Prager Frühling, Magazin für Freiheit und Sozialismus (www.prager-fruehling-magazin.de)

Essen und gegessen werden

Erst so ein Fressen und dann auch noch Moral!

Der Realsozialismus ist auch auf der Speisekarte gescheitert: Als Diktatur des schlechten Geschmacks. Die Verhältnisse an kapitalistischen Tafel sind nicht weniger ungenießbar. Tausch von ökonomischem und sozialem Kapital geht vor.

Wenn Renate Künast eine Flasche fairen Bio-Orangensaft kauft, geht locker das Tagesbudget eines Hartz-IV beziehenden Kindes über die Theke.

Prager frühling beleuchtet Arbeitsbedingung in der Nahrungsmittelproduktion und der Gastronomie. Die Redaktion inspiziert den Speiseplan im Berliner Abschiebeknast und analysiert den gesellschaftlichen Drift in Richtung einer spektakulären Armenspeisung – bei den „Tafeln“.

Präsidentin statt Prinzessin? In der Rubrik Feminismen fragen wir nach dem Gewinn von Präsidentinnen für feministische Kämpfe. Von Joyce Banda in Malawi bis Dilma Roussef in Roussef in Brasilien.

Außerdem: Eine queerfeministische Perspektive auf den Angelsport und die wechselhafte Geschichte des Sternburg-Biers … Guten Appetit und viel Spaß beim Lesen.

  • Editorial

    Liebe Genießerinnen und Genießer, wohl nirgendwo kann man das verdiente Scheitern des Realsozialismus besser beobachten als auf der Essenskarte seiner Nachlassverwalterpartei, der LINKEN: Der Fleisch gewordenen Bürokratie des Proletariats folgt die Verewigung der Diktatur des schlechten Geschmacks, ...
  • Erst das Fressen, dann die Moral

    Von Redaktion
    1. Du bist, was du isst. Nahrung ist politisch. Ob Menschen für Nahrung als Grundrecht streiten oder zu Zehntausenden unter dem Motto „Wir haben es satt“ gegen Gen-Food und Massentierhaltung auf die Straße gehen. Viele wissen, dass unsere Art Nahrung zu produzieren und zu konsumieren in eine Sackgasse führt ...
  • Gretchenfrage

    Katrin Göring-Eckardt, MdB Bündnis90/Die Grünen: Die Tafelbewegung ist ein wunderbares Beispiel für das blühende bürgerschaftliche Engagement in unserer Gesellschaft. Tafeln sind nicht nur Helfer in der Not – etwa für die alleinerziehende Mutter, die für ihr Kind keinen Krippenplatz gefunden hat oder für die Rentnerin, deren Ehemann plötzlich gestorben ist ...
  • Armut darf keine Ware werden

    Von Stefan Selke
    Das Jahr 2013 steht im Zeichen eines merkwürdigen Jubiläums. 1993 wurde in Berlin die erste Lebensmitteltafel Deutschlands gegründet. In der Folge haben sich in den letzten 20 Jahren die Tafeln zu einem privaten System mit monopolistischen Tendenzen entwickelt. Die Idee, Arme mit aussortierten Lebensmitteln zu versorgen, wird vordergründig gerne als „Erfolgsmodell“ tituliert ...
  • Hungrig im Sozialstaat

    Von Richard Klasen
    Am 22. Februar feierte Deutschland „20 Jahre Tafeln“. Gäste aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft waren geladen. PolitikerInnen aller Couleur nutzten die Gunst der Stunde und bedankten sich bei den Ehrenamtlichen medienwirksam für den „mildtätigen“ Einsatz für ihre „bedürftigen“ Mitmenschen. Nur eines ...
  • Was sollen wir trinken?

