Prager Frühling, Magazin für Freiheit und Sozialismus (www.prager-fruehling-magazin.de)

Feiern, wie sie fallen?!?

Über das Verhältnis von Opponieren, Regieren und Protestieren

Die heilige Dreifaltigkeit der Linken ist die Trinität aus Protestieren, Opponieren, Mitregieren. Bei der Frage, in welcher Beziehung die drei stehen, gerät die Gemeinde oft ins Stammeln und die politischen Theologen antworten mit dürren Dogmen.

Unsere AutorInnen haben zunächst gefragt, wo er ist, der ominöse Ort der Macht. Denn bevor man sich fragt, was man macht mit der Macht, muss man sich erst fragen, ob man sie hat, wenn man z.B. regiert. Steingrímur Sigfússon, isländischer Finanzminister auf dem Höhepunkt der Finanzkrise, sagt zwischen den Zeilen, wie stark Ratingagenturen Politik beeinflussen. Thomas Ebermann beschreibt, dass man die Macht auch schon verloren haben kann, bevor es sich in Wahlergebnissen ausdrückt und Serhat Karakayali bestimmt das Verhältnis von Affekt, Vernunft und politischer Klugheit, während Tobias Schulze vier klugen und vor allem erfolgreichen Wegen zur Abschaffung von Studiengebühren aus der Regierung, aus der Opposition und aus sozialen Bewegung heraus, folgt.

Das alles und noch viel mehr, haben wie immer die BürgerkönigInnen aus der Redaktion in den Thesen zusammengebunden.

In der Rubrik Feminismen geht es umdie blinden Flecken des skandinavischen Modells im Umgang mit Sexarbeit und um reproduktive Rechte im Europaparlament, während die AutorInnen der Europaseiten ein Plädoyer für den Sozialtourismus und gegen den Ausstieg aus dem Euro halten. In den Leckerbissen rezensiert Lena Kreck ein Comic über die Festung Europa und Viviana Uriona erklärt, warum die Kritik an Markus Lanz zu kurz greift.

Für das Cover danken wir dem Fotografen Mark Wagner und unserem „Covermodel“, der Journalistin und Behindertenbewegungsaktivistin, Rebecca Maskos.

  • Protest ist kein Taschenmesser

    Von Redaktion
    Funktion von Linksparteien: Linksparteien haben eine zentrale Funktion für zivilgesellschaftliche Präsenz und können im günstigen Fall die Rolle eines historisch-politischen Gedächtnisses übernehmen. Vor allem aber – ganz unabhängig davon, was nun die historische Mission einer linken Partei sein soll – bestimmt sich die Funktion von Parteien über ihre Rolle im politischen System und im bürgerlichen Staat ...
  • Gretchenfrage

    Katharina Schwabedissen Protest leitet sich vom lateinischen „protestor“ ab. Übersetzt bedeutet das „öffentlich bezeugen“. Protest stellt einen Ausdruck der Zurückweisung oder des Widerspruchs gegenüber einer bestimmten Art der Politik dar. Darf also konkret DIE LINKE in einer Regierung Protest gegen die herrschende Politik öffentlich bezeugen? DIE LINKE ist eine sozialistische Partei ...
  • Wir dachten damals, wir könnten den Tiger reiten

    prager frühling: Herr Ebermann, Sie wollten nie regieren. Trotzdem zog es Sie vom Kommunistischen Bund in die Hamburger Bürgerschaft und in den Bundestag. Sie waren sogar Fraktionschef der Grünen. Das hört sich widersprüchlich an. Thomas Ebermann: Vielleicht habe ich damals Sachen übersehen – aber ...
  • Grüne Dialektik

    Von Marcus Meier
    „Haben Sie das Papier gelesen, das ich Ihnen gemailt habe?“, fragt Peter Terium ohne viel Umschweife. Ja, antwortet Peter Altmaier dem Manager, und er habe es sehr interessant gefunden. Vor allem die Passagen zur Bedeutung der heimischen Braunkohle. Terium ist Vorstandsvorsitzender der RWE AG, Altmaier zu diesem Zeitpunkt frisch gekürter Bundesumweltminister ...
  • Die Leidenschaften des Maulwurfs

    Von Serhat Karakayali
    Zwei Wochen nach der erfolgreichen Besetzung des Gezi-Parks in Istanbul stand dessen gewaltsame Räumung kurz bevor. Auf dem Platz diskutierten die AktivistInnen, wie sie sich verhalten sollten. Die Grundzüge dieser Diskussion wird man überall auf der Welt in ähnlicher Weise beobachten können: Während die einen sich eher für einen taktischen und geordneten Rückzug aussprachen, wollten andere die Besetzung um jeden Preis weiterführen ...
  • Was bleibt?

