsgärten durchstreift sowie an „Energietischen“ gesessen, um Kämpfe um Commons zu dokumentieren.

Feiern, wie sie fallen?!?

Über das Verhältnis von Opponieren, Regieren und Protestieren

Die heilige Dreifaltigkeit der Linken ist die Trinität aus Protestieren, Opponieren, Mitregieren. Bei der Frage, in welcher Beziehung die drei stehen, gerät die Gemeinde oft ins Stammeln und die politischen Theologen antworten mit dürren Dogmen. Unsere AutorInnen haben zunächst gefragt, wo er ist, der ominöse Ort der Macht und sind ihm dann mit steilen Thesen auf den Leib gerückt.

Wo Strom ist, ist Widerstand

Digitaler Protest und elektronische Demokratie

Unsere AutorInnen fragen sich, ob die Schwarmintelligenz den Cybersexismus überwinden kann und wo genau die Grenzen des digitalen Medienbaukastens verlaufen. Kai van Eikels analysiert die Ideologie des „Nerds“ und Mathias Schindler erklärt, wie es mit Wikipedia weitergeht. In den Feminismen gibt Dr. Lady Bitch Ray dem Feminismus der ersten Welle einen fetten Zungenkuss, während Stefan Gerbing in der ersten Hurenzeitung der Weimarer Republik geblättert hat.

Burn-out den Verhältnissen

… oder die Revolution kommt immer zu spät

Nein, ihr habt’s wieder falsch verstanden! Entschleunigung heißt nicht Breitbandrossel, liebe Telekom. Und Du, Frankfurter Polizei: Die Entdeckung der Langsamkeit meint nicht, zehn Stunden Zwangsentschleunigung im Kessel. In der Stress-Ausgabe prager frühling geht’s, darum wie man es richtig macht.

Essen und gegessen werden

Erst so ein Fressen und dann auch noch Moral!

Der Realsozialismus ist auch auf der Speisekarte gescheitert: Als Diktatur des schlechten Geschmacks. Die Verhältnisse an kapitalistischen Tafel sind nicht weniger ungenießbar. Tausch von ökonomischem und sozialem Kapital geht vor. Wenn Renate Künast eine Flasche fairen Bio-Orangensaft kauft, geht locker das Tagesbudget eines Hartz-IV beziehenden Kindes über die Theke ...

Battlen statt Betteln.

prager frühling entwickelt die neue soziale Idee!

Die neue Ausgabe des prager frühling erscheint am 26.10.2012 und kann hier bestellt werden.Im Schwerpunkt geht es diesmal um die „Neue soziale Idee“ und damit die Frage nach emanzipatorischen Potentialen, aber auch den Grenzen einer linken Sozialpolitik.

Autoritäres Krisenregime

Deutsche Euros rollen wieder …

Und in Berlin singen die Ultras von der FDP gemeinsam mit den Polithools vom rechten Rand: „Protektorat statt Europarat!“ Wird in Griechenland bald mehr als nur Deutsch gesprochen? Unsere AutorInnen stellen sich dem Einmarsch entgegen. Lucas Oberndorfer analysiert den autoritären Wettbewerbsetatismus als Krisenbearbeitungsstrategie ...

Sex! Sex! Sex!

Über die schönsten Nebenwidersprüche der Welt

Von wegen „schönste Nebensache“ der Welt. Sex ist diesmal der Schwerpunkt unseres Heftes. Während uns die Starsoziologin Eva Illouz über den Zusammenhang von Kapitalismus und Partnerwahl aufklärt, analysiert Kathy Meßmer Intimchirurgie als widersprüchliche Praxis. Außerdem im Schwerpunkt: ...

Affentanz um Nahost

Nichts sehen, nichts hören, laut brüllen — geht die Linke über den Jordan?

Ach diese Linken! Sie wissen genau, wie es Frieden zwischen Ramallah und Tel Aviv geben kann und sie brüllen es heraus – in Düsseldorf und Frankfurt. Während die Einen schreien: „Straßenschlacht in Ramallah, die Panzer sind die Antifa“, brüllen die Anderen: „Intifada bis zum Sieg ...

Reinheitsverbot

Parallel sind immer die Anderen!

prager frühling stößt an: ein Prosit den Parallelgesellschaften! Schon klar, Integration fordert immer die Anderen. Deshalben sagen wir: "Erst wenn Efes sich ins deutsche Biersortiment eingegliedert hat und ein Hefeweizen anbietet, werdet ihr merken, dass man so etwas nicht trinken kann." Wie aber geht sozialistischer Antirassismus? Etienne Balibar, Nichi Vendola und viele andere versuchen sich in Antworten ...