    Bier Wie schmeckts? Für Nichtbiertrinker_innen immer gleich, für Kenner_innen immer anders. Anders als regelmäßige Becks-Besteller glauben, kann Bier nicht nur unterschiedliche Farben wie grün oder gelb, sondern auch vielfältige Geschmacksrichtungen annehmen. Wie viel kann ich davon trinken? Immer viel, sonst macht es keinen Sinn ...
  • Der Koch, der Knast, der Kartoffelbrei

    Von Stefan Gerbing
    Ahmed Zalloua* ist israelischer Staatsbürger. Er hat zehn Jahre ohne Papiere in Deutschland gelebt. Weil sein Pass abgelaufen ist und die israelische Botschaft die Verlängerung verweigert, sitzt er im Abschiebegewahrsam Köpenick. Er ist einer von mehr als 500 Menschen, die jedes Jahr in Berlin in Abschiebehaft kommen ...
  • Gibt es das richtige Essen im Falschen?

    Von Tobias Schulze
    prager frühling: Essen und Trinken sind Grundbedürfnisse, die aber mit sehr unterschiedlicher Bewusstheit gestillt werden. Manche essen, was es halt gibt, andere machen eine Wissenschaft daraus. Sie forschen zur Ernährungsökologie und befassen sich mit der Komplexität unserer Ernährungsgewohnheiten – von der Produktion bis zur Konsumption ...
  • Möhre im Tank

    Von Steffen Kommer
    Auto fahren macht Spaß. Es ist so individuell und schnell. Es gibt viele Wege zu befahren, die fast überall hinführen. Gleichzeitig kurbelt der Autokauf die Wirtschaft an, schafft Arbeit und muss deshalb in Krisenzeiten mit Abwrackprämien belohnt werden. Auch die Chinesen mögen neuerdings Automobile „Made in Germany“ ...
  • Land oder Leben

    Von Mark Wagner
    Monte Grande ist ein Stadtteil von Buenos Aires. In seinem südlichen Rücken liegt die Stadt mit ihren dreizehn Millionen Menschen. Vor seinen nördlichen Türen liegt das offene Land. Der Asphalt endet und geht in sandige Feldwege über. Der Smog verflüchtigt sich über grünen Weiden. Hier steht eine Fleischfabrik ...
  • Der neue Biostandard

    Von Andreas Grünewald
    Es gibt kein Entrinnen. Wer für Lebensmitteleinkäufe durch die Regalreihen der Supermärkte wandelt, der oder dem strahlen von immer mehr Produkten Qualitätsstandards in Form von Labels (für bio, fair trade, gentechnik-frei etc.) entgegen. Die Einführung dieser Qualitätsstandards ist ein zentrales Merkmal der heutigen Nahrungsmittelindustrie ...
  • Wer gehört an den Herd?

    Von Tobias Schulze
    Die Bezeichnung „Herdprämie“ für die KiTa-Ausbauersatzzahlung tut dem Herd als Werkzeug und den Menschen, die damit arbeiten, unrecht. Die Zahlung ist dazu gedacht, Frauen die Nichtbeteiligung am Erwerbsleben schmackhafter zu machen und das „Ernährermodell“ abzusichern. Kann man den Herd wirklich für eine miese Gleichstellungspolitik in Haftung nehmen? Wer steht denn am Herd? Zumindest in den heiligen Hallen der Gastronomie keine Frauen ...
  • Du hast dich unterzuordnen!

    Von Thomas Lohmeier
    prager frühling: Herr Riesner, ich bin auf der Suche nach Köchen in der Spitzengastronomie, um mit ihnen über deren Arbeitsverhältnisse zu sprechen. Können Sie mir helfen? Sebastian Riesner: Nein. Ich habe viele ähnliche Anfragen von Journalisten. Aber die Kollegen sind dazu, selbst unter dem Schutz der Anonymität, nicht bereit ...
  • Frau am Steuer

    Von Caren Lay
    Die Anzahl von Frauen als Staats- und Regierungschefinnen in historischer Übersicht ist mager: Die Liste weiblicher Staatsoberhäupter zählt gerade einmal 44 Frauen, die weiblicher Regierungschefinnen zählt bis zum heutigen Tag lediglich 56 Frauen. Und das ist im Kern das Ergebnis der letzten 25 Jahre ...
  • Die Eidgenossin