    Von Tobias Schulze
    Der Tabubruch Dass sich die Berliner SPD in eine Koalition mit der Gysi-geführten PDS begab, war damals ein echter Aufreger. Weniger im Osten, da gab es mit Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern bereits Erfahrung und Gewöhnungseffekte. Aber in der Frontstadt West-Berlin und in den alten Bundesländern verursachte das neue Bündnis einen Kulturschock ...
  • Leaken für die Demokratie

    Von Anke Domscheit-Berg
    Es gibt wohl keine Gesellschaftsform, die sich nicht von selbst zum Schlechteren entwickelt, das gilt auch für die Demokratie. Zu einflussreich sind manche Eigeninteressensvertreter*innen, zu ineffektiv die Grenzen, die diesen Einflüssen gesetzt werden. Es sind doch seltsame Zufälle, wenn, knapp drei Wochen nach der Bundestagswahl und ein paar Tage nachdem Angela Merkel erfolgreich die Verschärfung der CO2 Ausstoßgrenzen für Autos in der EU verhindert hatte, die Quandtfamilie (BMW) fast 700 ...
  • Was wollen die Grünen?

    Von Helge Meves
    Die Grünen haben das dritte Mal hintereinander ihr Wahlziel einer Bundesregierung mit der SPD verfehlt. Die SPD ist wie 2005 in einer Koalition mit der CDU. Und die Grünen sind nach Hamburg und dem Saarland nun in Hessen eine Koalition auch mit der CDU eingegangen. Was wollen die Grünen? Und was können sie wollen? Regierungsbeteiligungen verantwortungsethisch Enttäuschung über die Koalitionen von SPD und Grünen mit der CDU sind dennoch fehl am Platze ...
  • Lernt, zu siegen!

    Von Tobias Schulze
    1. Gar nicht erst einführen: Berlin 2003. Berlin war pleite, Kürzungen und Streichungen – auch bei Hochschulen und Kultureinrichtungen an der Tagesordnung. Der Wissenschafts- und Kultursenator von der PDS brauchte jeden Cent für seinen Etat. Da kam die Debatte über neue Steuerungsmodelle in öffentlichen Verwaltungen und Unternehmen zur rechten Zeit ...
  • Über die Proteste gegen die hessischen Studiengebühren

    Von Thomas Winhold
    Am 3. Juni 2008 wurden durch Beschluss der Fraktion der SPD, der Linken und der Grünen im hessischen Landtag die vier Jahre zuvor von Schwarz-Gelb eingeführten Studiengebühren wieder abgeschafft. Dem ging eine heftig geführte Debatte im ganzen Land voraus, an der sich nicht nur die üblichen Verdächtigen beteiligt hatten ...
  • Funktions- und Sozialbereich

    Von Kolja Möller und Jörg Schindler
    Leute, die in linken Parteien mitmachen, sind in der Regel für das Gute. Sie wollen eine bessere Welt. Oder sie brauchen einen Job, was auch verständlich ist. Oder sie suchen Freund_innen. Parteien sind jedoch nicht nur das Spielfeld individueller Selbstinszenierung, sondern hochkomplexe Massenorganisationen ...
  • Hegemonie, das klappt wohl nie?

    Von Redaktion prager frühling
    Eingefleischte Regierungslinke teilen mit veganen AnhängerInnen außerparlamentarischer Opposition die gleiche Fetischisierung des Throns, als Zentrum politischer Herrschaft. Während die einen meinen, es reiche den eigenen Arsch in den Herrschersitz zu heben, um endlich die politische Transformation von oben anordnen zu können, glauben die anderen, dass bereits das Platznehmen die eigene Haltung derart deformiere, dass man selbst zum Arsch wird ...
  • Gesagt wird – Richtig ist

    Gesagt wird: Die SPD hat sich für eine Koalition mit der Linkspartei geöffnet. Richtig ist: Die SPD beschloss auf einem Parteitag, dass sie offen für Koalitionen mit allen anderen Parteien ist – auch der LINKEN. Das ist vor allem der Einsicht geschuldet, dass es für Rot-Grün alleine im Bund nicht reicht ...
  • Edle Retter