Im Zweifel Dagegen!

Schwerpunktheft Dissidenz und ziviler Ungehorsam

Dissidenz und ziviler Ungehorsam sind die Hefe linker Politik. Kann Sie auch Schmiermittel des Kapitalismus sein? Wo schlägt Subversion in unpolitischen Abweichungsfetisch um? Unsere Autor_innen schauen nach, diskutieren und polemisieren.

com.munismus. komm!

Auf dem Weg zum Wissenskommunismus

Ist geistiges Eigentum Diebstahl? Stellen Raubkopien das Ergebnis von Aneignung oder eine besonders perfide Ausbeutung des Kreativproletariats dar? Darüber diskutieren in unserem Heft u.a. Michael Hardt, Cornelia Koppetsch, Sabine Nuss und Stefan Meretz. Digital Natives diskutieren die Implikationen der Digitalisierung von Demokratie ...

Crossover

Gegenmacht oder gegen Macht?

„Crossover“ ist der Versuch, eine Diskussion über politische Kooperation von sozialistischen, grünen und sozialdemokratischen Positionen in Gang zu setzen, deren Ergebnis hegemoniefähige progressive Reformprojekte werden sollen. So nahe liegend dies angesichts des Niedergangs der neoliberalen Ära ist, so blockiert ist diese Perspektive dennoch ...

Klimawandel und Gesellschaftsveränderung

System change not climate change!

Den politischen Gemütszustand unserer Welt beschreibt nichts besser als der alte Kalauer: „Öko? Logisch.“ Niemand schmunzelt mehr drüber, aber alle nehmen den Schenkelklopfer für sich in Anspruch. Dass alles irgendwie auch „öko“ sein müsse, also die Sache mit der Umwelt halt ein Problem sei, ist – logisch – Allgemeinplatz geworden ...

Die Linke und die Nation.

Hattu Nation, muttu entgrenzen

Die Linke und die Nation ist der Schwerpunkt der fünften Ausgabe des prager frühlings. Außerdem beschäftigen wir uns unter dem Motto "balkan beats" mit der Linken in Post-Jugoslawien. Mit dabei sind Thomas Seibert, Julia Bonk, Klaus Höpcke, Michel Albert, Christin Löchner, Lothar Bisky, Ringo Bischoff, Katja Kipping, Andreas Fischer-Lescano und die Band Ego-Tronic ...

Her mit dem schönen Leben!

Infrastruktursozialismus statt Hartz IV

Original sanktionsfrei: Weg mit Hartz IV! Her mit dem schönen Leben! Neben vielen investigativen und weniger investigativen Beiträgen zum Hartz IV-Regime, wollen wir Euch in dieser Ausgabe auch unseren Vorschlag vorstellen, dem Hartz IV-Regime die Forderung nach einem Infrastruktursozialismus entgegen zu setzen ...

Democracy against the machine

Radikaldemokratie statt FdGO

Februar 2009 erschien die dritte Ausgabe des prager frühling. Das Schwerpunktthema ist "Demokratie und Herrschaft" mit Beiträgen und Artikeln von Chantal Mouffe (University of Westminster, London), Jürgen Peters (IG Metall), Colin Crouch, Franziska Drohsel (Juso-Vorsitzende), die Gruppe Soziale Kämpfe, Sonja Buckel (Universität Frankfurt) und viele andere mehr ...

Auf der Suche nach der Ästhetik des Widerstandes

Alles Politur? Zum Verhältnis von Politik und Kultur

Mitte Oktober 2008 kam die zweite Ausgabe von prager frühling, dem neuem Magazin für Freiheit und Sozialismus. Das nächste Heft widmet sich schwerpunktmäßig dem Verhältnis von Politik und Kultur. Ziel der Redaktion ist es, politisches Engagement und Kultur einander näher zu bringen. Dabei geht es nicht um eine Kolonisierung des einen Bereichs durch den anderen ...

Neue Linke: Alles beim Alten?

NeuBegründung als Bruch nach vorn

Der Schwerpunkt der ersten Ausgabe des Magazins prager frühling heißt "Refound: NeuBegründung". Unsere Autorinnen erklären was der "Bruch nach vorn" ist. Mit dabei Frigga Haug, Thomas Seibert, Hans Jürgen Urban, Daniela Dahn und Michel Friedmann.

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