    Von Karin Hoffsten
    Die Faltung der Alpen aus moralischer Sicht zu betrachten, wäre eine ähnliche Herausforderung. Ungefähr das war mein erster mutloser Gedanke, als ich gebeten wurde, hier „aus feministischer Perspektive“ die Wahl und Amtszeit der Schweizer Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf einzuschätzen. Denn in der Schweiz ist alles anders ...
  • Harte Dame, süße Männer

    Von João Paulo Bachur und Guilherme Leite Gonçalves
    Dilma Rousseff wird oft als brasilianische eiserne Lady bezeichnet: Nach der Meinung einiger sei sie viel zu uncharismatisch und ein harter Bursche. Worauf sie üblicherweise erwidert: „Als ob wir zwischen zärtlichen, empfindlichen, süßen Männern lebten ...“ Dilma (ja, die Brasilianer nennen sie einfach Dilma statt Frau Rousseff) ist keine künstliche Erfindung von Lula für die Wahlkämpfe, sie hat sich im politischen Kampf selbst herausgebildet, und zwar unter den schwierigsten Umständen ...
  • Mächtig Feministisch

    Von Stefan Gerbing
    Auf der Forbes-Liste der einhundert einflussreichsten Frauen wird Joyce Banda als mächtigste Frau Afrikas geführt. Bandas Amtsantritt als Präsidentin des südostafrikanischen Staates Malawi im April vergangenen Jahres war spektakulär. Vorgänger Bingu wa Mutharika versuchte bereits vor Jahren, seine Vizepräsidentin Banda zu ermorden ...
  • Wein gehört dazu

    Von Thomas Lohmeier
    pf: Ihr Leben ist durch das „Terzo Mondo“ und durch Ihre Rolle in der „Lindenstraße“ eng mit dem Schwerpunkt „Essen & Trinken“ unserer kommenden Ausgabe verknüpft. Welche Bedeutung hat dieses Thema für Sie? Kostas Papanastasiou: Essen folgt einerseits dem Gefühl des Hungers und des Durstes, aber seit der Antike ist es auch eine Philosophie ...
  • Ein Hauch arabischer Frühling in Slowenien

    Von Boris Kanzleiter
    Es war der vorläufige Höhepunkt einer wochenlangen Protestwelle. Am 21. Dezember zogen tausende DemonstrantInnen in einem bunten Zug durch das Stadtzentrum Ljubljanas. Auch in den Provinzstädten folgten viele Menschen den zahlreichen Aufrufen, die über soziale Netzwerke im Internet verbreitet wurden ...
  • Sozialismus aus der Totalen

    Von Uwe Schaarschmidt
    Da sind wir aber immer noch! Die Welt ist unübersehbar noch an ihrem Platz, die Maya hatten unrecht. Schön, dass es endlich einen zweiten Unrechtsstaat gibt. Dennoch bereitet der ausgefallene Weltuntergang einigen Schmerz, denn, so die Quintessenz „vons Janze“: Auch Indianer können irren. Kann man jetzt ...
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Artikel aus der Ausgabe Februar 2013
Prager Frühling Februar 2013

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Bevor die nächste Blase platzt

In EU und Euroraum erleben wir wie der neoliberale, finanzgetriebene Kapitalismus einfach so weitermacht wie bisher. Was eine linke Antwort ist, kann als umstritten gelten: Rückzug in den nationalstaatlich organisierten Kapitalismus oder eine solidarische und demokratisierte Wirtschaftsordnung in Europa?

Wer ist das Volk?

Populismus als Kommunikationsform und Strategie

Wer ist das Volk in „Wir sind das Volk“? — Wir haben uns in Europa und den Amerikas auf die Suche nach dem Volk der rechten Wutbürger und dem Volk des Linkspopulismus begeben. Gefunden haben unsere AutorInnen populistische Elemente in der repräsentativen Demokratie und einen radikaldemokratische Impetus des Linkspopulismus. In den Beiträgen werden Fragen nach der (Un)Möglichkeit des Pluralismus innerhalb linkspopulistischer Strategien und nach der Realpolitik des Populismus an der Macht gestellt.