    Von Stefan Gerbing
    „Als der Kampf gegen Menschenhandel in der Region Stockholm […] begann, hatten PolizistInnen, SozialarbeiterInnen und StaatsanwältInnen […] die Vorstellung, dass ihre Bemühungen Menschen retten würde, dass die Polizei für Opfer zu den Waffen gegriffen habe, deren Lebensbedingungen die Hölle sind. Für dieses Bemühen erwarteten die HeldInnen eine Dankbarkeit und Zuneigung von den Geretteten ...
  • Mein Bauch gehört nicht mir, sondern einem konservativen Arschloch

    Von Marie Wendland
    Großes Tohuwabohu war am 22. Oktober 2013 bei der Sitzung des Europäischen Parlamentes (EP) in Straßburg angesagt. Grund dafür war der erstmals im Plenum vorgestellte Initiativbericht der portugiesischen Abgeordneten Edith Estrela. Er trug den Namen „Sexuelle und reproduktive Gesundheit und die damit verbundenen Rechte“ ...
  • Der Ausverkauf der Demokratie

    Von Volker Koehnen
    Angesichts der gegenwärtigen Krise des Kapitalismus seit 2007/08, deren Ausläufer noch heute die Gesellschaften und politischen Systeme Europas mit voller Wucht erschüttern, scheint in einer Art Parrallelbewegung der Parlamentarismus zum Abschuß freigegeben. Mit der Meldung aus Ungarn, wo die Parlamentsmehrheit ...
  • Kein Euro ist auch keine Lösung

    Von Ingo Stützle
    Vor etwa einem Jahr war Guido Westerwelle zu Besuch beim Weltwirtschaftsforum in Davos. „I hate the word austerity“ gab Westerwelle zu Protokoll und brachte dann genau das zum Ausdruck, was die deutsche Politik ausmacht. Es klinge viel eleganter, wenn man das Wort auf Deutsch ausspreche: Austerität. Das klinge nach Disziplin und deshalb nutze er statt „austerity“ lieber die Formulierung „fiscal discipline“ – und die Deutschen liebten Disziplin ...
  • Für eine nEUe soziale Idee!

    Von Martin Schirdewan
    Die Zukunft der Europäischen Union wird nicht im Europäischen Rat entschieden, nicht durch die Kommission und bislang auch nicht im Europäischen Parlament. Auch wenn in diesen Gremien und Institutionen weitreichende Entscheidungen gefällt werden, die selbst Grundlagen der EU betreffen, auch wenn in nationalen Parlamenten oder selten einmal in Volksbefragungen über europäische Vertragswerke abgestimmt wird, liegt die Zukunft in den Händen der halben Milliarde EU-Bürgerinnen und Bürger ...
  • EU-Bürger verrecke!

    Von Jörg Schindler
    Nach wie vor gibt es sie. Meist mit selbstgebastelten Transparenten auf ihren Montagsdemos, in den Beratungsstellen von Gewerkschaften, Linkspartei oder sozial-kultureller Zentren haben sie hingebungsvoll ihre Flyer ausgelegt. Sie sind voll ausgestattet mit Tipps und Tricks zum Thema Hartz IV, aktuellen und überholten, allgemeingültigen oder sehr spezifischen Urteilen zu Ansprüchen gegen das örtliche Jobcenter, von Heizungskostenübernahme, Kinderbettendarlehen und Sanktionen ...
  • „Wichtiger als die Herkunft von Ratingagenturen, ist, dass sie private Unternehmen sind.“

    Während der Finanzkrise hat sich gezeigt, dass die Bewertung durch Ratingagenturen einen erheblichen Einfluss auf die Politik ganzer Staaten haben können. Dabei kann die Drohung mit Herabstufungen tatsächlich ein Mittel sein, z.B. progressive Gesetzgebungen zu verhindern. Andererseits kann der Verweis auf Ratingagenturen auch genutzt werden, um diese gar nicht erst angehen zu müssen ...
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Artikel aus der Ausgabe Februar 2014
Prager Frühling Februar 2014

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Versteckte Gemeinsamkeit

Sie hassen und sie brauchen sich. Die völkische Rechte nutzt islamistischen Terror und neo-salafistische Ideologie zur Selbstermächtigung und zur geistigen Aufrüstung beim Kampf um die Straße. Unsere Autor*innen gehen der Frage nach, woher sich diese „autoritären Revolten” speisen, wie ihnen zu begegnen ist und welche Rolle eine emanzipatorische Linke dabei spielen sollte.