Angst essen Seele auf

Terror, Gewalt, Kriminalität — SicherheitspolitikerInnen behaupten darauf eine Antwort zu haben. Aber was war eigentlich noch mal die Frage? Unsere AutorInnen haben versucht herauszufinden, was das eigentlich ist: Sicherheit. Sie haben sich an Antworten darauf versucht, ob es eine linke und emanzipatorische Sicherheitspolitik geben kann und worin diese eigentlich bestehen sollte.

This is a movement

Die Neuaushandlung von Bewegungsfreiheit und Grenzregimen

Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen. … oder höchstens eine ganz kleine vielleicht oder einen Zaun aus Natodraht. Die selektive Abschottung des „Raums der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts“ nach außen ist in seiner bisherigen Form gescheitert. Unsere AutorInnen intervenieren in diese Neuaushandlung zentraler Fragen von Nationalstaatlichkeit, globalen Rechten und Demokratie ...

Krieg und Frieden

Weltinnenpolitik und die Zukunft ziviler Konfliktbearbeitung

Putinversteherin und Faschistenfreund – in Diskussionen über den Umgang mit bewaffneten Konflikten, wird schnell auch rhetorisch scharf geschossen. In seiner neuen Ausgabe fragt prager frühling wie eigentlich linke Weltinnenpolitik geht und wie eine Neuerfindung des politischen Pazifismus ins Werk zu setzen wäre.

So nicht!

Demokratie als Praxis

Griechenland hat die Austeritätspolitik abgewählt - durchgesetzt hat dies eine linke soziale Bewegung auf den Straßen und Plätzen. Ohne die enge Verzahnung mit Syriza als parlamentarischer Verlängerung wäre dies nicht möglich gewesen. In Dresden hingegen marschiert mit Pegida eine neue APO von rechts und mit der AfD rückt eine neue Rechtspartei in die Parlamente ein. Genügend Gründe also sich mit den Formatierungen parlamentarischer Demokratie zu beschäftigen. Spielräume für emanzipatorische Kämpfe zu ergründen und Beschränkungen einer Politik im Zählverein zu analysieren.

No Future?!

Not this Future!

Elendig lange scheint es her, dass Francis Fukuyama en passant mit dem Ende der Geschichte auch das Ende des Zukunftsdenkens ausgerufen hat. Elendig ist das gegenwärtige Zukunftsdenken auch nach dem Ende dieses „Endes der Geschichte“. In Politik, Wissenschaft und Literatur ist der Bedeutungshorizont von Zukunft auf die Begrifflichkeiten der Versicherungsmathematik zusammengeschrumpft. Der Versuch einer Rettung

Common Sense?!

Von Sinn und Eigensinn der Commons

Emanzipatorische Alternative jenseits von Markt und Staat oder nur Lückenbüßer für vormals staatlich organisierte Aufgaben? Unsere Autor*innen haben sich auf die Suche nach heutigen Commons gemacht. Im ersten Teil der Ausgabe haben sie die Kontaktzonen zum Markt, Staat und Care-Ökonomien besichtigt und theoretisch vermessen. Im zweiten Teil der Ausgabe haben sie Gemeinschaftsgärten durchstreift sowie an „Energietischen“ gesessen, um Kämpfe um Commons zu dokumentieren.

Feiern, wie sie fallen?!?

Über das Verhältnis von Opponieren, Regieren und Protestieren

Die heilige Dreifaltigkeit der Linken ist die Trinität aus Protestieren, Opponieren, Mitregieren. Bei der Frage, in welcher Beziehung die drei stehen, gerät die Gemeinde oft ins Stammeln und die politischen Theologen antworten mit dürren Dogmen. Unsere AutorInnen haben zunächst gefragt, wo er ist, der ominöse Ort der Macht und sind ihm dann mit steilen Thesen auf den Leib gerückt.