Bevor die nächste Blase platzt

In EU und Euroraum erleben wir wie der neoliberale, finanzgetriebene Kapitalismus einfach so weitermacht wie bisher. Was eine linke Antwort ist, kann als umstritten gelten: Rückzug in den nationalstaatlich organisierten Kapitalismus oder eine solidarische und demokratisierte Wirtschaftsordnung in Europa?

Wer ist das Volk?

Populismus als Kommunikationsform und Strategie

Wer ist das Volk in „Wir sind das Volk“? — Wir haben uns in Europa und den Amerikas auf die Suche nach dem Volk der rechten Wutbürger und dem Volk des Linkspopulismus begeben. Gefunden haben unsere AutorInnen populistische Elemente in der repräsentativen Demokratie und einen radikaldemokratische Impetus des Linkspopulismus. In den Beiträgen werden Fragen nach der (Un)Möglichkeit des Pluralismus innerhalb linkspopulistischer Strategien und nach der Realpolitik des Populismus an der Macht gestellt.

Angst essen Seele auf

Terror, Gewalt, Kriminalität — SicherheitspolitikerInnen behaupten darauf eine Antwort zu haben. Aber was war eigentlich noch mal die Frage? Unsere AutorInnen haben versucht herauszufinden, was das eigentlich ist: Sicherheit. Sie haben sich an Antworten darauf versucht, ob es eine linke und emanzipatorische Sicherheitspolitik geben kann und worin diese eigentlich bestehen sollte.

This is a movement

Die Neuaushandlung von Bewegungsfreiheit und Grenzregimen

Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen. … oder höchstens eine ganz kleine vielleicht oder einen Zaun aus Natodraht. Die selektive Abschottung des „Raums der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts“ nach außen ist in seiner bisherigen Form gescheitert. Unsere AutorInnen intervenieren in diese Neuaushandlung zentraler Fragen von Nationalstaatlichkeit, globalen Rechten und Demokratie ...

Krieg und Frieden

Weltinnenpolitik und die Zukunft ziviler Konfliktbearbeitung

Putinversteherin und Faschistenfreund – in Diskussionen über den Umgang mit bewaffneten Konflikten, wird schnell auch rhetorisch scharf geschossen. In seiner neuen Ausgabe fragt prager frühling wie eigentlich linke Weltinnenpolitik geht und wie eine Neuerfindung des politischen Pazifismus ins Werk zu setzen wäre.

So nicht!

Demokratie als Praxis

Griechenland hat die Austeritätspolitik abgewählt - durchgesetzt hat dies eine linke soziale Bewegung auf den Straßen und Plätzen. Ohne die enge Verzahnung mit Syriza als parlamentarischer Verlängerung wäre dies nicht möglich gewesen. In Dresden hingegen marschiert mit Pegida eine neue APO von rechts und mit der AfD rückt eine neue Rechtspartei in die Parlamente ein. Genügend Gründe also sich mit den Formatierungen parlamentarischer Demokratie zu beschäftigen. Spielräume für emanzipatorische Kämpfe zu ergründen und Beschränkungen einer Politik im Zählverein zu analysieren.

No Future?!

Not this Future!

Elendig lange scheint es her, dass Francis Fukuyama en passant mit dem Ende der Geschichte auch das Ende des Zukunftsdenkens ausgerufen hat. Elendig ist das gegenwärtige Zukunftsdenken auch nach dem Ende dieses „Endes der Geschichte“. In Politik, Wissenschaft und Literatur ist der Bedeutungshorizont von Zukunft auf die Begrifflichkeiten der Versicherungsmathematik zusammengeschrumpft. Der Versuch einer Rettung

Common Sense?!

Von Sinn und Eigensinn der Commons

Emanzipatorische Alternative jenseits von Markt und Staat oder nur Lückenbüßer für vormals staatlich organisierte Aufgaben? Unsere Autor*innen haben sich auf die Suche nach heutigen Commons gemacht. Im ersten Teil der Ausgabe haben sie die Kontaktzonen zum Markt, Staat und Care-Ökonomien besichtigt und theoretisch vermessen. Im zweiten Teil der Ausgabe haben sie Gemeinschaftsgärten durchstreift sowie an „Energietischen“ gesessen, um Kämpfe um Commons zu dokumentieren.

Feiern, wie sie fallen?!?

Über das Verhältnis von Opponieren, Regieren und Protestieren

Die heilige Dreifaltigkeit der Linken ist die Trinität aus Protestieren, Opponieren, Mitregieren. Bei der Frage, in welcher Beziehung die drei stehen, gerät die Gemeinde oft ins Stammeln und die politischen Theologen antworten mit dürren Dogmen. Unsere AutorInnen haben zunächst gefragt, wo er ist, der ominöse Ort der Macht und sind ihm dann mit steilen Thesen auf den Leib gerückt.

Wo Strom ist, ist Widerstand

Digitaler Protest und elektronische Demokratie

Unsere AutorInnen fragen sich, ob die Schwarmintelligenz den Cybersexismus überwinden kann und wo genau die Grenzen des digitalen Medienbaukastens verlaufen. Kai van Eikels analysiert die Ideologie des „Nerds“ und Mathias Schindler erklärt, wie es mit Wikipedia weitergeht. In den Feminismen gibt Dr. Lady Bitch Ray dem Feminismus der ersten Welle einen fetten Zungenkuss, während Stefan Gerbing in der ersten Hurenzeitung der Weimarer Republik geblättert hat.

Burn-out den Verhältnissen

… oder die Revolution kommt immer zu spät

Nein, ihr habt’s wieder falsch verstanden! Entschleunigung heißt nicht Breitbandrossel, liebe Telekom. Und Du, Frankfurter Polizei: Die Entdeckung der Langsamkeit meint nicht, zehn Stunden Zwangsentschleunigung im Kessel. In der Stress-Ausgabe prager frühling geht’s, darum wie man es richtig macht.

Essen und gegessen werden

Erst so ein Fressen und dann auch noch Moral!

Der Realsozialismus ist auch auf der Speisekarte gescheitert: Als Diktatur des schlechten Geschmacks. Die Verhältnisse an kapitalistischen Tafel sind nicht weniger ungenießbar. Tausch von ökonomischem und sozialem Kapital geht vor. Wenn Renate Künast eine Flasche fairen Bio-Orangensaft kauft, geht locker das Tagesbudget eines Hartz-IV beziehenden Kindes über die Theke ...

Battlen statt Betteln.

prager frühling entwickelt die neue soziale Idee!

Die neue Ausgabe des prager frühling erscheint am 26.10.2012 und kann hier bestellt werden.Im Schwerpunkt geht es diesmal um die „Neue soziale Idee“ und damit die Frage nach emanzipatorischen Potentialen, aber auch den Grenzen einer linken Sozialpolitik.

Autoritäres Krisenregime

Deutsche Euros rollen wieder …

Und in Berlin singen die Ultras von der FDP gemeinsam mit den Polithools vom rechten Rand: „Protektorat statt Europarat!“ Wird in Griechenland bald mehr als nur Deutsch gesprochen? Unsere AutorInnen stellen sich dem Einmarsch entgegen. Lucas Oberndorfer analysiert den autoritären Wettbewerbsetatismus als Krisenbearbeitungsstrategie ...

Sex! Sex! Sex!

Über die schönsten Nebenwidersprüche der Welt

Von wegen „schönste Nebensache“ der Welt. Sex ist diesmal der Schwerpunkt unseres Heftes. Während uns die Starsoziologin Eva Illouz über den Zusammenhang von Kapitalismus und Partnerwahl aufklärt, analysiert Kathy Meßmer Intimchirurgie als widersprüchliche Praxis. Außerdem im Schwerpunkt: ...

Affentanz um Nahost

Nichts sehen, nichts hören, laut brüllen — geht die Linke über den Jordan?

Ach diese Linken! Sie wissen genau, wie es Frieden zwischen Ramallah und Tel Aviv geben kann und sie brüllen es heraus – in Düsseldorf und Frankfurt. Während die Einen schreien: „Straßenschlacht in Ramallah, die Panzer sind die Antifa“, brüllen die Anderen: „Intifada bis zum Sieg ...

Reinheitsverbot

Parallel sind immer die Anderen!

prager frühling stößt an: ein Prosit den Parallelgesellschaften! Schon klar, Integration fordert immer die Anderen. Deshalben sagen wir: "Erst wenn Efes sich ins deutsche Biersortiment eingegliedert hat und ein Hefeweizen anbietet, werdet ihr merken, dass man so etwas nicht trinken kann." Wie aber geht sozialistischer Antirassismus? Etienne Balibar, Nichi Vendola und viele andere versuchen sich in Antworten ...