Wo Strom ist, ist Widerstand

Digitaler Protest und elektronische Demokratie

Unsere AutorInnen fragen sich, ob die Schwarmintelligenz den Cybersexismus überwinden kann und wo genau die Grenzen des digitalen Medienbaukastens verlaufen. Kai van Eikels analysiert die Ideologie des „Nerds“ und Mathias Schindler erklärt, wie es mit Wikipedia weitergeht. In den Feminismen gibt Dr. Lady Bitch Ray dem Feminismus der ersten Welle einen fetten Zungenkuss, während Stefan Gerbing in der ersten Hurenzeitung der Weimarer Republik geblättert hat.

Burn-out den Verhältnissen

… oder die Revolution kommt immer zu spät

Nein, ihr habt’s wieder falsch verstanden! Entschleunigung heißt nicht Breitbandrossel, liebe Telekom. Und Du, Frankfurter Polizei: Die Entdeckung der Langsamkeit meint nicht, zehn Stunden Zwangsentschleunigung im Kessel. In der Stress-Ausgabe prager frühling geht’s, darum wie man es richtig macht.

Essen und gegessen werden

Erst so ein Fressen und dann auch noch Moral!

Der Realsozialismus ist auch auf der Speisekarte gescheitert: Als Diktatur des schlechten Geschmacks. Die Verhältnisse an kapitalistischen Tafel sind nicht weniger ungenießbar. Tausch von ökonomischem und sozialem Kapital geht vor. Wenn Renate Künast eine Flasche fairen Bio-Orangensaft kauft, geht locker das Tagesbudget eines Hartz-IV beziehenden Kindes über die Theke ...

Battlen statt Betteln.

prager frühling entwickelt die neue soziale Idee!

Die neue Ausgabe des prager frühling erscheint am 26.10.2012 und kann hier bestellt werden.Im Schwerpunkt geht es diesmal um die „Neue soziale Idee“ und damit die Frage nach emanzipatorischen Potentialen, aber auch den Grenzen einer linken Sozialpolitik.

Autoritäres Krisenregime

Deutsche Euros rollen wieder …

Und in Berlin singen die Ultras von der FDP gemeinsam mit den Polithools vom rechten Rand: „Protektorat statt Europarat!“ Wird in Griechenland bald mehr als nur Deutsch gesprochen? Unsere AutorInnen stellen sich dem Einmarsch entgegen. Lucas Oberndorfer analysiert den autoritären Wettbewerbsetatismus als Krisenbearbeitungsstrategie ...

Sex! Sex! Sex!

Über die schönsten Nebenwidersprüche der Welt

Von wegen „schönste Nebensache“ der Welt. Sex ist diesmal der Schwerpunkt unseres Heftes. Während uns die Starsoziologin Eva Illouz über den Zusammenhang von Kapitalismus und Partnerwahl aufklärt, analysiert Kathy Meßmer Intimchirurgie als widersprüchliche Praxis. Außerdem im Schwerpunkt: ...

Affentanz um Nahost

Nichts sehen, nichts hören, laut brüllen — geht die Linke über den Jordan?

Ach diese Linken! Sie wissen genau, wie es Frieden zwischen Ramallah und Tel Aviv geben kann und sie brüllen es heraus – in Düsseldorf und Frankfurt. Während die Einen schreien: „Straßenschlacht in Ramallah, die Panzer sind die Antifa“, brüllen die Anderen: „Intifada bis zum Sieg ...

Reinheitsverbot

Parallel sind immer die Anderen!

prager frühling stößt an: ein Prosit den Parallelgesellschaften! Schon klar, Integration fordert immer die Anderen. Deshalben sagen wir: "Erst wenn Efes sich ins deutsche Biersortiment eingegliedert hat und ein Hefeweizen anbietet, werdet ihr merken, dass man so etwas nicht trinken kann." Wie aber geht sozialistischer Antirassismus? Etienne Balibar, Nichi Vendola und viele andere versuchen sich in Antworten ...

Im Zweifel Dagegen!

Schwerpunktheft Dissidenz und ziviler Ungehorsam

Dissidenz und ziviler Ungehorsam sind die Hefe linker Politik. Kann Sie auch Schmiermittel des Kapitalismus sein? Wo schlägt Subversion in unpolitischen Abweichungsfetisch um? Unsere Autor_innen schauen nach, diskutieren und polemisieren.

com.munismus. komm!