Im Zweifel Dagegen!

Schwerpunktheft Dissidenz und ziviler Ungehorsam

Dissidenz und ziviler Ungehorsam sind die Hefe linker Politik. Kann Sie auch Schmiermittel des Kapitalismus sein? Wo schlägt Subversion in unpolitischen Abweichungsfetisch um? Unsere Autor_innen schauen nach, diskutieren und polemisieren.

com.munismus. komm!

Auf dem Weg zum Wissenskommunismus

Ist geistiges Eigentum Diebstahl? Stellen Raubkopien das Ergebnis von Aneignung oder eine besonders perfide Ausbeutung des Kreativproletariats dar? Darüber diskutieren in unserem Heft u.a. Michael Hardt, Cornelia Koppetsch, Sabine Nuss und Stefan Meretz. Digital Natives diskutieren die Implikationen der Digitalisierung von Demokratie ...

Crossover

Gegenmacht oder gegen Macht?

„Crossover“ ist der Versuch, eine Diskussion über politische Kooperation von sozialistischen, grünen und sozialdemokratischen Positionen in Gang zu setzen, deren Ergebnis hegemoniefähige progressive Reformprojekte werden sollen. So nahe liegend dies angesichts des Niedergangs der neoliberalen Ära ist, so blockiert ist diese Perspektive dennoch ...

Klimawandel und Gesellschaftsveränderung

System change not climate change!

Den politischen Gemütszustand unserer Welt beschreibt nichts besser als der alte Kalauer: „Öko? Logisch.“ Niemand schmunzelt mehr drüber, aber alle nehmen den Schenkelklopfer für sich in Anspruch. Dass alles irgendwie auch „öko“ sein müsse, also die Sache mit der Umwelt halt ein Problem sei, ist – logisch – Allgemeinplatz geworden ...

Die Linke und die Nation.

Hattu Nation, muttu entgrenzen

Die Linke und die Nation ist der Schwerpunkt der fünften Ausgabe des prager frühlings. Außerdem beschäftigen wir uns unter dem Motto "balkan beats" mit der Linken in Post-Jugoslawien. Mit dabei sind Thomas Seibert, Julia Bonk, Klaus Höpcke, Michel Albert, Christin Löchner, Lothar Bisky, Ringo Bischoff, Katja Kipping, Andreas Fischer-Lescano und die Band Ego-Tronic ...

Her mit dem schönen Leben!

Infrastruktursozialismus statt Hartz IV

Original sanktionsfrei: Weg mit Hartz IV! Her mit dem schönen Leben! Neben vielen investigativen und weniger investigativen Beiträgen zum Hartz IV-Regime, wollen wir Euch in dieser Ausgabe auch unseren Vorschlag vorstellen, dem Hartz IV-Regime die Forderung nach einem Infrastruktursozialismus entgegen zu setzen ...

Democracy against the machine

Radikaldemokratie statt FdGO

Februar 2009 erschien die dritte Ausgabe des prager frühling. Das Schwerpunktthema ist "Demokratie und Herrschaft" mit Beiträgen und Artikeln von Chantal Mouffe (University of Westminster, London), Jürgen Peters (IG Metall), Colin Crouch, Franziska Drohsel (Juso-Vorsitzende), die Gruppe Soziale Kämpfe, Sonja Buckel (Universität Frankfurt) und viele andere mehr ...

Auf der Suche nach der Ästhetik des Widerstandes

Alles Politur? Zum Verhältnis von Politik und Kultur

Mitte Oktober 2008 kam die zweite Ausgabe von prager frühling, dem neuem Magazin für Freiheit und Sozialismus. Das nächste Heft widmet sich schwerpunktmäßig dem Verhältnis von Politik und Kultur. Ziel der Redaktion ist es, politisches Engagement und Kultur einander näher zu bringen. Dabei geht es nicht um eine Kolonisierung des einen Bereichs durch den anderen ...

Neue Linke: Alles beim Alten?

NeuBegründung als Bruch nach vorn

Der Schwerpunkt der ersten Ausgabe des Magazins prager frühling heißt "Refound: NeuBegründung". Unsere Autorinnen erklären was der "Bruch nach vorn" ist. Mit dabei Frigga Haug, Thomas Seibert, Hans Jürgen Urban, Daniela Dahn und Michel Friedmann.

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