Auf dem Weg zum Wissenskommunismus

Ist geistiges Eigentum Diebstahl? Stellen Raubkopien das Ergebnis von Aneignung oder eine besonders perfide Ausbeutung des Kreativproletariats dar? Darüber diskutieren in unserem Heft u.a. Michael Hardt, Cornelia Koppetsch, Sabine Nuss und Stefan Meretz. Digital Natives diskutieren die Implikationen der Digitalisierung von Demokratie ...

Crossover

Gegenmacht oder gegen Macht?

„Crossover“ ist der Versuch, eine Diskussion über politische Kooperation von sozialistischen, grünen und sozialdemokratischen Positionen in Gang zu setzen, deren Ergebnis hegemoniefähige progressive Reformprojekte werden sollen. So nahe liegend dies angesichts des Niedergangs der neoliberalen Ära ist, so blockiert ist diese Perspektive dennoch ...

Klimawandel und Gesellschaftsveränderung

System change not climate change!

Den politischen Gemütszustand unserer Welt beschreibt nichts besser als der alte Kalauer: „Öko? Logisch.“ Niemand schmunzelt mehr drüber, aber alle nehmen den Schenkelklopfer für sich in Anspruch. Dass alles irgendwie auch „öko“ sein müsse, also die Sache mit der Umwelt halt ein Problem sei, ist – logisch – Allgemeinplatz geworden ...

Die Linke und die Nation.

Hattu Nation, muttu entgrenzen

Die Linke und die Nation ist der Schwerpunkt der fünften Ausgabe des prager frühlings. Außerdem beschäftigen wir uns unter dem Motto "balkan beats" mit der Linken in Post-Jugoslawien. Mit dabei sind Thomas Seibert, Julia Bonk, Klaus Höpcke, Michel Albert, Christin Löchner, Lothar Bisky, Ringo Bischoff, Katja Kipping, Andreas Fischer-Lescano und die Band Ego-Tronic ...

Her mit dem schönen Leben!

Infrastruktursozialismus statt Hartz IV

Original sanktionsfrei: Weg mit Hartz IV! Her mit dem schönen Leben! Neben vielen investigativen und weniger investigativen Beiträgen zum Hartz IV-Regime, wollen wir Euch in dieser Ausgabe auch unseren Vorschlag vorstellen, dem Hartz IV-Regime die Forderung nach einem Infrastruktursozialismus entgegen zu setzen ...

Democracy against the machine

Radikaldemokratie statt FdGO

Februar 2009 erschien die dritte Ausgabe des prager frühling. Das Schwerpunktthema ist "Demokratie und Herrschaft" mit Beiträgen und Artikeln von Chantal Mouffe (University of Westminster, London), Jürgen Peters (IG Metall), Colin Crouch, Franziska Drohsel (Juso-Vorsitzende), die Gruppe Soziale Kämpfe, Sonja Buckel (Universität Frankfurt) und viele andere mehr ...

Auf der Suche nach der Ästhetik des Widerstandes

Alles Politur? Zum Verhältnis von Politik und Kultur

Mitte Oktober 2008 kam die zweite Ausgabe von prager frühling, dem neuem Magazin für Freiheit und Sozialismus. Das nächste Heft widmet sich schwerpunktmäßig dem Verhältnis von Politik und Kultur. Ziel der Redaktion ist es, politisches Engagement und Kultur einander näher zu bringen. Dabei geht es nicht um eine Kolonisierung des einen Bereichs durch den anderen ...

Neue Linke: Alles beim Alten?

NeuBegründung als Bruch nach vorn

Der Schwerpunkt der ersten Ausgabe des Magazins prager frühling heißt "Refound: NeuBegründung". Unsere Autorinnen erklären was der "Bruch nach vorn" ist. Mit dabei Frigga Haug, Thomas Seibert, Hans Jürgen Urban, Daniela Dahn und Michel Friedmann.

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